<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989</id><updated>2012-01-15T23:25:25.416+01:00</updated><title type='text'>Zürich · Berlin · ein Tagebuch</title><subtitle type='html'>· zuerich werd · berlin wedding · ein tagebuch teil 2 ·</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://der-antiheld.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>1160</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3458138148436053679</id><published>2012-01-15T22:23:00.003+01:00</published><updated>2012-01-15T23:25:25.423+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: lil' Entertainer</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Heute im &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/"&gt;Filmmuseum&lt;/a&gt; am Schaumainkai: In der ersten Reihe vor der grossen Leinwand sitzt ein sechsjähriger Junge. Gespannt verfolgt er die Purzelbäume und Stunts in den Filmen vom Anfang des 20. Jahrhunderts. In schwarzweiss flackern abgebrochen die Bewegungen der Schauspieler durch die Kulisse. Der schönste Streifen ist dieser &lt;em&gt;chase movie&lt;/em&gt; von 1906, in dem ein Autofahrer und seine Beifahrerin erst in der Stadt einen Polizisten über den Haufen fahren, danach auf eine Hauswand zusteuern, nach einem Knick senkrecht an der Wand hinauffahren, vom Dach in den Himmel, von der Erde ins All springen, einmal den Mond umrunden, dann über die Saturnringe rasen, als seien es Rennstrecken, um dann abzuschiessen und wieder sicher auf die Erde zu krachen. Nicht ohne dabei Dach und Obergeschosse eines Hauses mitzunehmen. Und der Junge kugelt sich vor lachen, ihn hält es nicht ruhig auf seinem Sitz; und er hat dieses schadenfrohe Jubeln, das nur Jungs haben, die sind wie &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://images.fanpop.com/images/image_uploads/Calvin-Faces-calvin--26-hobbes-116945_1024_768.jpg"&gt;Calvin&lt;/a&gt;. Er lacht auch gegen das Zischeln seines Vaters an, der ihm mehr aus Etikette denn aus Überzeugung anzeigt, ruhig zu sein. Herrlich wie er immer losprusten muss—mitten hinein in das Klavierspiel des Stummfilm—und nicht an sich halten kann. Als gäbe es kein Drumherum. Bis an der Kinoraumtür die Mutter mit dem Schwesterchen auf den Armen auftaucht und zum gehen gemahnt. In Gebärdensprache beordert sie ihn zum Ausgang, und der Kleine trottet, obwohl er nicht will, mit nach draussen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fPmruHc4S9Q"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/fPmruHc4S9Q" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Scott Joplin &lt;em&gt;The Entertainer&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-3458138148436053679?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3458138148436053679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3458138148436053679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2012/01/frankfurt-lil-entertainer.html' title='Frankfurt: lil&apos; Entertainer'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-1835724208754898586</id><published>2012-01-03T23:01:00.000+01:00</published><updated>2012-01-03T23:02:02.276+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: erste Texte</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Heute, so geht am Morgen die Runde durch's Frankfurter Büro, sei mein erster dpa-Text über ein wieder aufgelodertes Feuer in Langen in der FAZ erschienen. Hm. Das sind wohl die Vorteile, die die Landesdienstzeit in Frankfurt mit sich bringt und nicht, sagen wir, die in Stuttgart, wo im günstigsten Fall die Stuttgarter Zeitung auch die unscheinbarste Lokalberichterstattung noch druckt.&lt;br /&gt;Wenn ich schreibe, muss ich mich in die Leser hineindenken—was sie interessiert, welche Informationen für sie die wichtigsten sind, welche Fragen sie sich stellen. Das bereitet mir noch Probleme: mich von meinen eigenen Interessen zu lösen; besser gesagt: von meiner eigenen Interesselosigkeit, die mir selbst schon Angst macht. Zwar erkenne ich die Kuriosität einer Nachricht, wenn beispielsweise Sternensänger die gesamten Süssigkeitenvorräte von gutmütig-spendablen Frauen mitgehen lassen, oder wenn einem gemütlichen Rentnerehepaar plötzlich der Kamin um die Ohren fliegt, weil mit dem Brennholz unbemerkt eine Patronenhülse aus dem Zweiten Weltkrieg mit ins Feuer geraten ist. Aber herauszufinden, was genau der am meisten berichtenswerte Punkt an der Geschichte ist, muss ich noch lernen. Und immer bedenken, dass bei aller Situationskomik, niemals Ironie aus mir herausbrechen darf. Aber genau dafür bin ich hier. Zum Mittag sind die members des Landesdienstes und ich mongolisch essen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend im &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.mmk-frankfurt.de/"&gt;MMK&lt;/a&gt;: Und ganz beeindruckend sind die Installationen Douglas Gordons, der in drei schwarzen Räumen Videofilme auf jeweils zwei riesige Leinwände projiziert. Die Filme zeigen dieselben Protagonisten, die Wände jedoch spielen gegeneinander an.&lt;br /&gt;Im ersten Film &lt;em&gt;Henry Rebel&lt;/em&gt; (2011) verfolgt die sich um eine Bühne drehende Kamera den Schauspieler Henry Hopper. Der Rothaarige fügt sich im Laufe der neunzig Minuten während seiner dem Ballett angelehnten Choreografie symbolische Wunden mit roten Stiften zu.  Die Bilder fesseln einerseits durch ihren überbordenden Sinn für Ästhetik, andererseits durch die konkrete Anlehnung an reale Selbstverletzungsszenarien.&lt;br /&gt;Für &lt;em&gt;k.364&lt;/em&gt; (2010) begleitet Gordon die Musiker Avri Levitan und Roi Shiloah von Berlin zu ihrem Auftritt nach Poznań. In ihren Gesprächen tauchen sie ein in die Welt der deutsch-polnischen Geschichte. Und über allen Szenen, die inhaltlich schwere Themen aufgreifen, liegt Mozarts mächtige Sinfonie für Violine, Viola und Orchester.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-Y8C6abboK-U/TwN3L2xyiEI/AAAAAAAAAqw/t86azXOOhcU/s1600/MMK_Gordon1.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 216px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-Y8C6abboK-U/TwN3L2xyiEI/AAAAAAAAAqw/t86azXOOhcU/s400/MMK_Gordon1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5693525399493052482" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der dritte Film &lt;em&gt;Play Dead; Real Time&lt;/em&gt; (2003) kommt mit seinem Schönheitsempfinden und Symbolismus beinah an &lt;em&gt;Henry Rebel&lt;/em&gt; heran. Ein Elefant befindet sich auf einer Bühne in einem sterilen weissen Raum. Die einzige Bewegung, die seinen gesamten Körper ergreift, ist das ständig wiederholte Hinlegen und Aufstehen, das unnatürlich ausschaut und an unwürdige Dressurspiele erinnert. Und der Dompteur ist der Betrachter ist der Dompteur. Und träg und leis läuft im Kopf das Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/eLxb_LBzf6U"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/eLxb_LBzf6U" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Radiohead &lt;em&gt;Sit Down. Stand Up.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-1835724208754898586?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1835724208754898586'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1835724208754898586'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2012/01/frankfurt-erste-texte_03.html' title='Frankfurt: erste Texte'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Y8C6abboK-U/TwN3L2xyiEI/AAAAAAAAAqw/t86azXOOhcU/s72-c/MMK_Gordon1.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8312613263921470349</id><published>2011-12-23T21:47:00.004+01:00</published><updated>2011-12-23T23:36:05.930+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: erstes Ende</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Nun war ich zwei Wochen bei der &lt;em&gt;picture alliance&lt;/em&gt; und es ist eine herrliche Zeit gewesen. Ich hatte über die vielen Berlinjahre ganz vergessen, wie wunderbar es ist, mit Süddeutschen zu arbeiten. Alle members sind fabelhaft.&lt;br /&gt;Sabine war vor kurzem ganz begeistert auf einem —nunja— Ärzte-konzert, hat mir das &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.mmk-frankfurt.de/"&gt;MMK&lt;/a&gt; empfohlen, ist kess und geradeheraus; sie hat die besondere Begabung, schlagfertige Sottisen bis ins Närrische zu wiederholen, so dass sie für den ganzen Tag einen zutiefst ulkigen running gag schafft. Es macht uns beiden unbändige Freude, zu Fotos der späten Fünfziger denkbar zugrunde liegende Geschichten zu erfinden. Sie raucht diese unidentifizierbare Sorte von Zigaretten, von denen sie, wenn sie aus dem Tabakkabuff wiederkommt, immer nett nach indischen Räucherstäbchen und dafür nie nach abgestandenem Qualm riecht. Und sie hat auch diese tiefgründige Manier, die sich bei vertrackten Themen zuweilen Bahn bricht. Obwohl sie mich kaum kennt, erzählt sie ernsthaft, was sie hier und da bewegt. Das bin ich so nicht gewohnt. Sie ist die einzige, die mich heute Nachmittag zum Abschied herzt.&lt;br /&gt;Und Roland, ein junger Zweimetermann, hat trotz seiner massiven Präsenz eine ganz weiche Stimme. Ich glaube, die meisten members mögen seine selbstironische Schlüpfrigkeit und seine profunden Pubertätspointen, die er in alle Unterhaltungen im Raum einstreut, obwohl es stets so ausschaut als sei er zusammengesunken in seinem Bürosessel anderweitig beschäftigt. Er findet immer das richtige Mass: er kann foppen ohne zu hänseln; und er erliegt nie der Versuchung ausfällig zu werden. Es gelingt nur wenigen, diesen Grat zu wandern. Und dann springt ihm auch dieses kindlich-vorfreudige Schelmengrinsen in die Augen, wenn er aus dem Bildarchiv zufällige Perlen herausfischt, die noch keiner kennt und von denen er sicher weiss, dass sie gleich das gesamte Büro in helle Erregung setzen werden. Seine Possenreisserei habe ich gar liebgewonnen.&lt;br /&gt;Es war ein riesen Spass bei den members und ich habe viel gelernt: unter anderem die Schwierigkeiten mit den Methoden des Booleschen Retrievals in der Bilddatenbank, eine konkrete bildkompositorische Verschlagwortung, die Betreuung externer Kunden und die Zusammenarbeit mit Partnerbildagenturen. Der Kopf ist schön voll—auf eine geistreiche Art. Und dazu das leichte Piano im Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Eg7TtSBR1sA"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Eg7TtSBR1sA" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Robag Wruhme &lt;em&gt;Ende&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8312613263921470349?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8312613263921470349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8312613263921470349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/frankfurt-erstes-ende.html' title='Frankfurt: erstes Ende'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7164485035740377174</id><published>2011-12-21T22:05:00.004+01:00</published><updated>2011-12-23T23:36:28.949+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: Schlesische Hunde</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Heute habe ich polnische Personenstudien aus den 1950er Jahren in den ehemaligen schlesischen Gebieten dokumentiert. Da posiert in Breslau ein Bauer aus Lemberg mit dichtem Schnauzer, schwarzer Fellmütze und drei üppigen Kleiderlagen verschmitzt lächelnd vor der Kamera, als könnten ihn weder Kälte noch Fügung irgendetwas anhaben. Ein liebenswerter Aufschneider, dem der Schalk aus beiden Augen blitzt.&lt;br /&gt;Oder dieses schlesische Mütterchen, dem sein Sohn nach Jahren der Trennung wieder die Arme um die Schultern legt. Die Alte ist wie aus dem Bilderbuch: Sie hat das Kopftuch unterm Kinn zusammengebunden und ihre Augen ganz verschlossen; sie ist versunken in seine Liebkosung. Vor den beiden stehen zwei leergelöffelte Suppenteller auf dem Küchentisch und hinter ihnen ein blecherner Milchkrug auf der weissen Anrichte. Trotz aller Armut eine glückstrahlende Aufnahme.&lt;br /&gt;Und herzlich kommt diese junge hübsche Briefträgerin im schwarzen Kleid und lederner Posttasche daher, die neben ihrem Velo auf dem Bürgersteig steht und schüchtern den Betrachter von unten her anschaut. Und hinter ihr, halb von ihrer Schulter verdeckt, passiert das Kuriose—oder wie es ein member der picture alliance figürlich ausdrückt: "Ey, der Köter dahinter ölt doch den Baum!" Und wir prusten los, weil der Hund zwar verdeckt, aber doch offensichtlich sein Geschäft verrichtet. Ab dem Moment, als wir den Vierbeiner entdecken, hat das Mädchen ein wenig seiner anfangs schönen Sinnlichkeit verloren. Und wir danken ungemein dem dpa-Fotografen Hans Cyranek, der in den Fünfzigern wohl unwissentlich diese Momentaufnahme festhielt, an der wir uns heute laben können. Und die Datenbank hat nun das Foto eines schlesischen Hundes, der in Breslau sein Bein hebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und passend das Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KZpA0RoB3Os"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/KZpA0RoB3Os" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Bright Eyes &lt;em&gt;Stray Dog Freedom&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-7164485035740377174?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7164485035740377174'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7164485035740377174'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/frankfurt-schlesische-hunde.html' title='Frankfurt: Schlesische Hunde'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-9146199576629842935</id><published>2011-12-20T00:25:00.001+01:00</published><updated>2011-12-20T00:28:45.610+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: Sonntag in Bildern</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Am Sonntag Mittag liegt über dem völlig farblosen Main ein kaum sichtbarer Nebel. Und am Quai zertreten die Asics warm eingepackter Läufer die Pfützenhäute, in denen sich matt der nahe Himmel spiegelt. Am südlichen Ende des Eisernen Stegs, wo die Touristen schnell und ohne aufzuschauen in die namenlosen Gassen stieben, zeugen farbenfrohe Sekundanten von vergangenen Weilchen.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-Wxw0Q8y6i0o/Tu-zkkm6RnI/AAAAAAAAAp0/eDzB_H967zs/s1600/flyer.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-Wxw0Q8y6i0o/Tu-zkkm6RnI/AAAAAAAAAp0/eDzB_H967zs/s400/flyer.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5687962295275767410" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mithilfe der redundanten Exclamatio auf den Plakaten am Kiosk wird eine Pacht angeworben, die niemand zahlen und und in die keiner treten will. In der Manufaktur der Esskultur am Deutschherrnufer bekomme ich Zucchetti-Auberginen-Salat mit leicht geräuchertem Scamorza und Basilikum-Tomaten-Pesto. Auf meinem Umweg zur Schirn fallen mir nicht viele—vielleicht nur zwei oder drei—weisse Perlen auf die Schultern. Aber sofort schmelzen sie und verschwinden in den schwarzen Stoff. Am Römerberg huschen die Passanten entlang und vorbei und schauen, obwohl es Sonntag ist, weder nach links noch rechts.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-ZFBz18Fq9vM/Tu-9oplTgcI/AAAAAAAAAqM/wBNJGKuUpRo/s1600/roemerberg.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 229px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-ZFBz18Fq9vM/Tu-9oplTgcI/AAAAAAAAAqM/wBNJGKuUpRo/s400/roemerberg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5687973360446964162" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und in der Schirn hängen die fantastischen Porträts und Landschaftsgemälde des isländischen Künstlers &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.schirn-magazin.de/kontext/erro-portrat-und-landschaft/"&gt;Erró&lt;/a&gt;, in denen auf die betrachtenden Konsumenten explosiv Flugzeuge herunterstürzen, Autos ansteuern, Vögel zuschrillen; und dreiste Farben stechen ineinander, die ich gerne &lt;em&gt;wirklich&lt;/em&gt; sehen können würde wollen.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-viu7YhkLUyY/Tu_A5qkLXvI/AAAAAAAAAqY/15o-h6uenok/s1600/erro1.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 308px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-viu7YhkLUyY/Tu_A5qkLXvI/AAAAAAAAAqY/15o-h6uenok/s400/erro1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5687976951303331570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Und hier gibt es keine Gruppen und keine extrovertierten Kunstkenner wie im Städel und auch niemand, der unter verschränkten Armen seine Brille zwischen Zeige-, Mittelfinger und Daumen kreiseln liesse. Draussen dunkelt es und später verspricht mir der Weihnachtsmarkt am Römerberg keine sonderlichen Überraschungen. Ich mache mich am nördlichen Mainufer auf den Weg retour.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-0D-Tdd-xaSA/Tu_B5_4kiJI/AAAAAAAAAqk/yzYgpDNearA/s1600/schiff.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 223px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-0D-Tdd-xaSA/Tu_B5_4kiJI/AAAAAAAAAqk/yzYgpDNearA/s400/schiff.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5687978056537639058" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Atelierschiff erinnert mich ein wenig an die temporäre Kunsthalle, die einmal am Berliner Schlossplatz stand; das Boot ist von oben bis unten verpflastert mit Plakatausschnitten und Posterschnipseln. Aber das Statement, das mit dem so wohl (über Wasser) transportiert werden soll, verstehe ich nicht. Dafür bin ich einfach ein Leben lang zu weit an Land gewesen. Und über allem singt der Mann mit der herrlich tiefsten hellen Stimme und des traurig-lakonischen Sounds das Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NIwIAbcLFhI"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/NIwIAbcLFhI" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Jens Lekman &lt;em&gt;Your Arms Around Me&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-9146199576629842935?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/9146199576629842935'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/9146199576629842935'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/frankfurt-sonntag-in-bildern.html' title='Frankfurt: Sonntag in Bildern'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-Wxw0Q8y6i0o/Tu-zkkm6RnI/AAAAAAAAAp0/eDzB_H967zs/s72-c/flyer.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2227632747999364581</id><published>2011-12-18T22:26:00.006+01:00</published><updated>2011-12-19T00:49:44.836+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: Freitag in Bildern</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Ich bin noch einmal im &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.dam-online.de/"&gt;DAM&lt;/a&gt; und kann nun gänzlich ungestört, weil: allein, zwischen den Stühlen wählen. Im zweiten Stock umlaufen Videos mit den Projekten des Frankfurter Architekturbüros schneider+schumacher einen riesigen Kubus in der Etagenmitte. Und obwohl es eher unprätentiöse und kalte Bauten sind, die da zurückgeworfen werden, muss ich werweisswarum an die massenvolle Leidenschaft einer Tawaf denken, in der die Pilger am Ende ihrer Hadsch um die Kabaa in Mekka strömen.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-Hyy5FtQugyc/Tu5njTnp5cI/AAAAAAAAAo4/X-KaWBHPRuM/s1600/DAM.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 209px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-Hyy5FtQugyc/Tu5njTnp5cI/AAAAAAAAAo4/X-KaWBHPRuM/s400/DAM.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5687597235675194818" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nebenan im Städel zu den &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1351"&gt;Alten Meistern&lt;/a&gt; steigen die Stufen bis rauf unters Dach. Und dort tippeln dann spanische Gruppen aneinander vorbei und ineinander über und vermischen sich lösen sich voneinander und tänzeln wieder ihren Guides hinterher.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-cXTP-Ssdu4o/Tu5vG5D3vqI/AAAAAAAAApQ/h8dYc-huBBU/s1600/altemeister.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 291px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-cXTP-Ssdu4o/Tu5vG5D3vqI/AAAAAAAAApQ/h8dYc-huBBU/s400/altemeister.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5687605543602470562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und ich stolpere durch die ungeordneten Räume von der niederländischen Renaissance in den deutschen Barock und den französischen Klassizismus. Und zwischendrin ist auch noch der Baselitz an die Wand getackert. Seltsam. Nur vor Morettos &lt;em&gt;Sacra Conversazione&lt;/em&gt;: halte ich wirklich inne.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-4WMgNu64UVg/Tu5p_lw8LhI/AAAAAAAAApE/LqfSazkvkOg/s1600/rahmen.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 250px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-4WMgNu64UVg/Tu5p_lw8LhI/AAAAAAAAApE/LqfSazkvkOg/s400/rahmen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5687599920605572626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und als persönliche Krönung erörtert die Kunsthistorikerclique weitschweifend und eloquent unten bei &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1306"&gt;&lt;em&gt;Beckmann &amp;amp; Amerika&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; die Entwicklung der Malerei des Künstlers. Das Triptychon &lt;em&gt;Departure&lt;/em&gt; sei, so der behornbrillte Schalträger, gänzlich ausserhalb seines Erfassungshorizontes. Er könne es nicht in die Schemata des Oeuvres einordnen; das Werk müsse ihm, so sehr ihn das auch schmerze, fremd bleiben.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-UKcIm4uwhX8/Tu5yX6tBDhI/AAAAAAAAApc/k8-bD3n_hmM/s1600/beckmann1.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 307px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-UKcIm4uwhX8/Tu5yX6tBDhI/AAAAAAAAApc/k8-bD3n_hmM/s400/beckmann1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5687609134636142098" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sau, Alter! Wenn ich da zuhöre, ist das ja beinah genauso grausig und spukhaft wie &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/mit-milbergs-im-museum/milbergs-museum-gogh-sonnenblumen100.html?time=0.8"&gt;olle Judith und Axel vor van Gogh&lt;/a&gt;. Beckmanns Gemälde nehmen mich nicht sonderlich mit, aber in ihnen kann ich sein unbändiges Verlangen nach Ungezwungenheit nicht übersehen. Denn in der künstlerischen Überwindung seiner Emigrationserlebnisse in die USA und der dadurch entstandenen Zwischenstellung zwischen alter und neuer Welt  zeigt sich die Übernahme des amerikanisch geprägten Freiheits- und Entwicklungssymbols des Grenzlandes, des &lt;em&gt;Frontiers&lt;/em&gt;. Und das allein reicht für den Eindruck.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-dnS1TcdxQOo/Tu537ZUzn6I/AAAAAAAAApo/LmC56-5bhoo/s1600/beckmann2.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 269px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-dnS1TcdxQOo/Tu537ZUzn6I/AAAAAAAAApo/LmC56-5bhoo/s400/beckmann2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5687615241709658018" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Später noch zu Christian nach Mainz. Und in der Bahn schaltet auf der Höhe von Rüsselsheim das iTunes-Shuffle endlich auf das Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bhcQZt7Z8LA"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/bhcQZt7Z8LA" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Ja, Panik &lt;em&gt;Nevermind&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2227632747999364581?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2227632747999364581'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2227632747999364581'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/freitag-am-schaumainkai-in-bildern.html' title='Frankfurt: Freitag in Bildern'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Hyy5FtQugyc/Tu5njTnp5cI/AAAAAAAAAo4/X-KaWBHPRuM/s72-c/DAM.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7361217743574900655</id><published>2011-12-16T01:19:00.002+01:00</published><updated>2011-12-21T22:54:35.471+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: Arbeitsweg</title><content type='html'>&lt;iframe src="http://www.youtube.com/embed/XV_kPayxYoE" allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" width="420"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe src="http://www.youtube.com/embed/P9MQa29sJIE" allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" width="420"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-7361217743574900655?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7361217743574900655'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7361217743574900655'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/frankfurt-hin-retour.html' title='Frankfurt: Arbeitsweg'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/XV_kPayxYoE/default.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7491088648787875311</id><published>2011-12-14T21:43:00.010+01:00</published><updated>2011-12-15T00:06:58.044+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: erster Regen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Die members der &lt;em&gt;picture alliance&lt;/em&gt; ahnen gar nicht, wie gut es ihnen geht. Klar, sie haben hier auf ihrer Etage nur eine kleine Küchenbox, in der sie sich gegenseitig auf die Füsse latschen oder, sollten sie sich ohne Vorwarnung drehen, mit den Hintern zwangsläufig aneinander ditschen. Daher treffen sich die members für eine kurze Plauderei lieber vor der Tür im Raucherwintergarten als auf den stylischen Bistrostühlen unter der Mikrowelle. Problemerörterungen und Workflowupdates können also durchaus mit der Frage beginnen: Wollen wir dabei eine rauchen gehen? Reminds me a bit of smoking &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://youtu.be/srjyCLupuuM"&gt;Rachel&lt;/a&gt; and her smell of success. Und draussen im Lichtkabuff überziehen sie dann ihren Kaffeeautomaten mit Schimpf und Schande und geifern gegen die dort ausgespuckte Plörre mit den angeblich lügnerischen Namen Espresso, Latte oder Choco.&lt;br /&gt;Ich bin wohl der einzige im zweiten Stock, dem der Café au lait gar zu munden scheint. Ich muss mich arg zurückhalten, das Zeug nicht Tasse auf Tasse hinunter zu stürzen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass das an meinen rudimentären Geschmacksnerven liegt. Und dieser mein verquerter Gusto kommt gewiss von der braunen Brühe, die im Berliner Newsroom normalerweise aus den Automaten schiesst. Aber ich muss sie dort ja nicht trinken, wenn ich hier so viel besseres haben kann. Und die members ahnen gar nicht, wir gut es ihnen geht.&lt;br /&gt;Am Abend sind im &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.dam-online.de/"&gt;DAM&lt;/a&gt; kaum Besucher, obwohl die Woha-Ausstellung erst Anfang Dezember begonnen hat. Als vereinzelte Monolithen stehen luftdurchlässige Hochhausentwürfe in der riesigen Ausstellungshalle und die offenen Fassaden der Modelle sind überwuchert von grünem Filz, der wie Moos über die Gebäudefronten wandert. Die Projekte sind im Sinne einer &lt;em&gt;atmenden Architektur&lt;/em&gt; ausschliesslich in und für Südostasien entstanden, wo zum sterilen europäisch-amerikanischen Skyscraperstereotyp ein renaturalisierter, komplexer Gegenpunkt konzipiert werden soll.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-7_k0XKjNiEI/TukkVOWybtI/AAAAAAAAAos/yjcGxlNCB64/s1600/DAM.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 203px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-7_k0XKjNiEI/TukkVOWybtI/AAAAAAAAAos/yjcGxlNCB64/s400/DAM.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5686115951581490898" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und der olle Aufseher verfolgt mich gewollt ungewollt durch die Ausstellung. Er beobachtet mich und nimmt wohl an, ich wolle ihm die kleinen Drahtbäumchen von den Designs kratzen. Als ich später in die Frankfurter Nacht heraustrete, fällt mir kalter Regen auf die Schultern und in meinen Kopf rieselt das Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/hTpfq9Mkhgo"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/hTpfq9Mkhgo" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Villa Nah &lt;em&gt;Rainmaker&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-7491088648787875311?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7491088648787875311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7491088648787875311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/frankfurt-erster-regen.html' title='Frankfurt: erster Regen'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-7_k0XKjNiEI/TukkVOWybtI/AAAAAAAAAos/yjcGxlNCB64/s72-c/DAM.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-1463981970160747546</id><published>2011-12-13T20:14:00.002+01:00</published><updated>2011-12-13T21:23:55.198+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: erster Anlauf</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Heute lassen mich die members der &lt;em&gt;dpa picture alliance&lt;/em&gt; fleissig Deskriptoren verteilen. Da gibt es dann ein Foto und auf dem Foto im günstigsten und häufigsten Fall eine Situation. Und die muss in fetten und treffenden Schlagwörtern beschrieben sein. Easy-peasy!, denk ich. Easy-peasy?, fragt die Praxis.&lt;br /&gt;Es gibt aber nicht nur eines, sondern hunderte Fotos täglich. Nach dem vierten Haubenentenbürzel auf einer Wiese in der Nähe von Tromsø (Landschaft, Natur, Tiere, Ente, Haubenente, Vögel, Wiese, Wasser, Gewässer, Rückansicht, sitzen, Gras, Schilf, Ufer, Nahaufnahme, Bürzel, Sterz, Ornithologie, Körperteil, Jahreszeiten, Herbst) und dem achtzehnten Sonnenaufgang mit Verladehafensilhouette an der Kieler Förde (Morgen, Dämmerung, Sonnenaufgang, Landschaft, Industrie, Wirtschaft, Transport, Verkehr, Schiffe, Gewässer, Wasser, Ostsee, Spiegelung, Reflexion, Hafen, Kräne, Gegenlicht, Silhouette, windstill) gebe ich es auf, jedem Foto mit jeweils individuellen Deskriptoren gerecht zu werden.&lt;br /&gt;Bin dennoch sehr begeistert. Die members machen mir richtig Spass. Zum Mittag hatte ich das Toasted Sesame Panino mit frischem Mangold, Tomaten und Büffelmozzarella. Und aus dem Walkman das pampige Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/cSKZMQSPtZA"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/cSKZMQSPtZA" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Smith Westerns &lt;em&gt;Be My Girl&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-1463981970160747546?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1463981970160747546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1463981970160747546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/frankfurt-erster-anlauf.html' title='Frankfurt: erster Anlauf'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-6882175951123189971</id><published>2011-12-12T22:01:00.003+01:00</published><updated>2011-12-13T00:07:27.442+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: erste Schicht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Im Frankfurter dpa-Haus empfinde ich alles viel stiller als in Berlin. Oben unterm Dach, so höre ich auf meinem Rundgang durch die Büros munkeln und von Mund zu Ohr berichten, gäbe es eine ziemlich betagte Hausbewohnerin. Sie lebe dort und es dürfe mich nicht wunder nehmen, sollte ich einmal im Lift dieser kauzigen Alten begegnen. Schönste Anlehnungen ploppen in meinen Kopf: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=b1v4BYV-YvA"&gt;Miss Sophie&lt;/a&gt;, &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=leWDtCjX1jg"&gt;Joan Fairchild&lt;/a&gt;, olle &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=TfkhFTkSDko"&gt;Daggi Koller&lt;/a&gt;, oder &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=91iJlOfWzJA"&gt;Leni-Plaudertasche&lt;/a&gt; im Pünktchenkleid. Hach, als könne ich es kaum erwarten, sie zufällig zu treffen.&lt;br /&gt;Und herzlich in ihre Mitte nehmen mich dann die members der &lt;em&gt;picture alliance&lt;/em&gt; auf, mit denen ich die kommenden zwei Wochen zusammensein werde. Im langen Archiv lagern abertausende Fotografien und auf den Servern gewiss noch zehn mal abertausende mehr. Ich recherchiere nach historischen Kinderarbeitsbildern, in denen Zwölfjährige in dunkelbraunen Lumpen am Eingang zu schwarzen Kohlestollen stehen. Und nach Fukushima-Geigerzählern, nach Velofahrern auf dem Berliner Schlossplatz und nach dem Gruppenbild mit den Herren Sussmann, Schostakowitsch und Eisler. Die members reissen am laufenden Band Witze und füllen als Massnahme für eine saubere Akustikatmosphäre ein klimperndes Sparschwein mit Fluchverbotsmünzchen. Ich fühle mich aufgehoben, schimpfe nicht und werde so nicht ärmer.&lt;br /&gt;Am Abend gibt es Pastataschen mit Rucola-Frischkäse-Füllung und geraspeltem Parmesan. Die Mitbewohner sind nicht daheim und drübem läuft das Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/hTctX4xSs7c"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/hTctX4xSs7c" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Angus &amp;amp; Julia Stone &lt;em&gt;And the Boys&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6882175951123189971?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6882175951123189971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6882175951123189971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/frankfurt-erste-schicht.html' title='Frankfurt: erste Schicht'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5254217560613332445</id><published>2011-12-10T23:06:00.002+01:00</published><updated>2011-12-11T00:00:32.289+01:00</updated><title type='text'>Frankfurt: erster Tag</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;ICE Berlin Frankfurt; und ich hätte gern den versprochenen Nutzen der teuer bezahlten Ruhezone im Wagen vier. Aber jetzt böse zu meiner Tischnachbarin im türkisfarbnen Stickjäckchen überm türkisfarbnen Strickpullover und der geschmacklosen Perlenkette rüberzuzischeln, sie solle doch bitte sofort das sinnentleerte Geschwafel unterlassen, kommt mir doch überheblich, anmassend und zum Erreichen der allgemeinen Ruhe kontraproduktiv vor. Stattdessen erzählt sie weiter mit ihrer näselnden Stimme von der Wohnung, die man doch nun, da sie leer stehe, an Suse, Jana, Michael oder Stefanie vermieten könne. Und auf dem Tisch vor ihr liegt ein Jo-Nesbø-Roman, auf dessen Buchtitel eine Fussspur im Schnee aufgedruckt ist. Vis-à-vis sitzt ihr Ehemann in Jeans und grauem Karomusterpullover aufrecht und starrt, während sie ihn unterhält, gebannt durch das Panoramafenster auf vorbeiwischende Dörfer und flache graue Felder, die unbemerkt in den tiefen Himmel über Niedersachsen übergehen.&lt;br /&gt;Später zwischen Hanau und Frankfurt sticht die kräftige Sonne ins Abteil und halbiert alle Gesichter in hell und dunkel. Etwas entfernt zieht eine Boeing hinauf ins Azur, während hier unten die ersten Dächer Frankfurts auftauchen und die Gleise Schrebergartenanlagen in der Mitte durchschneiden.&lt;br /&gt;Mein Spaziergang durchs Gutleutviertel endet bei den sterilen Lofts am Mainufer und flussabwärts legt sich ein warmes Abendlicht über das Wasser. Vielleicht wird alles ja doch ganz fly; und durch meine Kopfhörer rauscht das Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Qv_zsxoqLX0"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Qv_zsxoqLX0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Aufgang &lt;em&gt;Channel 7&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5254217560613332445?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5254217560613332445'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5254217560613332445'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/frankfurt-erster-tag.html' title='Frankfurt: erster Tag'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7841335136670017119</id><published>2011-12-06T19:28:00.003+01:00</published><updated>2011-12-06T21:24:34.435+01:00</updated><title type='text'>Stockholm, 10 a.m.</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Der Morgen am Arlanda Airport. Mein Gate bleibt weiter für eine reichliche halbe Stunde geschlossen und der Flieger steht noch nicht draussen vorm Hangar. Die riesige Fensterfront flutet die Wartehalle in ein königliches Licht. Und es sind unfassliche Bilder, die heraufkommen, wenn das brache Rollfeld unterm feuchten Nachtteppich liegt und dahinter vorm Himmel eine stille, tiefe Morgensonne heraufsteigt und lieblich in die müden Augen stichelt. So wie vor ein paar Tagen noch in CobyCounty, dem schimmernden Ende unserer Welt, als Leif von Wim berichtete, der mal was mit CarlaEins, mal was mit CarlaZwei hatte, und Frank, der immer noch in Wesley verliebt war.&lt;br /&gt;Aber hier ist es heute klarer und draussen malen graue Reifenspuren ausladende Schwünge in den dünnen Frühreif, die sich gegenseitig zerschneiden und auseinanderwachsen; so als würden sie ziellose Wege markieren, die nirgendwo anfangen und niemals enden. Die Gesichter der anderen Wartenden sind vom Morgen gezeichnet. Mir hängen noch die Nächte in den Gliedern. Nächte, in denen wir vorm &lt;em&gt;Kulturhuset&lt;/em&gt; beinah in einen Faustkampf geraten wären, während drin Rihanna grottig von Rude Boys sang. Im &lt;em&gt;Debaser&lt;/em&gt; haben wir lautstark lamentiert, dass Stockholm ja auch immer ausladender und die Leute immer rücksichtsloser werden würden. Im &lt;em&gt;Seven Doors&lt;/em&gt; war das Bier recht teuer und wir haben uns mit freundlichen Norwegern unterhalten, die alle aussahen, als seien sie aus Independent-Plattencovern in die reale Welt gesprungen. Um ins rote &lt;em&gt;Privé&lt;/em&gt; zu kommen, mussten wir satte fünfhundert Kronen berappen, und wir gingen trotzdem rein, obwohl es schon früh am Morgen gewesen war und es unsere Müdigkeit eigentlich nicht mehr erlaubt hätte. Zumal im &lt;em&gt;Privé&lt;/em&gt; jede unbedachte Bestellung finanziell ins Unermessliche steigen kann. Die Frauen waren nicht die schönsten und versteckten ihre Unlust zu tanzen hinter dicken Schminkschichten, und sie bewegten sich nur ungelenk zu mistigem Raggaton. Der breite Türsteher, der dann irgendwann neben uns am Tresen hing, meinte mit seiner leisen aber starken Stimme, dass es oben in den Zimmern unglaubliche achtzehntausend Kronen für die Nacht kosten würde. Sowas war uns aber doch zu billig und wir traten raus in den kalten Adventsmorgen über Birger Jarlsgatan und die klare Luft flutete uns durch die Lungen und in die verrauchten Kleider. Irgendwo in einer nahen Seitenstrasse sang jemand ganz laut ein schwedisches Kinderlied, das nur ich nicht kannte, und irgendwie kam mir der Ausgang ab dann surreal vor,&lt;br /&gt;und als mein Flieger mittlerweile zwölf Kilometer über der Ostsee steht, zieht in der Ferne die klare Kante Usedoms auf und dahinter reissen die braunen Schnitte der Landwirtschaft ein ungeheures Felderflickenmuster zwischen die schwarzblauen Mecklenburger Seen. Windparks stehen dazwischen, und von hier oben sieht es aus, als spriessten tausende kleiner Gänseblümchen mitten hinein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="81" width="100%"&gt;&lt;param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F28934937&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed allowscriptaccess="always" height="81" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F28934937&amp;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Mount Washington &lt;em&gt;Lisboa&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-7841335136670017119?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7841335136670017119'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7841335136670017119'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/12/stockholm-10-am.html' title='Stockholm, 10 a.m.'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-4592077732809149889</id><published>2011-11-18T23:48:00.006+01:00</published><updated>2011-11-21T21:48:24.465+01:00</updated><title type='text'>Abendrée</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Nicht irgendeine spröde Feier plant der befreundete Kunsthistoriker, sondern, jawoll: ein Geburtstagssoirée. Aha. Erstma im Jehirne jegraben, was dit übahaupt sein soll. Soir, klar: Abend; da komm ich drauf. Ich Bauernsohn bin ja aber so gar nicht zuhaus in diesem höher gesellschaftlichen Fremdgespreche. Wenn ich Soirée höre, habe ich ja immer ein wenig Angst, dass im Laufe des Abends irgendjemand sein Clavichord vom Rücken abschnallen könnte und zeitlich ausschweifend Bachs &lt;em&gt;Wohltemperiertes Klavier&lt;/em&gt; vorspielte. Und das fände ich selbst bei all meiner Barockliebe doch arg anstrengend. Und zu so einem Soirée kann man auch nicht einfach hingehen, nein, man muss es &lt;em&gt;besuchen&lt;/em&gt;. Ach, aber ich nehme an, es ist sowieso nur Etikettenschwindel, und auch wenn &lt;em&gt;abendgesellschaftliches Ereignis&lt;/em&gt; draufsteht, liegen noch lange keine Wachteleier oder Kaviarmousse auf hingereichten Tabletts herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KNXrse-xujU;start=6"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/KNXrse-xujU;start=6" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;J. S. Bach &lt;em&gt;Prelude Nr. 5 in D&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-4592077732809149889?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4592077732809149889'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4592077732809149889'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/11/abendree.html' title='Abendrée'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8999126360568945393</id><published>2011-11-17T18:39:00.003+01:00</published><updated>2011-11-21T21:42:54.525+01:00</updated><title type='text'>Mattweiss</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Vis-à-vis zieht schwerfällig Fabrikrauch über die grossen Fenster der Maschinenhalle. Der junge Künstler in schickem Unterhemd malert unter den riesigen Scheinwerfern seines Ateliers Leinwände in mattes Weiss; er tritt nach wenigen Hieben ein Stück von der Staffelei zurück, bleibt stehen, dreht den Kopf über die linke Schulter und scheint mir für Sekunden direkt in die Augen zu schauen. Unten vorm Balkon schleichen die Scheinwerfer der Autos durch das milde Grau meiner Strasse. Hinter mir schraubt sich &lt;em&gt;Wintertime&lt;/em&gt; durch die Wohnung in Ekstase. Und der Künstler setzt neu an, zieht den breiten Pinsel wieder und wieder federnd über den Leinen, &lt;em&gt;Jesus to my ears&lt;/em&gt;, denke ich, ich sollte wieder mehr reimen und phantasieren, sollte gefangene Einfälle öfter verschütten; jeden Tag einmal ein neues reines Blatt beschmutzen. In geübter Geste streicht er mit den Fingerspitzen über die Wand und zieht farblose Furchen und Gräben in den Anstrich und schöpft so sein Muster in die Welt. Und morgen schreibe ich auch wieder: mehr als die täglichen Korrespondenzen. Und über das blosse Obligo hinaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/eznk0mQO5BI"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/eznk0mQO5BI" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Yeasayer &lt;em&gt;Wintertime&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8999126360568945393?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8999126360568945393'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8999126360568945393'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/11/mattweiss.html' title='Mattweiss'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2695661738238850163</id><published>2011-10-10T14:41:00.002+02:00</published><updated>2011-10-10T14:56:47.617+02:00</updated><title type='text'>Von Badehosen und Kinderbüchern</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;font-size:85%;"&gt;Seit zwei Jahren läuft das erste Mal wieder &lt;a href="http://www.myspace.com/beachhousemusic"&gt;&lt;span style="color:#666666;"&gt;Beach House&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; über den Plattenteller. Einfach weil draussen gerade diese Schatten leuchten, und es nach solcher Klarheit allein auf &lt;em&gt;Devotion&lt;/em&gt; klingen kann. Und genau so sah es damals, als wir einen ganzen Sommer beim Norweger verbrachten, am ersten wirklich warmen Tag Ende Juni aus. Beach House legten ihren Weichzeichner auf diese Landschaft mit Ferienhaus inmitten der kleinen Insel im Trondheimfjord; und auch auf uns: wie wir in der Mittagssonne mit schwarzen Badehosen und die Mädels in ihren gelben Bikinis und alle noch winterblass, aber dennoch mutig, um die Wette übern Anlegesteg ins dunkle Wasser köpperten&lt;cck&gt; und wie wir dann erschraken, weil uns vor Eiseskälte beinah das Herz stehenzubleiben drohte. Still ist es gewesen, als wir ein wenig raus in den Fjord schwammen, und nur fern vom Ufer her hörten wir die Luft in den Grashalmen rauschen. Und wenn wir untertauchten, war auch ins Meer der blaue Himmel eingebrochen und hellgelbe Strahlen stachen durch die Oberfläche und flackerten uns Muster auf die Körper.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach lagen wir, gestrandet aus einer anderen Welt, mit nassen Haaren und schnellem Atemholen und mit heftigem Herzschlag im Gras, und der zarte Wind und das leise Licht, das munter durch die Baumwipfel spritzte, trockneten uns die klaren Tropfen von der Gänsehaut. Wir schliefen nahe am Ufer. Und dann las ich den anderen aus norwegischen Kinderbüchern vor, die wir tags zuvor im Bettkasten entdeckt hatten. Ich verstand kein Wort und die anderen kringelten sich ob meiner Aussprache vor Lachen, weil es klang, als sei ich selbst noch ein Vorschulkind, das sich soeben das Lesen beibrachte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend stand drüben vorm schwach leuchtenden Fenster des Sommerhauses ein Schwarm kleiner Mücken. Und vom Festland her tönten die Trompeten und Saxofone des jährlichen Jazzfestivals und kleine Kerzenlampions malten die ferne Uferpromenade in die junge Dämmerung ein. Den ganzen Tag lang hatten wir nichts ausser ein wenig eingeschnittenes Obst gegessen und am Abend plünderten wir den farbenfrohen Giftschrank der Natur. Später sassen wir dann mit gelben Augen und kurzen weissen Stoffhosen und pfiffen auf Gräsern die fernen Jazzmelodien mit. Allmählich vergassen wir einer nach dem anderen unsere Sommerpläne. Gespritzt tranken wir den Weisswein aus dem Tessin, den ich Wochen vorher in Kisten nach Norwegen vorausgeschickt hatte. Und als das Festival zu Ende ging, legten wir Platten von Beach House auf, verfolgten, wie sich Milliarden von Sternen im Wellenspiegel des Fjord noch einmal vertausendfachten; und wir betteten unsere Köpfe gegenseitig in den Schösse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am nächsten Morgen aufwachte, stand die Sonne ganz flach überm Ufer. Das klamme Gras hing in den schlafenden Gesichtern der anderen. Nur der Norweger sass mit angewinkelten Beinen unten am Fusse des Bootssteges. Und als er mich kommen sah, lachte er, sprang auf und wir beide flitzten beherzt über die Holzplanken bis sie vor uns abbrachen und wir mit klatschenden Bomben einen langen, schönen Sommer begannen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2695661738238850163?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2695661738238850163'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2695661738238850163'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/10/von-badehosen-und-kinderbuchern.html' title='Von Badehosen und Kinderbüchern'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2298805414311942123</id><published>2011-09-19T14:29:00.002+02:00</published><updated>2011-09-19T14:35:08.297+02:00</updated><title type='text'>Gigantische Gefilde</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Und dann kam Betty. Ich sass wie beinah jeden Sonntag auf den Granitstufen zum Pergamonaltar und starrte auf die steinernen Leiber der Gigantomachie. Rechts und links und oben und unten stoben derweil Besucher wie blinde babylonische Kavaliersreisende vorüber. Ich studierte in monströse Kunst geschlagene Schändungen und Unterwerfungen: gerissene Rümpfe inmitten zerklüfteter Gesichter, den erbarmungslosen Göttern zugewandt, als hätten die ein Ohr, ein Herz; Bälger in Stücke geschmettert, vom Krieg gekrümmte Rückgrate, entstellte Kämpfer, niedergestreckt und der Leibhaftigkeit beraubt, fleischigste Muskelkraft spielend von zarten Gebietern überwunden, auf den Erdboden gestampft liegen Körper auf Körpern und rein gar nichts am Altar zeugt von irgendwelchen Knabenmorgenblütenträumen. Nein, die Leiden der Titanen ersticken im erlösenden Exodus. Aufs Papier formte ich Sätze nach ihrem Bilde und übersetzte das, was da in den Fries gehauen ist, in das, was ich sah, und das, was ich sah, in das, was bleiben soll. Und dann kam Betty. Betty aus Connecticut. Und setze sich schräg hinter mich, schaute mir über die Schulter in meinen Notizblock und fragte, ob an Tagen wie diesen, an denen sich der graue Himmel über Berlin bis hinein in die riesigen Hallen erstreckt, Schreiben überhaupt noch irgendetwas erhalten könne.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2298805414311942123?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2298805414311942123'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2298805414311942123'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/09/gigantische-gefilde.html' title='Gigantische Gefilde'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5557872771241360148</id><published>2011-09-14T12:56:00.001+02:00</published><updated>2011-09-14T12:58:49.947+02:00</updated><title type='text'>Heimische Gefilde</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Und charmant stand’s frisch herausgeputzt im An- und Verkauf an der Frankfurter Allee: von nun an zieht ein goldnes Velo meine Spur. Die grob vernarbte Stadt spalten und sich untertan machen; zur Orientierung zerstückle ich sie in Quartiere, die mir lieb, in andere, die mir zuwider sind. Ich fliege mit den geschäftigen Flügelschuhen des reizenden Hermes durch asphaltierte Berliner Mitte-Schluchten und glotze zum hundertsten, als wär’s das erste Mal, in riesige Baugruben und über charakterlos hingerotzt glatte Neubaufassaden. Herrgott, wie sich drunter die vermeintliche Avantgarde zeigt!, die so dermassen von vorgestern ist. Und einer meint allen Ernstes, im Nach-Hause-Kommen löse sich das Outrierte seiner Form in Evidenz auf. Pff. Jeder erzählt es auf eigene Art, alle meinen dasselbe: eigentlich sollte hier irgendwo ein Zuhause sein! Jedoch: nur für ein kurzes Stück: für die Dauer einer geschwinden Fahrt flackert’s auf am Fusssteigrand über den gusseisernen Hoftoren auf den verwitterten Supraporten. Dahinter, wo der hinreissende Wedding scheppert! Wo rostige Fahrstühle durch Fabrikbrachen poltern und rote Backsteine von der Last gemauster Jahre knarzen, kauert mittendrin—leise und unaufgeregt: das rätselhafte Aroma frisch gebratener Erdäpfel.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5557872771241360148?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5557872771241360148'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5557872771241360148'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/09/heimische-gefilde.html' title='Heimische Gefilde'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-1865351929011422470</id><published>2011-09-09T14:27:00.004+02:00</published><updated>2011-09-19T14:36:09.558+02:00</updated><title type='text'>Eigenartige Gefilde</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Und vorgestern habe ich dann das ferne Erzgebirgshäuschen verlassen, dessen alte Holzstiegen lange unter meinen festen Schritten knarrten. Draussen sprang ein klares silberglänzendes Wasser, an dem gescheckte Kälber mit ihren Mutterkühen im satten Gras standen. Schlanke Birken malten kühle grüne Schatten auf die Weide. Und in der Stube diese herrliche Enge, die mich in unbeobachteten Momenten auf mich selbst zurückwarf und ins Verschwinden verkleinerte. Ach, ich verfiel den Wegen meiner Jugend und hatte dennoch keine Angst. Hier war ich mit fünfzehn zum ersten Mal unendlich verliebt. Und mit sechzehn zum zweiten Mal, dann aber auf ganz andere, ganz neue Weise. Ein halbes Jahr lang roch es überall nach Grünen Fratzen und die Zeit zählte nicht nach Tagen oder Wochen, sondern nach Blütenständen und Wetterumschwüngen. Ich las dicke schwarze Brombeeren im Spätsommer, beizte das Holzhaus für den peitschenden Herbst, spaltete Baumstämme für einen warmen Winter und pflanzte gelbe Krokusse für den nächsten Frühling; im grossen Lauf erst öffnete sich der kleine Augenblick. Und des nachts zog ein Rauschen hunderter Heimchen durch die Büsche und legte Ton auf Ton in Hall und Widerhall. Aber schlussendlich ging ich dennoch retour in den Wedding. Und Berlin startet nun zum dritten Mal von neuem.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-1865351929011422470?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1865351929011422470'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1865351929011422470'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/09/eigenartige-gefilde.html' title='Eigenartige Gefilde'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5856952378319028598</id><published>2011-06-16T01:03:00.000+02:00</published><updated>2011-06-16T01:24:30.001+02:00</updated><title type='text'>τρίπτυχος</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; Soeben ist der Mond aus dem Erdschatten getreten. Nun steht er mir wieder genau und klar im Fenster.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;~*~&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Monaten ist der Grossvater gestorben. Am Ende hat er nicht mehr gesprochen. Klein und dünn lag er da nur noch im Bett und alles, was er konnte, war, seine klaren, blauen Augen gross und fragend aufzureissen. Es schien, als konnte er gar nicht glauben, wie ihm geschehe. Gerade ihm, der ein Leben lang so viel zu erzählen hatte, waren die Sprache und das Atmen lahm geworden.&lt;br /&gt;Er hat sich stets so tief erinnern können. Seine Geschichten hörten nie auf; und zuweilen meinte ich, er müsse schon dreimal hundert Jahre gelebt haben, um all das hineinpacken zu können, was er vortrug. Und während er eins aufs andere erzählte, war mir bereits bewusst, dass ich nur einen Bruchteil alldessen behalten würde. Sei mein Vergessen nun dem Umstand der späteren Generation, sei es dem des jüngeren Alters geschuldet; aber so verschwinden nun mit ihm manche dererlei Begebenheiten und verhungern als vergilbte Bilder und angerissene Dias ganz unten im dicken Eichenschreibtisch.&lt;br /&gt;Von ihm weiss ich, wo ich herkomme; ihm sagte ich, wohin ich will. Als er mich einmal in Berlin besuchte—das ist nun schon einige Jahre her—, hatte er nur etwas daran auszusetzen, dass ich im Dachgeschoss wohnte und er deswegen sechs Stockwerke hat steigen müssen. Alles andere aber stellte ihn zufrieden. So wie er zwar zu vielem seine strikte Meinung hatte, aber dennoch am Ende des Tages uns alle unterstützte. Ich glaube, von ihm her greift auch die Angewohnheit, dass die ganze Familie sich untereinander täglich spricht, nur um zu erfahren, wie es jedem gehe und was es neues gäbe.&lt;br /&gt;Meine halbe Kindheit habe ich bei meinen Grosseltern verbracht. Die Grossmutter hatte immer sehr warme Hände und Unterarme, während hingegen die Fingerspitzen des Grossvaters oft ganz kühl waren. Dann rieb er die Handflächen aneinander und versuchte, so wenig fröstelnd wie möglich auszuschauen, wenn er den nächsten gewinnenden Halma-Sprung vorbereitete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;~*~&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Vor vier Wochen ist die Urenkelin des Grossvaters zur Welt gekommen. Lara ist das schönste Mädchen, das ich kenne.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5856952378319028598?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5856952378319028598'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5856952378319028598'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/06/blog-post.html' title='τρίπτυχος'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8273734801435068818</id><published>2011-05-30T00:00:00.001+02:00</published><updated>2011-05-30T00:05:03.183+02:00</updated><title type='text'>Altanfänge</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Ich lebe wieder in den Bergen. Seit Monaten schreibe ich nichts. Weil es nichts zu schreiben gibt. Jeden Morgen kräht der einsame Hahn unterm beschlagenen Fenster und jeden Abend schnattern garstige Wildenten übern Dorfteich. Die tiefsten Nächte liegen duster und lieblich leise unter den Sprengseln von hundert Billionen Sternen. Und danach halbierte Tage, in denen die Sonne mal die Holzplanken der einen mal der anderen Hausseite mit mildem Sommerbraun bestreicht.&lt;br /&gt;Hier unterm Spitzdach, wo die Wände alt und vertäfelt sind, fallen Lichttrapeze schräg durch die Luken und liegen quer über Horaz und Brasch und &lt;em&gt;Infinite Jest&lt;/em&gt; auf dem massigen Schreibtisch. An den Wänden über der Stiege hängen alte Fotos, die ich nicht kenne, mit Leuten drauf, die wir einmal waren. Aus der dunklen Ecke tönt &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://ravekommissionen.blogspot.com/"&gt;jj&lt;/a&gt;'s somnambules &lt;em&gt;nº3&lt;/em&gt; vom Plattenspieler und spannt das Denken zum Trocknen in die Mittagssonne. Morgen wird derselbe Tag wie heute sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;jj &lt;em&gt;my life&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/32vGLI2YOJU"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/32vGLI2YOJU" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8273734801435068818?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8273734801435068818'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8273734801435068818'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/05/altanfange.html' title='Altanfänge'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5201173002318340757</id><published>2011-01-23T23:52:00.000+01:00</published><updated>2011-01-23T23:53:17.196+01:00</updated><title type='text'>Ithaka: Chemnitzer Manierismus</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Das ist nicht Ithaka. Ithaka hat nachts blaue Berge und diffuse Strassenlampen säumen geräumige braune Ebenen. Zehn Jahr ritt auf rauer Planke ich segelte an planlosen Rahen Stunde um Stunde. Durch die bekannte Welt und ihre verruchten Schatten. 's geht's Gerücht, sagt Mickel, ich sei zurückgekehrt.&lt;br /&gt;Einer der neuen Wachtmeister, die mich Zwickauer Ecke Martha-Schrag-Strasse anhalten, Fahrzeugpapiere Fahrerlaubnis bitte, fragt, wem denn überhaupt das Auto gehöre, in dem ich da sitze, als ich mit frostigen Fingerkuppen den Müll aus dem Handschuhfach auf den Boden reisse und unterm fremden Taschenlampenkegel der Fangarme nach meinen Fleppen suche. Sechs Hundeköpfe mit zwölf scharrenden Läufen kläffen zu den Füssen seines halbierten Leibes. Und gegenüber an der Beifahrerseite starrt der Mund des anderen mit keinen Augen, keiner Stirn, keinen Ohren ins Wageninnere. Über unsere Köpfe und Rümpfe türmen zwei Schemen ihre dreckigen Dialekte in die Nacht.&lt;br /&gt;Später, am &lt;em&gt;Weltecho&lt;/em&gt;, rennen Schweine und Jungs über die Falkestrasse, Bergwölfe und mähnigte Löwen durchs Stiegenhaus und verschlingen oben das reiche Buffet mit Käse, Brot und gelblichem Honig und drüben über den Hof den ausladenden Vorrat an regionalen Rotweinen. Damit ich das alte Bild der Herkunft gänzlich vergässe, entschallt den Lautsprechern ein schmeichelndes Aiaia, gegen das kaum ein Kraut gewachsen ist. Mittendrin katscht die schöngelockte Göttin auf weissen Lakritzstangen. Die Nacht ein besprenkelter Baldachin überm backsteinernen Industriegelände. Eine Tür fällt rieselnd in Staub. Und das Haus der Technik &lt;em&gt;&lt;/em&gt;trägt hundert schwarzgeränderte Glasaugen.&lt;br /&gt;Drei Runden über den Stadtring und mittendrauf auf die Brückenstrasse springen vor unsere Füsse verschmückt mit buntgliedrigen Federn, dressed to overkill, ziellos schwankend drei Töchter des Vorgebirges. Unsere törichten Herzen hören auf ihren Rat, im &lt;em&gt;Starlight&lt;/em&gt; sei abor doode Hose, do missder fei ned nei gieh. Sie verraten uns eine Zukunft. Hinterm Rausschmeisser ist nicht zu erkennen, aus was genau der auf Flyern angepriesene Nineties Sound bestehen soll. Wir wenden unerhörtes Schicksal ab, wollen nicht an Geschmacksklippen zerschellen. Irgendwo zwischen den Schluchten ertönt ein Martinshorn. Die künstliche Nacht wirft dunkle Augenränder übern Marx-Nischel auf dem Trottoir vis-à-vis.&lt;br /&gt;Vorbei vier Jahre oder Stunden oder Nanosekunden und zwischen silberblinkendem Kanal und Beckerstrasse, wo Pappelweiden nach Gutdünken entkeimen, drückt sich von der einen zur anderen Wand verwachsen im gekachelten Treppenaufgang zum &lt;em&gt;Delsol&lt;/em&gt;: der Einäugichte. Mich entsetzt das raue Gebrüll in ambrosischer Nacht. Ich sei Niemand. Beidseitig zerzupfte Brauen kräuseln eine gebräunte Stirn über dem feurig zischenden Auge. List hilft nichts, ich würde einfach nicht zu den anderen Gästen passen, nicht in den Club kommen, so ein Ding, so ein elender Wicht, so ein Weichling. East 17 prallen an die Fliesen. Aber ich will keiner sein, der Sonne, der Erde auf sich trage.&lt;br /&gt;Und ich geh mit wenig Freunden dorthin, wo keiner war und keiner ist, zu errichten ein Meer des Lichts darein einen Fels des Nichts. Ithaka bleibt seine eigene Mumie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6WNvxuPhe1Y"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/6WNvxuPhe1Y" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;MIT &lt;em&gt;Pudong&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5201173002318340757?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5201173002318340757'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5201173002318340757'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/01/ithaka-chemnitzer-manierismus.html' title='Ithaka: Chemnitzer Manierismus'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-4670900815939278513</id><published>2011-01-15T01:54:00.000+01:00</published><updated>2011-01-15T01:55:12.389+01:00</updated><title type='text'>Januar in Berlin</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;und gewaltige Schwärme stürmen in entsetzlichen Strudeln über dem matten Himmelsspiegel des Spreebogenparks. Hinter der Ecke Schiffbauerdamm Luisenstrasse klatschen zerfahrene Eisschollen an den Betonquai. Weit weg biegen sich die Kristallplanken des Lehrter Bahnhofs schwarzgrau über die zerschorfene Ebene und vom kurzen Atemholen des Winters schwitzen und schwelen beide gläsernen Büroschlote. Vögel wölben ihre Schläge zu weitem Wogenwühlen und versuchen vergebliche Manöver gegen die verwachsene Wolkentapete. Der Ostwind jagt die federnen Flanken auseinander und birst sich in ihre Flotte unwegsame Bahn. Jene Brüchigen und Haltlosen branden die Greife auf Laternenpfosten und Brückengeländer, in die Flugbahn lenken ihre Segel die Starken und Unerschütterlichen, steigen auf zum Scheitel und fallen noch im Steigen. Aufgetakelte Flaggen knallen in die peitschende Gischt. Der Himmel ist ein Meer und der dreigezackte Triton jagt den verschwommenen Helios durch sein geraubtes Reich, als trüge er in unentrinnbarem Schicksal den alten Zorn, den sein eigener Vater gegen den des anderen hegte. Aber den Sonnenlenker kümmert, sagt man, kein Schiffbruch der Welt, kein Schiffbruch Berlins; er weiß von nichts, als seiner seligen Insel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KzgQdOCGQYM"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/KzgQdOCGQYM" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Crystal Castles &lt;em&gt;Birds&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-4670900815939278513?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4670900815939278513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4670900815939278513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2011/01/januar-in-berlin.html' title='Januar in Berlin'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-6068358528173725498</id><published>2010-12-28T15:04:00.005+01:00</published><updated>2010-12-28T19:14:50.817+01:00</updated><title type='text'>Egoshooter: Schneeberg</title><content type='html'>&lt;object width="400" height="320"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Vfj3cjur5os?fs=1&amp;amp;hl=en_US&amp;amp;color1=0x3a3a3a&amp;amp;color2=0x999999"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Vfj3cjur5os?fs=1&amp;amp;hl=en_US&amp;amp;color1=0x3a3a3a&amp;amp;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="400" height="320"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6068358528173725498?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6068358528173725498'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6068358528173725498'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/12/egoshooter-schneeberg.html' title='Egoshooter: Schneeberg'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8604105613495015039</id><published>2010-12-11T02:49:00.002+01:00</published><updated>2010-12-11T02:51:34.489+01:00</updated><title type='text'>Im Nachtbass</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;und das alles nur wegen einer nicht mal guten Nachtgeschichte, die ihnen missfällt und in der sie diesmal nur aus Spass als dunkelblaue Schattenrisse mitspielen. Der Schnee vom Schuppendach drückt eine hellgraue Patina durchs Fenster auf ein fahles Gesicht, auf einen harten Hinterkopf, und nebenan hinterm Türspalt dröhnt Post-Dubstep vom Plattenspieler und kratzt an Ohren und süss küssenden Fingerspitzen. Gusseiserne Gartenmöbel liegen verbraucht zwischen kümmerlichen Ligustern, vereiste Brombeersträucher streuen letzte geklirrte Blätter über den Boden, das erste Mal schwärzt Bretons Wald aus Glas den lichten Horizont. Existenzen eines kurzen Sommers, der lange her und anderswo gewesen war. Sie langweilen sich, weil alles um sie herum, ausser sie selbst, mit krummen Adjektiven verschachtelt wird. Sie sind keine Protagonisten ihrer Geschichte, bloss Staffage zwischen Gartenstühlen und Glasbäumen, lediglich visuelle Reize neben tastenden Händen und reine Vorboten der bebenden Bassläufe, die sanft und weich Tote erwecken können, des wahnsinnigen&lt;br /&gt;Liedes des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/oOT2-OTebx0"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/oOT2-OTebx0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;James Blake &lt;em&gt;Limit To Your Love&lt;br /&gt;(Like a waterfall in slow motion)&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8604105613495015039?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8604105613495015039'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8604105613495015039'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/12/im-nachtbass.html' title='Im Nachtbass'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8046690956678297528</id><published>2010-11-06T00:07:00.005+01:00</published><updated>2010-11-06T16:05:56.422+01:00</updated><title type='text'>I'm watching you</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Initial credits und in der U8 lässt dieser graudürre Typ kein gutes Haar an seiner Ex (er bezeichnet sie durchweg fäkalvulgär dreisilbig, hier abgeschwächt, als Vulva aus den neuen Bundesländern), die ihm seit März nur 400, aber keinesfalls 700 Euro gegeben habe, also versuche sie doch schon wieder, wer sollt's ihr vergällen?, ihn von vorne bis hinten zu bescheissen, und er wolle sie gar nicht mehr sehn, die sehe ja aus wie ne Oma, ja, nee, is doch eklig. Und die Drogen scheinen durch ihn zu steigen oder auch noch nicht, und er ist schon ganz durcheinander, das letzte Mal holte er's von der Pankstrasse, aber da war's irgendwie verpulvert und auch dort habe man ihn beschissen, sagt er zu seinem Kumpel, sein Tageskontakt, der sich die ganze Zeit nur lächelnd maskiert und das Handy durch die Finger dreht, da gehe er nicht mehr hin, lieber wieder dahin, wo er früher gewesen sei, und wir fahren weiter, schweigend, bis Gesundbrunnen, der Display meines Mobiltelefons flackert auf, Bernauer Strasse, ein unbekannter Sender schickt mir den Text &lt;em&gt;I'm watching you watching&lt;/em&gt;, und am Rosenthaler steigt der Typ knapp, zurückbleiben bitte!, raus auf den Bahnsteig, schaut sich nach links, nach rechts um, seinem Intimus hinterher, trottet noch einen kurzen Moment, man on a mission, am Waggonfenster vorbei, wird vom Anrollen eingeholt, das Fenster fällt ihm über den Rücken ins Profil, und mit der abfahrenden Bahn verlassen auch wir, ein alltäglich nicht erinnernswerter Vorgang, die Szenerie, eine unter tausenden, in Richtung Kreuzberg. Fade out. Schnitt.&lt;br /&gt;Fade in und überall ist zu lesen, Ihr müsst es nur, wie ich, finden: Franziska und der kalmükenäugichte Ben, zum ersten Mal gemeinsam draussen auf der neuen planen Asphaltbahn, zwischen Neubauwaben ohne Bienenvolk, nur die Königin auf dem frischen und schwarztrocknen Teer, und Ben, zwei Köpfe grösser, verschliesst die Lippen und verschliesst ihre Augen mit Küssen, unter Franziskas Lidern explodiert die Sonne und sein höflicher Mund verbrennt ihr Kinn und die leichtblaue Haut ihrer Armbeuge. Schnitt. Und diesmal: &lt;em&gt;I'm watching you reading.&lt;/em&gt; Schnitt. Und meine Faszination steigt an, als von draussen neben der S-Bahn, einsame Strassenlaternen ihre gelben Standarten auf feuchte Fensterscheiben wischen. Das Dunkel baut einen Tunnel, und Bahn und Szene streifen an den engen schwarzen Wänden, und im matt gekratzten Glas, als Abbild unter der rückwärts laufenden Stationsanzeige, sitzt mit dunkelbraunen knöchelhohen Wildlederstiefeln, übergeschlagenen Beinen unterm karminroten Mantel, der ganz leicht auf den zarten Hüften aufliegt, einen losen Strauss Chrysanthemen im Schoss, dessen Mauve offen von den Knien ragt, Lederhandschuh und Gebinde in einer Hand unter der weissgelben Knopfleiste, also sitzt, als vergessene Erscheinung aus der verklärten Vergangenheit, wartend und gedul//Cut. Geschichten bleiben stehen, werden nicht zu Ende erzählt, eine Ästhetik des Bruchs schreibt gestaltete Sätze und tausende Ausgänge. Exit only. No credits.&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fcUeQfTrZqU&amp;amp;start=22"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/fcUeQfTrZqU&amp;amp;start=22" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Shearwater &lt;em&gt;Century Eyes&lt;br /&gt;(Remember the wrecks of those elegant ships)&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8046690956678297528?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8046690956678297528'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8046690956678297528'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/11/im-watching-you.html' title='I&apos;m watching you'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2864585320839468355</id><published>2010-10-29T22:54:00.005+02:00</published><updated>2010-10-30T01:33:11.124+02:00</updated><title type='text'>Kreuzberg: Remarriage.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TMs6EA-bNII/AAAAAAAAAoA/hVFnBj_zL2U/s1600/GoldH%C3%B6he.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 218px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TMs6EA-bNII/AAAAAAAAAoA/hVFnBj_zL2U/s400/GoldH%C3%B6he.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5533580407810503810" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Freitag und schwarzleicht säuselt es von den erzgebirgischen Kammlagen herunter. Vorm Fenster hängt seit einer halben Stunde diese Fototapete, auf der neben dem Gasthof zur Goldenen Höhe kleine Ahornschatten von der Nachtsonne abgewaschen werden. Unten im Garten wettstreiten monotone Heimchen gegen pfeifende purpurviolette Asternsträucher. Seit zwei Wochen hat es nicht mehr geregnet und mir fällt die Decke auf den Kopf.&lt;br /&gt;Sonntag und in der Küche des Schwaben spuckt der Toaster Brotscheiben mit bernsteinenen VfB-Emblemen auf die schwarzen Teller. Es ist um sieben am Abend und einige Nachbarn lärmen und trillern an ihren Fenstern gegen Pipapoprobleme der Stuttgarter Oberschicht. Im Wintergarten, während nebenan &lt;em&gt;Shelter&lt;/em&gt; läuft, fragt er mich, warum ich zu ihm gefahren und nicht zu meinem Klassentreffen gegangen sei. Ich bleibe stumm und kenne tausend Gründe.&lt;br /&gt;Montag und eisige Schneekristalle schlagen mir von allen Seiten ans Kinn zwischen St. Galler Feuer-, Kugel- und Brühlgasse auf dem Weg zur Katzschen Stiftsbibliothek. Über den Strassen fledern klatschnasse Wimpel mit zerlaufenen Wappen aus Beilen, Rutenbündeln und steif flatternden Bären. Der spätbarocke Saal legt sich klein und prächtig und holzen mit allerlei Stuckaturen, Pfeilern und Pilastern um die Bücher. Goldfolien ranken über die Galerie und schlingen an Konziliargemälden und Camaieuen vorbei. Ich habe hier, so steht das Gefühl, nichts verloren.&lt;br /&gt;Freitag und in der Kreuzberger Kneipe, nur einen Pedaltritt vom neuen Zuhause entfernt, zwischen schlampig Selbstgedrehten und Tegernseer Hellem, perlrubinroten Trainingsjacken und kauzigen Twenty-Something-Theaterwissenschaftlerinnen, untermalender Mehmet-Scholl-Compilation und aufgeplatzten Couchsitzflächen, flimmert der Israelstreifen des Bayern; und die fürchterlichen Filmbesucher werden als Gesichter mit flammenden Masken zurückgedrängt ins Sepia des Raums.&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/UfTfHTUUee4"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/UfTfHTUUee4" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;The xx &lt;em&gt;Shelter&lt;br /&gt;(Can I make it better with the lights turned on?)&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2864585320839468355?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2864585320839468355'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2864585320839468355'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/10/kreuzberg-remarriage.html' title='Kreuzberg: Remarriage.'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TMs6EA-bNII/AAAAAAAAAoA/hVFnBj_zL2U/s72-c/GoldH%C3%B6he.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7620482300821957714</id><published>2010-09-30T01:09:00.001+02:00</published><updated>2010-09-30T01:13:18.211+02:00</updated><title type='text'>Wedding: Divorce.</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Der Mitbewohner baut drüben laut und klirrend die letzten Schränke und Kommoden der Wohnung auseinander. In den anderen Zimmern stehen Pappboxen mit Müllresten auf dem Boden, auch in meinem. Er und ich schlagen nach fünf Jahren ab jetzt getrennte Wege ein. Ich sitze zwischen leeren Stühlen in der weiss gemalerten Küche, höre leise Musik, die nichts mit Berlin zu tun hat, und trinke meinen zweiten Futschi. Auf dem Tischchen liegt Reimanns &lt;em&gt;Alles schmeckt nach Abschied&lt;/em&gt;. Dunkel sitzt der Innenhof zum letzten Mal hinterm Fenster. Starrkalt beugt sich dürres Laub am majestätischen Kastanienbaum. Ende und Anfang greifen heute ineinander: Zum ersten letzten Mal weckt mich die zweifache Sonne an der leeren Zimmerwand. Das erste letzte Mal sehe ich am Morgen die schöne Nachbarin am Fenster gegenüber den alten Teekessel aufsetzen, während sie in ihren Hosentaschen nach Feuer für ihre Zigarette sucht. Zum ersten letzten Mal habe ich beste Balkonaussicht auf den täglichen türkischen lärmenden Hochzeitskorso. Das erste letzte Mal grüssen mich Volker und Heinz, die vorm Späti am Vormittag mit ihrem ersten Pilsator anstossen. Zum ersten letzten Mal fresse ich gierig den ordentlichen Dürüm im Dönerpoint Pank- Ecke Badstrasse. Das erste letzte Mal fragt mich das lesende Mädchen vorm Kaiser's nach etwas Kleingeld. Zum ersten letzten Mal heisst meine Haltestelle Brunnenplatz.&lt;br /&gt;Der Wedding ist voller herzschnäuzigster Berliner. Grüsse werden leise in den Hemdkragen genuschelt, Privattelefonate umso lauter durch den vollen Bus geschrien. Hunde scheissen überall aufs Trottoir und grell preisen Gemüsehändler billiges, halbverdorrtes Obst an. Frauen in Dienstleistungsberufen unterbreiten Lebensratschläge und die Türkenjungs im Mobiltelefonladen bieten supergünstige Spartarife. Hier kaufen dicke schwarze Ladies kartonweise Jim Beam, und dürre Penner tragen enge Lederhosen und Sandalen. Es gibt keine Velowege. Schätze liegen überall verborgen. Ich werde wiederkommen, um sie auszugraben.&lt;br /&gt;Nach sieben langen Jahren, die, &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.salbader.de/heft/nummer15/017.html/"&gt;wie bekannt ist&lt;/a&gt;, nicht mirnixdirnix herunterlaufen, sondern hart erarbeitet werden müssen, passt der Kiez endlich in meine kleine Westentasche. Bei all den Liebschaften und manchen Lieben hat als einziger doch der Wedding mein Herz erobert. Und zu allem Verdruss sehe ich gestern, wenn auch nur flüchtig und schemenhaft und immer noch schön, die ehemalige Sehnsuchtsdame zwischen den Regalen im Plus am Nettelbeckplatz. Das musst ja passieren. Und obwohl ich mit meinem Einkauf noch nicht fertig gewesen war, ging ich schnell zur Kasse, um ihr nicht aus Versehen über den Weg zu laufen. Ich wollte nichts hören und auch nichts erzählen. Und ich wollte keinesfalls herausfinden, ob sie mich überhaupt beachtet hätte. Jetzt endlich verschwindet sie auch physisch aus meinem Lebenskreis. Und vorbei sein wird diese ständige Bange vor dem treffenden Augenblick. Und doch bleibt der Wedding in mein Gemüt  geritzt.&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0p_Zo9hk0v8"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/0p_Zo9hk0v8" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;The Weakerthans &lt;em&gt;Sun in an Empty Room&lt;br /&gt;(Take eight minutes and divide by ninety million lonely miles, watch the shadow cross the floor, we don't live here anymore)&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-7620482300821957714?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7620482300821957714'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7620482300821957714'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/09/wedding-divorce.html' title='Wedding: Divorce.'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-4538818192509684365</id><published>2010-09-25T12:10:00.004+02:00</published><updated>2010-09-25T13:03:08.077+02:00</updated><title type='text'>Von der Heiligen Pforte zum Tuntenhaus</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Esther und Julian wünschen sich jemanden, der (bzw. die) irgendwo in den Zwanzigern steckt, aufgeschlossen ist, mal Lust hat mit ihnen etwas zu unternehmen und dem sein/ihr christlicher Glaube auch im Alltag wichtig ist, d.h. dass er/sie nicht nur tolerant, sondern aktiv und lebendig Christ ist. Und übrigens seien sie, nur um Missverständnisse zu vermeiden, kein Pärchen.&lt;br /&gt;René nimmt jeden wie er ist und sein will, bei ihm zieht man direkt ohne ein Casting ein. Aber das Zimmer, so wie man es auf den Fotos sehen kann, ist und bleibt so! I speak no English !!! Please only into German write!&lt;br /&gt;Mesut preist die zahlreichen Einkaufmöglichkeiten rund um den Weddinger Nettelbeckplatz, z.B. Karstadt, Woolworth, Lidl, Netto, Penny Markt etc. Seine zukünftigte Mitbewohnerin soll weiblich sein, gern zwischen 17 und 30 Jahren alt, mit gepflegter Erscheinung und offener Persönlichkeit, für ein freundschaftliches Miteinander. Sie sollte mit ihm als Mitbewohner (30 Jahre) keine Probleme haben die Wohnung gemeinsam zu nutzen, er sei Südländer, besitze ein sonniges Gemüt, sei sehr locker drauf und für jeden Spass zu haben, wenn sie gut miteinander auskämen. Ab und zu gemeinsame Aktivitäten oder DVD-Abende wären ihm auch recht, also nicht nur eine Zweck-WG. Über Miete und Kaution könne man reden. Und willkommen seien freilich auch Touristinnen, die nur einige Wochen in Berlin bleiben wollen und vorübergehend eine günstige Unterkunft suchen.&lt;br /&gt;Philipp bietet im Gegensatz dazu ein Zimmer in einem 18-köpfigen schwulen Hausprojekt, dem allseits bekannten und beliebten Tuntenhaus Berlin. Es gibt dort ein Gemeinschaftsbad, Sauna und das Hasenstübchen als kleinen Partyraum.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-4538818192509684365?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4538818192509684365'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4538818192509684365'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/09/von-der-heiligen-pforte-zum-tuntenhaus.html' title='Von der Heiligen Pforte zum Tuntenhaus'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7935187628941595270</id><published>2010-09-22T23:20:00.006+02:00</published><updated>2010-09-22T23:49:51.622+02:00</updated><title type='text'>Weisses Gold der Frühe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Hatte über Nacht den Gefrierschrank abgefrostet. Somit gab es zum Morgen gebratene Nudeln mit aufgetautem Pangasiusfilet. In der Not frisst der Sebastian auch Fischmatsch zum Frühstück. Seitdem nichts mehr. Danach Kühlschrank und Herd so lupenrein sauber gerieben, wie seit Jahren nicht mehr, damit morgen die Leute von Good Will kostenlose und günstigenfalls potzblitzeblanke Ware mitnehmen können. Ata Scheuersalz machte mich zum Meister Superproper. Dann alle Spuren an der Waschmaschine entfernt, die darauf hinweisen könnten, dass ich gestern einen Teil meiner Kleider schwarz gefärbt habe. Schwarz macht schlank. Das sollte auch der möglichen Maschinenerbin bewusst sein, die misslicherweise als erstes ihre weisse Spitzenlingerie hineinstopfen könnte. Danach schwere Teller und Schüsseln in Kartons gepackt. Esse jetzt kalten Fanüllepudding aus Plastegschirr. Nojo.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TJp5nB_psuI/AAAAAAAAAns/4HKPkheAV0o/s1600/22092010106.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 273px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TJp5nB_psuI/AAAAAAAAAns/4HKPkheAV0o/s400/22092010106.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519858004753232610" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/UAQdKTDkXXE"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/UAQdKTDkXXE" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Bilderbuch &lt;em&gt;Bitte, Herr Märtyrer&lt;br /&gt;(Märtyrer sein ist ein Privileg, wir werden die Sterne und die Sonne sein)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-7935187628941595270?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7935187628941595270'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7935187628941595270'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/09/hatte-uber-nacht-den-gefrierschrank.html' title='Weisses Gold der Frühe'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TJp5nB_psuI/AAAAAAAAAns/4HKPkheAV0o/s72-c/22092010106.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8160297839482768850</id><published>2010-09-22T01:34:00.005+02:00</published><updated>2010-09-22T10:14:36.301+02:00</updated><title type='text'>Wir haben uns wahrlich keinen Schiefer eingezogen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Wir hatten uns so lange nichts zu sagen. Aus Verdruss vielleicht. Ich hatte immer das Gefühl, mich gegen mein Naturell zurücknehmen zu müssen, um keinen Streit vom Zaun zu brechen. Mir kam es vor, als benutzte ich die falschen Worte, lebte am schlechten Ort, bereiste die langweiligen Länder, vertraute den unredlichen Personen, strebte nach scheinheiligen Zielen, wagte lügnerische Abenteuer, vertrat hinterhältige Ansichten, lauschte dissonanten Klängen, erlog widersinnige Geschichten, hing irrigen Träumen nach, versuchte doppelbödige Gefahren.&lt;br /&gt;Und dennoch hielt mich etwas gebunden, das meine Gedanken nicht vollständig vom C-Freund abschlug. Etwas, wovon ich nicht wusste, ob es sich aus dem langen Miteinander gebar oder an die vergangenen Obliegenheit fesselte. Das letzte Mal, als wir uns schrieben, stritten wir heftig darüber, wieviel wir gegenseitig Interesse geben müssten, um die fernen Leben noch ineinander flechten zu können. Und danach haben wir trotzdem die Leinen einfach und freiwillig losgelassen.&lt;br /&gt;Heute, nach anderhalb langen Jahren, haben wir wieder den ersten starren Knoten geknüpft. Als der C-Freund sagte, er habe daran denken müssen, wie ich früher immer am Zaun aufgetaucht sei, und er hoffte, irgendwie würde ich dies auch heute tun, hatten sich meine bedenklichen Vorstellungen verflüchtigt. Dieses vergangene Bild, das in dieser Form wahrlich nie wieder entstehen kann, erweckte in mir jene vertraute Aussicht, dass alle entzweienden Skizzen zwischen uns nichts wert sind, wenn eine lange Nähe mehr bedeutet als der bare Wunsch nach individueller Aufgabe. Und immer werde ich mich an die diese Nacht erinnern, in der wir uns, als wir noch jung waren, in seinem Zimmer so heftig mit ekelhaftem Ramazotti betrunken hatten, dass ich dann später erst, als ich vor meiner eigenen Wohnungstür stand, gemerkt habe, dass ich meinen Schlüssel bei ihm vergessen hatte. Die Mutter fragte, als sie mir nachts halb vier verschlafen die Tür öffnen musste, ob ich noch ganz bei Trost sei. Ich hatte nur gelächelt und gesagt, alles sei gut. Und vielleicht ist es das auch heute wieder.&lt;br /&gt;Sein Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/siF2X_ATxFI"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/siF2X_ATxFI" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Moritz Krämer &lt;em&gt;Hinterher&lt;br /&gt;(und dass niemand hinterher angeschlichen kommt und fragt, was du gemacht hast und wo du nur warst in der Zwischenzeit und ob du alles erledigt hast)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8160297839482768850?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8160297839482768850'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8160297839482768850'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/09/wir-haben-uns-doch-keinen-schiefer.html' title='Wir haben uns wahrlich keinen Schiefer eingezogen'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5051478913589324117</id><published>2010-09-08T23:02:00.002+02:00</published><updated>2010-09-08T23:37:06.021+02:00</updated><title type='text'>Keinen Schilling bist du wert, mein Kätzchen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;em&gt;Und sie nimmt die Klinke in die Hand und steht vor meiner Tür, vor meiner Tür, Tür, meiner, steht vor, sie fragt mich, wie es mir geht, wie es mir geht, geht es mir gut, geht es mir gut. Und sie nimmt den Hörer in die Hand und flüstert mir ins Ohr, flüstert mir ins Ohr, so leise, wir haben alles geglaubt, doch leider nur, nur auf Sand gebaut, nur auf Sand gebaut, nur auf Sand gebaut.&lt;/em&gt; Das ging mir gestern nicht mehr aus dem Kopf und hüpfte seine verqueren Runden über meine Gehirnlappen. Zwischen Paranoia und Abzählreim wackelt die himmlische Band Bilderbuch mit ihrem &lt;em&gt;Auf Sand gebaut&lt;/em&gt; einmal mit dem rockigen Hintern, und schon stürzen wahlweise alle Metaphernflächen zusammen oder die Füsse gegenseitig übereinander. Und die ganze Platte &lt;em&gt;Nelken &amp;amp; Schillinge&lt;/em&gt; steckt so voller Perlen, dass täglich ein anderer Song in meine musikalische Endlosschleife wechselt. Und heute ist mein&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/GVlMxqaq8Pk"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/GVlMxqaq8Pk" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Bilderbuch &lt;em&gt;Man hat mir weh getan&lt;br /&gt;(Ich hab dich nicht betrogen, ich, aha, du fehlst…)&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5051478913589324117?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5051478913589324117'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5051478913589324117'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/09/keinen-schilling-bist-du-wert-mein.html' title='Keinen Schilling bist du wert, mein Kätzchen'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-182867580194860364</id><published>2010-09-08T22:59:00.003+02:00</published><updated>2010-09-08T23:01:22.600+02:00</updated><title type='text'>Nicht-Spiegel-Licht II @ Neue Nationalgalerie</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TIf5k9CfEZI/AAAAAAAAAnE/Yi3HUb3YRAs/s1600/10-09-07-02.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 215px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TIf5k9CfEZI/AAAAAAAAAnE/Yi3HUb3YRAs/s400/10-09-07-02.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5514650681994056082" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TIf5gkBwTHI/AAAAAAAAAm8/wQwKvlhIQH0/s1600/10-09-07-04.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 373px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TIf5gkBwTHI/AAAAAAAAAm8/wQwKvlhIQH0/s400/10-09-07-04.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5514650606560627826" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TIf5ayb4aiI/AAAAAAAAAm0/vxdVR7q67tg/s1600/10-09-07-01.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 347px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TIf5ayb4aiI/AAAAAAAAAm0/vxdVR7q67tg/s400/10-09-07-01.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5514650507349092898" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-182867580194860364?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/182867580194860364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/182867580194860364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/09/nicht-spiegel-licht-ii-neue.html' title='Nicht-Spiegel-Licht II @ Neue Nationalgalerie'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TIf5k9CfEZI/AAAAAAAAAnE/Yi3HUb3YRAs/s72-c/10-09-07-02.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2533059712005646982</id><published>2010-08-31T23:30:00.011+02:00</published><updated>2010-09-08T22:59:46.855+02:00</updated><title type='text'>Nicht-Spiegel-Licht @ Neue Nationalgalerie</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH118c5MTmI/AAAAAAAAAms/W2apUYyQYeA/s1600/10-08-25-01.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 254px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH118c5MTmI/AAAAAAAAAms/W2apUYyQYeA/s400/10-08-25-01.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511691200380030562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH113oT3jMI/AAAAAAAAAmk/OoPmjLLRtKg/s1600/10-08-31-01.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 282px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH113oT3jMI/AAAAAAAAAmk/OoPmjLLRtKg/s400/10-08-31-01.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511691117545360578" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH11y7IcSrI/AAAAAAAAAmc/_LWMO23xiwQ/s1600/10-08-25-02.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 206px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH11y7IcSrI/AAAAAAAAAmc/_LWMO23xiwQ/s400/10-08-25-02.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511691036698364594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH11uKjc-8I/AAAAAAAAAmU/L-f9aOsrJJE/s1600/10-08-25-07.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 283px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH11uKjc-8I/AAAAAAAAAmU/L-f9aOsrJJE/s400/10-08-25-07.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511690954938842050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH11mrWKauI/AAAAAAAAAmM/fBasX3ZjYD4/s1600/10-08-25-04.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; 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margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 246px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH11Jk133JI/AAAAAAAAAl0/2JF_oRWbc6E/s400/10-08-25-06.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511690326340263058" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH109pLhD8I/AAAAAAAAAls/weN-x2lXAfQ/s1600/10-08-31-02.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 256px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH109pLhD8I/AAAAAAAAAls/weN-x2lXAfQ/s400/10-08-31-02.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511690121346355138" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2533059712005646982?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2533059712005646982'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2533059712005646982'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/08/spiegelungen-neue-nationalgalerie.html' title='Nicht-Spiegel-Licht @ Neue Nationalgalerie'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TH118c5MTmI/AAAAAAAAAms/W2apUYyQYeA/s72-c/10-08-25-01.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5724830043066622760</id><published>2010-08-30T00:36:00.003+02:00</published><updated>2010-08-30T00:44:40.485+02:00</updated><title type='text'>Erzählung von der Pommerschen Bucht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Freitag morgen sprudelte der heisse Kaffee in die Kanne. Unerwartet läutete die Bekannte an der Tür, die ich immer Lily nannte und mit der ich vor Jahren jeden Mittag zu Tisch ging. Wir sassen dann am Gendarmenmarkt. Sie studierte Musik und ich gehörte damals zu denen, die &lt;em&gt;irgendwas mit Medien&lt;/em&gt; zu tun hatten. Und wir machten uns über die lustig, die mit hochgezogenen Vatermördern oder Stöckelstiefeln übers Trottoir und den Markt flanierten. Dort oben ist des Hoffmanns &lt;em&gt;Vetters Eckfenster&lt;/em&gt;, erzählte ich immer, aber das schien sie nicht zu interessieren. Sie schrieb wunderbare kurze Erzählungen, die sie mir manchmal in aller Hatz und Hitzigkeit vorlas. Sie konnte so dichten, wie ich es immer gern gewollt hätte. Ganz leicht und als wären all ihre Gedanken aus dem Kopf direkt aufs Papier gesprungen. Sie war nicht befangen von irgendwelchen Literaturtheorien und wollte nichts wissen von Strukturalismus und Metaebenen. Und dann blinzelte sie mit ihren Augen gegen die Sonne und meine kleine Schwärmerei. Sie hatte in ihren Geschichten keine neuen oder besseren Menschen. Und ich bewunderte, dass ihre Texte kein einziges Gleichnis hatten und das Wörtchen &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt; ganz urtümlich nie vorkam. Undenkbar gewesen wäre, dass sie geschrieben hätte, jemand rieche &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt; ein frischer Strauss dickblütiger Frühlingsblüher. Nein, bei ihr rochen die guten Menschen &lt;em&gt;nach&lt;/em&gt; dem azurnen Mittagsblau des Himmels und &lt;em&gt;nach&lt;/em&gt; dem süssen Nachttau, der leise von den Griffeln der purpurnen Fuchsie tropft. Sie hatte immer wahnsinnig schöne Bilder gefunden, die überhaupt nicht verbraucht klangen. Sowieso war alles an ihr so frisch. Ihre kurzen Sätze waren meisterhafte Feuerwerke. Ihre Erzählungen endeten stes mit den Trubulenzen des Herzens, ohne Abklatsch oder Gemeinplatz zu sein. Zwei fanden sich oder sie fanden sich nicht, so einfach war das.&lt;br /&gt;Sie stand nun vor mir und fragte auf ihre unkomplizierte Weise, ob wir raus aufs Land fahren wollten. Wir hatten uns drei Jahre nicht mehr gesehen. Sie fuhr rasant Richtung Norden, und das Auto, das sie von einer Freundin fürs Wochenende geliehen bekommen hatte, fetzte durch die Choriner Heide. Wir beide hatten keine wichtigen Wege zu erledigen, und wussten eigentlich auch nicht so recht, wohin wir fahren wollten. Wir entschieden immer erst mit den blauen Verkehrsschildern an der Autobahn unsere weitere Route. Hinter Pomellen waren wir in Polen. Wir fuhren an der Odermündung zum Stettiner Haff. In Miedzyzdroje an Pommerschen Bucht gingen wir am Nachmittag ganz raus auf die Seebrücke, und es wehte und regnete uns dicht ins Gesicht. Wir redeten nicht viel, und wenn, dann nur ganz leise und sachte. Die Ostsee brach krachend an den Betonpfeilern der Landungsbrücke. Im Kaffeehaus hatten wir Kalten Hund aus Milchgriess und Murzynek, einen schlesischen Kakao-Kokos-Kuchen. Die Leute neben uns rauchten in einem fort. Sie sagte, sie sei inspiriert. Eine Minute hier gäben ihr mehr Einfälle als drei lange Tage in Berlin. Ich wusste nicht, ob sie sich im Kopf schon neue Geschichten erspann. Im Naturkundemuseum sahen wir bullige Seeadler gedrängt, die ockern und braun ihre Flügel breiteten. Nachts hatte es aufgehört zu regnen und der Himmel war voller kleiner Sterne. Der Mond stand tief und die Wipfel der Kiefern warfen ihre Schattenrisse auf ihn. Sie roch lind und sanft und angenehm nach Fuchsien.&lt;br /&gt;Am Morgen waren die Autoscheiben angelaufen. Die Ostsee war kalt und schäumte um ihre Fesseln. Gänsehaut überzog unsere flatternden Oberkörper und hinter Wolin stieg langsam die Sonne auf. Es war wirklich so einfach. Und wir wussten, für die Zukunft blieb eine schöne Geschichte des Lebens; nicht etwa ein Gleichnis oder ein Anfang von etwas, sondern nur kurze und meisterhafte Feuerwerke. Am Abend regnete es in Berlin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OLOPkkbiOhA"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/OLOPkkbiOhA" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Herrenmagazin &lt;em&gt;Lilly Lametta&lt;br /&gt;(du bist das höchste Mass an Nüchternheit und genauso gern betrunken)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5724830043066622760?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5724830043066622760'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5724830043066622760'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/08/erzahlung-von-der-pommerschen-bucht.html' title='Erzählung von der Pommerschen Bucht'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-114423183894754167</id><published>2010-08-23T22:08:00.003+02:00</published><updated>2010-08-23T22:47:07.764+02:00</updated><title type='text'>Waldtracht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Hatte arme Ritter zum Morgen. Dazu gab es Blaubeeren, die viel kleiner, dunkler und süsser sind als ihre gekünstelten Genossen aus der Kulturzucht. Braunbeeren lagen dick und vollbauchig am Tellerrand neben frommen und treuen Walderdbeeren. Alles ergab ein wunderbar erdenes Farbenspiel mit bräunlichgelben Weissbrotscheiben und den rotgoldenen Honigstreifen der Sorte Waldtracht. &lt;em&gt;Waldtracht&lt;/em&gt; ist phonetisch, olfaktorisch, gustatorisch und metaphorisch eine vierfach wahre Wonne.&lt;br /&gt;Verrichtete anschliessend fernmündliche Dienststellengänge bei Krankenkasse, Steuerberatung, Finanzamt, Arge, Stromanbieter, Gasunternehmen, Arbeitgeber, Hausverwaltung, Mieterverein. Und unterdessen schrie aus meinen Boxen Patrick Wolf sein düsteres&lt;br /&gt;Lied des Tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/FKmhCq7P9QA"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/FKmhCq7P9QA" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Patrick Wolf &lt;em&gt;The Childcatcher&lt;br /&gt;(Run, run, run as fast as you can)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-114423183894754167?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/114423183894754167'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/114423183894754167'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/08/waldtracht.html' title='Waldtracht'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-6920425773904919565</id><published>2010-08-22T02:49:00.001+02:00</published><updated>2010-08-22T02:49:49.425+02:00</updated><title type='text'>Die Krux</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Sass müde am Morgentisch, als die schöne Nachbarin uralte Dancefloorhits durch unsere minderwertig wackligen Wände wummerte. Und vom Bass zuckten kleine Wellen über die Oberfläche des Kaffees. Durch meine Müslischale bohrte &lt;em&gt;Rhythm is a Dancer&lt;/em&gt; und stampfte freudig über den Buttertoast. Ich versuchte zu überlegen, ob ich vielleicht der wachende Grund für schlaflose Nächte anderer gewesen hätte sein können. Aber da fiel mir plötzlich niemand ein. Ich schnabullierte Brombeeren, die alles andere als süss schmeckten, aber bessere bekommt man hier nicht.&lt;br /&gt;Mit meinen selbst erteilten Aufgaben der nächsten Wochen sollte ich eigentlich wachsen, aber es gedeiht nur der Unmut. Kongressveranstalter, Vereine, Behörden, Ärzte, sie wollen mich wahlweise buchen, untersuchen, kurz mal sprechen oder einfach bloss von Wichtigem abhalten. Meinen letzten Monat in Berlin werde ich wohl wenig Wehschmerz bekommen, weil für solche Spirenzchen keine Zeit sein wird. Der Wedding wird mich ohne auch nur ein geflossenes Tränchen verlieren, ich ahne es. Aber vielleicht ist der Verlust bloss auf meiner Seite.&lt;br /&gt;Zum Schreiben komme ich seit langem nicht mehr. Wie soll da irgendwann einmal etwas gescheites herumkommen? Manchmal sitze ich in der Bahn und fahre mit dem Rad und führe Gespräche und schaue in hellblaue Augen und die Worte formen sich in meinen Gedanken und die Formen giessen sich in Worte. Aber dann, später, wenn ich, bereit zu erinnern, daheim vor leeren Blättern sitze, die wie weisse Fehlstellen meine Unfähigkeit verhöhnen, gelingt es mir manchmal nur, einen Satz, den ich mit Müh und Not an die dreissig Mal umstelle und überpinsle, für wert zu ersinnen, aufgezeichnet zu bleiben. Es ist eine Krux mit dieser Notiererei – von Schreiberei ganz zu schweigen! Schuld ist meine grämliche Pedanterie, dass ich so lange an Satzungetümen bastle. Und dann ist da diese frühe, warme und weiche, herrliche Herbstluft, die alles noch viel schwieriger macht, weil es atemraubende Anstrengung braucht, solch Flüchtiges und Nebensächliches für eine Zeitlosigkeit festzuhalten. Und wenn weder das Kleine noch das Grosse gelingen will, dann bleibt nicht viel übrig.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6920425773904919565?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6920425773904919565'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6920425773904919565'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/08/die-krux.html' title='Die Krux'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5426805820283470729</id><published>2010-08-21T00:20:00.003+02:00</published><updated>2010-08-21T00:21:49.408+02:00</updated><title type='text'>tent station</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TG7_8kJEikI/AAAAAAAAAlk/E0hRVi97JEM/s1600/tentstation2.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 326px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TG7_8kJEikI/AAAAAAAAAlk/E0hRVi97JEM/s400/tentstation2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5507620810279651906" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TG7_3dX0BAI/AAAAAAAAAlc/oO7a9NQRoVs/s1600/tentstation1.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 213px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TG7_3dX0BAI/AAAAAAAAAlc/oO7a9NQRoVs/s400/tentstation1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5507620722563089410" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5426805820283470729?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5426805820283470729'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5426805820283470729'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/08/tent-station.html' title='tent station'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TG7_8kJEikI/AAAAAAAAAlk/E0hRVi97JEM/s72-c/tentstation2.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-6867453572841562430</id><published>2010-08-13T00:26:00.001+02:00</published><updated>2010-08-13T00:26:53.895+02:00</updated><title type='text'>Summer Studies</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TGR1IhS7INI/AAAAAAAAAlU/bCdJE5zMLZg/s1600/stabi.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 223px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TGR1IhS7INI/AAAAAAAAAlU/bCdJE5zMLZg/s400/stabi.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5504653433790734546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6867453572841562430?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6867453572841562430'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6867453572841562430'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/08/summer-studies.html' title='Summer Studies'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TGR1IhS7INI/AAAAAAAAAlU/bCdJE5zMLZg/s72-c/stabi.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3276471445943160944</id><published>2010-08-12T01:05:00.000+02:00</published><updated>2010-08-12T01:06:37.975+02:00</updated><title type='text'>Maple Leaves in August</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TGMs2-hjN_I/AAAAAAAAAlM/QKoNRmRv5T8/s1600/lekman.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 237px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TGMs2-hjN_I/AAAAAAAAAlM/QKoNRmRv5T8/s400/lekman.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5504292492585154546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-3276471445943160944?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3276471445943160944'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3276471445943160944'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/08/maple-leaves-in-august.html' title='Maple Leaves in August'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/TGMs2-hjN_I/AAAAAAAAAlM/QKoNRmRv5T8/s72-c/lekman.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7702017290358611402</id><published>2010-08-09T15:08:00.003+02:00</published><updated>2010-08-09T23:12:48.681+02:00</updated><title type='text'>Binzer Faulenzerei</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Seit zwei Tagen bin ich retour in Berlin, aber erst seit heute wieder &lt;/span&gt;&lt;em style="font-family: verdana;"&gt;richtig hier&lt;/em&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;. Die Zeit zuvor mit den Cousins auf Rügen war fantastisch, und ich hätte so schnell nicht wieder von dort weg gewollt. Das einzig sichtbare, was von diesen wenigen Sonnentagen übrig bleibt, ist der gegensätzliche Schimmer von Handaussen- zu Handinnenflächen. Mein kleiner, brauner Handkoffer, den ich packte, war viel zu voll und überladen für die paar warmen Tage.&lt;br /&gt;Bei meiner Anreise habe ich einen riesigen Topf schwedische Kartoffelsuppe mit nach Binz geschleppt, und während der ganzen Zugfahrt roch es im ganzen Abteil süss nach Thymian und Kümmel und Rosmarin. Und abends haben wir reingehauen, als ob die vorhergehenden Tage Schmalhans unser aller Küchenmeister gewesen wäre. Trotz fünf Pfund Erdäpfeln, die ich zu Mus vermacht hatte, und Jagdwurst und Sellerie und Rüben und Porree, brauchten die Mähdrescher-Cousins, obwohl sie alles andere als übergewichtig sind, noch ein Bataillon Hühnerbeine als sättigende Beilage. Dieses lag dann am Tellerrand aufgeschlichtet wie ausgetrennte Extremitäten von Cancan-Mädchen.&lt;br /&gt;Und während der Tage haben wir gefaulenzt, was das gute Gewissen hergab. Wir haben uns nicht öfter bewegt und strenger aufgerafft, als es für einen Sprung gegen die Ostseewellen oder das kulturelle Abendprogramm auf der Binzer Flanierpromenade vonnöten war. Am Strand hatte ich mir zum hundersten Mal vorgenommen, endlich &lt;em&gt;Infinite Jest&lt;/em&gt; zu beginnen, blieb aber doch wieder bloss an den schönen Reimann-Briefen hängen. Vielleicht ist es das beste, nicht in grossen Vorhaben zu ersticken, sondern kleine Hüpfer über glitschige Steinchen zu bevorzugen, und nicht vor lauter überbordender Leselust das ansonsten seltene Miteinander mit den Cousins zu verpassen. So macht es auch der S-Cousin, der Bücher meidet wie der Teufel das Weihwasser. Und der E-Cousin blätterte derweil gelangweilt durch die Fotos der Auto-Bild, während über uns die nur wenig verschleierte Sonne die Tage verschönte. Meistens aber zersprangen wir die hüfthohe Gischt, und auch des nachts, als es bereits merklich kühl geworden war, bildeten wir die weissen Leiber in der schwarzen See und auf dunkelgrauem Strand. Wenn es dunkel war, tupfte das Muschebubu-Licht der Tavernen mässig dunkelgelbe Spitzhäubchen auf die kleinen Sandhügel und hellbraune Zebrastreifchen über unsere Muskeln und rankenden Kurven.&lt;br /&gt;Die Ansichten der Cousins sind vom Landleben geprägt. Äussere Erscheinungen sind ihnen wichtig. Fremdes und Ungewöhnliches ist lächerlich oder zumindest bedenklich. Und doch bei all diesem zu mir gegensätzlichen Gemisch sind sie mir die liebsten, mit denen ich meine Trägheit kultiviere. Sie sind von diesem brennend schwarzen Witz, der mir die Sandalen zuweilen von den Füssen zieht. Und wir lachten über Dinge, die mir in anderen Umständen sicher den Hals verklossten. Auswendig kennen sie Schlager und Partylieder, von denen ich meinen Lebtag noch nichts gehört hatte. Und immer wieder amüsierten sie sich über das mir bis dahin unbekannte&lt;br /&gt;Lied des Urlaubs:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bsiVxhO-0ys"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/bsiVxhO-0ys" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Tim Toupet &lt;em&gt;Fliegerlied&lt;br /&gt;(Halloooo, Fliiiieger!)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-7702017290358611402?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7702017290358611402'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7702017290358611402'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/08/binzer-faulenzerei.html' title='Binzer Faulenzerei'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-18920352942863739</id><published>2010-07-18T22:43:00.004+02:00</published><updated>2010-07-18T23:23:31.304+02:00</updated><title type='text'>blessings on wedding</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;noch bevor den&lt;br /&gt;assimilierten&lt;br /&gt;zugezogenen&lt;br /&gt;eingesessenen&lt;br /&gt;verdrängten&lt;br /&gt;künstelnden&lt;br /&gt;gekünstelten&lt;br /&gt;prekären&lt;br /&gt;und familiären&lt;br /&gt;schwäbelnden&lt;br /&gt;oder berlinernden&lt;br /&gt;brandenburgischen&lt;br /&gt;medialen&lt;br /&gt;neureichen&lt;br /&gt;abgezockten&lt;br /&gt;vermarktenden&lt;br /&gt;mietenden&lt;br /&gt;oder kaufenden&lt;br /&gt;eingewanderten&lt;br /&gt;brotlosen&lt;br /&gt;unterbutterten&lt;br /&gt;vernachlässigten&lt;br /&gt;gewinnenden&lt;br /&gt;verlierenden&lt;br /&gt;schaffenden&lt;br /&gt;konsumierenden&lt;br /&gt;nörgelnden&lt;br /&gt;und lobhudelnden,&lt;br /&gt;bevor all denen das feld der kritischen betrachtung berliner urbanitäten bzw. deren augenscheinliches verschwinden überlassen wird, und sie das ableben von c/o-galerie und tacheles wahlweise scharf kritisieren, als gegebene stadtentwicklung hinnehmen oder als inhärente unvermeidlichkeit befürworten, zeige ich freundlich auf weddinger perlen,&lt;br /&gt;kulturpalast&lt;br /&gt;uferhallen&lt;br /&gt;kronenboden&lt;br /&gt;jatz&lt;br /&gt;brunnen 63&lt;br /&gt;spor klübü&lt;br /&gt;okk raum&lt;br /&gt;stattbad,&lt;br /&gt;die ohne die gentrifizierten glaspaläste in mitte und drumrum weiter leerstehendes mietshaus, bvg-busbahnhof, second-hand-möbelhaus oder verkommenes solarium wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/upJuupWjcx8"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/upJuupWjcx8" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;radiohead &lt;em&gt;a punchup at a wedding&lt;br /&gt;(i don’t know why you bother, nothing's ever good enough for you)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-18920352942863739?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/18920352942863739'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/18920352942863739'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/07/blessings-on-wedding.html' title='blessings on wedding'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-6073786346354308204</id><published>2010-07-14T23:06:00.005+02:00</published><updated>2010-07-15T01:34:52.304+02:00</updated><title type='text'>kathrin thuerings blue moon says goodbye</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;kathrin: bauer wollte langholz fahrn / bauer wollte langholz fahrn, siebzig meter wollt er fahrn / oh-oh / siebzig meter wollt er fahrn / siebzig meter sind nicht viel / siebzig meter sind nicht viel, sind ja nur'n kinderspiel / oh-oh / sind ja nur'n kinderspiel / als der bauer nach hause kam / als der bauer nach hause kam wollt er was zu fressen ham / oh-oh / wollt er was zu fressen ham / mutter kochte hirsebrei / mutter kochte hirsebrei mit nem Elefantenei / oh-oh / mit nem elefantenei / als der bauer sass und frass / als der bauer sass und frass, raschelt in der kammer was / oh-oh / raschelt in der kammer was / als der bauer die tür aufriss / als der bauer die tür aufriss, sass 'n affe da und schiss / oh-oh / sass 'n affe da und schiss / bauer nahm den besenstiel / bauer nahm den besenstiel, kloppte ihn vor's furzventil / oh-oh / kloppte ihn vor's furzventil. ja, dit hab ich als kind immer jesungen, wenn ich traurig war bzw. uffjeregt. und genauso geht's mir nämlich heute in meinem letzten blue moon. es wirkt, ich werde grad wieder ruhiger. nach drei jahren isses soweit: ich sitz hier zum letzten mal.&lt;br /&gt;jan: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=_ytdVFV6Ajo"&gt;kräutertee und basedrums.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: ich nutze meinen letzten blue moon für einen blue moon der guten fragen, wo wir alle themen meiner blue moons nochmal durchwurschteln. thomas, wann hast du das letzte mal geweint?&lt;br /&gt;thomas: also nicht getränt, weil man was scharfes gegessen hat?&lt;br /&gt;kathrin: ja genau. ich habe mir gestern 'ne zwiebel an den dötz gehalten. nee, schon weil man traurig war.&lt;br /&gt;thomas: das muss schon ein bisschen länger her sein. weil ich meinen opa vermisst habe.&lt;br /&gt;kathrin: ist dein opa gestorben?&lt;br /&gt;thomas: da war ich so sechs oder sieben, als der gestorben war. 'n paar jahre später hab ich gemerkt, dass ich ihn gerne mal um seinen rat gefragt hätte.&lt;br /&gt;kathrin: bist also nicht jemand, der häufig tränen vergiesst?&lt;br /&gt;thomas: ich weine schon auch im kino, wenn ich 'nen film sehr ergreifend finde. ich bin eigentlich schon recht emotional, aber nur im dunkeln, wenn niemand dabei ist.&lt;br /&gt;fettes brot: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=-eJcnuztiZM"&gt;manchmal kommst du noch vorbei an diesem klotz aus beton.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: ja mei, dis is ja der helle woahnsinn. in berlin und brandenburg schlafen sie schon, und es rufen nur welche an aus freiburg und zürich. da sprech ich halt mit euch. hi simon. lieber simon, hattest du schon mal geschlechtskrankheiten?&lt;br /&gt;simon: nein, da kann ich leider gar nicht mit dienen, das tut mir jetzt leid.&lt;br /&gt;kathrin: ja, ne, genau. du hattest noch nie 'n scheidenpilz?&lt;br /&gt;simon: nein, wirklich nicht. ausser, dass da mal juckt und man kratzen muss.&lt;br /&gt;kathrin: ich kann das ja sonst niemanden fragen, aber warum krabbelt ihr euch da ständig ran?&lt;br /&gt;simon: ich mach das eigentlich wenig, aber nach'm rasieren, das kratzt schon ab und zu.&lt;br /&gt;kathrin: ach du rasierst dich unten completto?&lt;br /&gt;simon: nicht immer.&lt;br /&gt;kathrin: wennde halt 'ne freundin hast?&lt;br /&gt;simon: nach lust und laune, im sommer mehr.&lt;br /&gt;kathrin: bist du grad inner beziehung?&lt;br /&gt;simon: nein.&lt;br /&gt;kathrin: da wird dann nur gestutzt?&lt;br /&gt;simon: nee, da lässt man's einfach so.&lt;br /&gt;kathrin: oh, das ist so schrecklich, wie man mit sich selbst umgeht inner beziehung. die ersten drei monate wird noch geshaved was das zeug hält, und dann so nach vier monaten, nee, pff, ich lass wuchern.&lt;br /&gt;simon: war das bei dir so, oder was?&lt;br /&gt;kathrin: nein!!&lt;br /&gt;simon: ach so, du stellst ja die fragen, tschuldigung.&lt;br /&gt;kathrin: und wenn, würd ich's dir nicht erzählen. richard aus zürich.&lt;br /&gt;richard: moin.&lt;br /&gt;kathrin: richard, deine frage: wie oft kuckst du pornos und warum?&lt;br /&gt;richard: ganz ehrlich? ich hab's eigentlich nicht nötig. mein job bumst mich jeden tag.&lt;br /&gt;kathrin: bist stricher, oder wat?&lt;br /&gt;richard: nee, ich bin koch.&lt;br /&gt;kathrin: den wollt ich unbedingt nochmal spielen.&lt;br /&gt;axel und oliver: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=hO6Oq-v_gD4"&gt;mit meiner affenpower zelebrier' ich gassenhauer.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: dirk?&lt;br /&gt;dirk: ja klar, is aa keen problem, da lassmer's halt... nee, is aa net dann, das kriegmer schie irgendwie hin. dis is aa richtig, wenn's halt net klappt, da lassmer's dann einfach.&lt;br /&gt;kathrin: dirk? ey dirk, is echt geil. dirk ruft hier an...&lt;br /&gt;dirk: ah ja, ich bin jetzt dran.&lt;br /&gt;kathrin: weeste, wie lange wir dir jetzt schon zuhören.&lt;br /&gt;dirk: ehrlich?&lt;br /&gt;kathrin: ja.&lt;br /&gt;dirk: moment... mutt, tschüss. ich hab nämlich grad mit meiner mutter telefoniert.&lt;br /&gt;kathrin: dirk, du rufst aus dem erzgebirge an?&lt;br /&gt;dirk: ja.&lt;br /&gt;kathrin: dirk, befriedigst du dich selbst?&lt;br /&gt;dirk: ja, mer macht das schu emol. aber itze mach ich dis nimehr so oft, do geht energie verlorn.&lt;br /&gt;kathrin: brauchst du da pornos dafür?&lt;br /&gt;dirk: na das is schu meistens aa mit drinne, obwohl ich das mit phantasie, früher hat's mit phantasie funktschioniert, da haste dir de lehrerin vorgestellt, ne, wie se, was weess ich alles, aber das geht jetzt nimmer so richtig. dos stumpft aa ab.&lt;br /&gt;kathrin: das ist komplett abgestumpft. man muss da einfach nur noch die seite aufmachen, dann klick klick klick vor scroll.&lt;br /&gt;dirk: scheiss entwicklung, sach ich mol, is eigentlich rotz, normal mussmer weg drvon. ich will weg drvon, am besten.&lt;br /&gt;kathrin: machst du's gar nicht mehr mit phantasie? is das zu anstrengend?&lt;br /&gt;dirk: na teilweise schon, ich mein, wemmer sich ewos softeres reinzieht, womer net itze details sieht oder so, dann is ja phantasie drbei, und dann isses irgendwie aa besser, denk ich. also wemmer itze net die expliziten oder weesst schie, hier, die detaildinger, also genau draufgezoomt, weesst schie. da denk ich halt manchmal, wennde normale dinger halt noch angezogen teilweise oder so, is phantasieanregend, mehr phantasieanregend. das, denk ich mol, is besser.&lt;br /&gt;kathrin: dirki, und wirst heut abend noch...?&lt;br /&gt;dirk: nee, glaab ich net.&lt;br /&gt;kathrin: energie sparen, ja?&lt;br /&gt;dirk: ja, genau, es kommt ja is wochenende, da mussmer energie speichern.&lt;br /&gt;kathrin: mach's jut.&lt;br /&gt;dirk: alles klar.&lt;br /&gt;kathrin: ich glaube, lena meyer-landrut ist durchtrieben gespielt. gute masche. ich kann mich auch komplett irren, aber ich könnte mich mit der keine zwei minuten unterhalten.&lt;br /&gt;jarkel und siegfried: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=QgiEjwMw59g"&gt;sie war die schönste, die grad da war.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: also ich bin bekannt für meinen wahnsinnig schlechten musikgeschmack. so, meine lieben, wir sind am ende angekommen. ich möchte mich bei euch bedanken, es waren wunderbare jahre. ich weiss noch, wie ich hier beim ersten mal da sass und dachte, mein herz hört man schlagen. ich konnte nicht glauben, dass man überall mein geseiere hören konnte. ein traum, jedenfalls für mich. ich danke euch. ich gehe mit meinem lieblingslied und wünsche euch alles gute. oh, mensch, arvid, die sendung ist schon vorbei.&lt;br /&gt;arvid: ich weiss, es tut mir leid.&lt;br /&gt;kathrin: ist doch kein problem.&lt;br /&gt;arvid: ich wünsch dir ganz viel glück, weisst du das?&lt;br /&gt;kathrin: das weiss ich, wenn du's sagst.&lt;br /&gt;arvid: es hat immer spass gemacht, ich hab gern zugehört. ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. ich dachte, dass du jetzt immer deine sendung haben wirst. es war stets gut, deine stimme zu hören.&lt;br /&gt;kathrin: oh mensch, arvid, jetzt müssmer aber schluss machen, das wollt ich eigentlich nicht so.&lt;br /&gt;arvid: okay, tschüss.&lt;br /&gt;kathrin: so, jetzt wird wieder gelacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ihr lieblingslied:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/AVLF0GmSHjo"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/AVLF0GmSHjo" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;nina simone &lt;em&gt;love me or leave me&lt;br /&gt;(i'd rather be lonely than happy with somebody else)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6073786346354308204?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6073786346354308204'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6073786346354308204'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/07/kathrin-thuerings-blue-moon-says.html' title='kathrin thuerings blue moon says goodbye'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3031723263377272282</id><published>2010-06-25T01:47:00.004+02:00</published><updated>2010-06-25T01:56:27.868+02:00</updated><title type='text'>god bless nyc!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/nyc.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 396px; height: 499px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/nyc/nyse.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/nyc.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 160px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/nyc/battery_maritime.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/nyc.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 368px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/nyc/lady_liberty_2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/nyc.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 213px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/nyc/hells_angels.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/nyc.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 240px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/nyc/phcb_2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-3031723263377272282?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3031723263377272282'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3031723263377272282'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/06/god-bless-nyc.html' title='god bless nyc!'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3717676615963703630</id><published>2010-05-16T02:24:00.001+02:00</published><updated>2010-05-16T02:24:32.197+02:00</updated><title type='text'>medea ist keine ostdeutsche rabenmutter</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;aus dem leben gefallene themen: von leichtkeit und weltgewandtheit ummantelt. und doch ohne suprematieanspruch und galanterie. ein wühlen und lesen durch überzeitlichkeiten und allokalitäten. gerade &lt;em&gt;die&lt;/em&gt; festzuhalten  vermögen! aber wo festzurren? und in welcher zeit? wenn es keinen kalender und keine stätten geben soll? es braucht andere angelpunkte: scharniere, die nicht &lt;em&gt;stunde&lt;/em&gt; quietschen und &lt;em&gt;meter&lt;/em&gt; knarren. ein lösen von der abgeschundenen allee aus gepflasterten temporal- und lokaladverbien.&lt;br /&gt;die rezepte sind seit menschengedenken –seit ewigkeiten, seit jahrtausenden, schon immer: wie nur lässt von diesen zeitworten gänzlich wegkommen?– ausgestellt: das gegenteil eines ortes ist der nicht-ort, die u-topía. aber utopien sind auch bloss gegengesellschaften, die sich anhängen an das hier und heute. um etwas zu negieren, darf der unterschied zum bestehenden nicht vollkommen formuliert werden, damit ein begreifbares bild bestehen bleibt. der veränderliche, reformatorische oder revolutionäre charakter einer utopie, ihre kritischen kontrastprogramme, sind nicht erfahr- und erkennbar ohne die gegenwärtigen begebenheiten. kälte ist nur denkbar im gegensatz zur wärme, luftschlösser nur zur realität, hässlichkeit zu abstufungen von schönkeit. utopien sind &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; zeitlos.&lt;br /&gt;zeit- und ortlos hingegen sind nur die mythen. während deren relgiöse hypostasierungen auf das menschliche leben einzuwirken anstreben, bleiben ihre paganen urformen ausserhalb der jetzt-existenz. ein apollo ist denkbar ohne zeitgenössische sängerwettstreite, das urteil des paris ohne aktuelle schönheitswettbewerbe, zeus ohne moderne formen von royaler herrschaft; aeneas ist kein weltenbummler und medea keine ostdeutsche rabenmutter. der mythos ist –wie sagt man– aus zeit und ort, gar aus der welt gefallen. die antike kennt keine utopien. antike mythen sind die antiwelt ohne welt.&lt;br /&gt;es stellt sich nicht die frage, wo sie heute und jetzt sind, sondern wie sie zeitlos wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/aW0XT5SbEII"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/aW0XT5SbEII" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;david bowie &lt;em&gt;pallas athena&lt;br /&gt;(athena, athena)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-3717676615963703630?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3717676615963703630'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3717676615963703630'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/05/medea-ist-keine-ostdeutsche-rabenmutter.html' title='medea ist keine ostdeutsche rabenmutter'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7196610487370493116</id><published>2010-04-26T22:38:00.002+02:00</published><updated>2010-04-26T23:41:26.031+02:00</updated><title type='text'>der weg zu den ideen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;den spagat finden: die ständigen eindrücke, die einbrechen, auszudrücken suchen, und dabei dem drang widerstehen, sofort zu veröffentlichen und teilhabe zu offerieren. wie haben sie das gemacht, tagebücher zu schreiben, während sie auch und nebenbei über geschichten, romane, erzählungen nachdachten? wie halten sie die schönen, kleinen menschenskizzen fest und bewahren sie vor der täglichen oder zuweilen wöchentlichen eröffnung an das vermeintliche oder zuweilen reale publikum? wie schaffen sie diese zurückhaltung, die bewahrung vor dem zeitnahen fast zeitgleichen &lt;em&gt;du-musst&lt;/em&gt;?&lt;br /&gt;und du schreibst diese israelerzählung, die sich seit mehr als einem jahr in deinen schubladen entwickelt und verändert, jedes mal vom anfang her um, und dann kommt da dieser frühlingstag, der sich in grün und weiss und sonnig kühl über berlin ausbreitet, und du findest linde metaphern für ihn, die du kaum bei dir halten kannst, und du musst einerseits dich zurücknehmen und andererseits sie zurückhalten können. und du musst es dabei belassen, kurze absätze schriftlich niederzuhauen, die du später wieder, irgendwann einmal nach jahren, herauskramst, und die einst natürlichen bilder entlokalisierst und entzeitlichst und dann endlich eine ideale &lt;em&gt;idee von natürlichkeit&lt;/em&gt; bekommst.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NGI_UA18RsI"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/NGI_UA18RsI" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;digitalism &lt;em&gt;idealistic&lt;br /&gt;(could it be you're here?)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-7196610487370493116?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7196610487370493116'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7196610487370493116'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/04/der-weg-zu-den-ideen.html' title='der weg zu den ideen'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2405623867664947916</id><published>2010-04-11T14:35:00.003+02:00</published><updated>2010-04-11T14:53:45.653+02:00</updated><title type='text'>auf! die augen!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/skandinavien.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/skand/steinkjer2a.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/skandinavien.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 258px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/skand/stockholm2a.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/schottland.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 263px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/schottland/scot1a.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/berlin.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 238px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/berlin/blnm.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sebastian-fischer.ch/fotos/misc.html"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 490px;" src="http://www.sebastian-fischer.ch/pics/misc/dancer.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2405623867664947916?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2405623867664947916'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2405623867664947916'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/04/auf-die-augen.html' title='auf! die augen!'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8203676787541825050</id><published>2010-04-06T23:28:00.001+02:00</published><updated>2010-04-06T23:28:56.055+02:00</updated><title type='text'>weddinger morgen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;wachte zeitiger auf als mir lieb war. drüben im bad unterm spiegel warteten halbleere pillenpacken und arzneipullen und im kühlschrank safteten zwiebelringe ihr letztes bisschen heilsame zuckerlache ins twist-off-glas, nachhuten der vergangenen tage. aber nicht mehr rot unter den grünen augen waren die ränder, und auch nicht tief, und das schlucken fiel wieder so ungeheuer leicht wie seit tagen nicht mehr. unrasiert stand hinter der medizin ein halbwegs gesundes gesicht. der arbeitstag lag frisch in seinen wehen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;first we gain new terrain&lt;/em&gt; flüsterten mew über leichten klavierschlägen quer durch die wohnung, stringend und unkompliziert, und legten die melodie sachte auf holzregale und setzten sie weich zwischen stühle und lehnten sie strahlend ans sonnige küchenfenster, während auf dem herd der kaffeedampf heiss über die maschine pfeifte. als ob nie etwas gewesen wäre. hatte schoko-clusters zum morgen, dazu vom vorabend die letzten bissen des chicken-fajita-bagels. sonst war alles neu.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/uDw3CinkTzU"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/uDw3CinkTzU" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;mew &lt;em&gt;new terrain/the zookeeper's boy&lt;br /&gt;(as long as we’re me and you we should not lose terrain)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8203676787541825050?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8203676787541825050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8203676787541825050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/04/weddinger-morgen.html' title='weddinger morgen'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8293690881010600700</id><published>2010-03-26T00:00:00.002+01:00</published><updated>2010-03-26T00:02:41.534+01:00</updated><title type='text'>the sympathetic character of kathrin thuering's blue moon</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;kathrin: eine minute zu früh heute. mein vertrag läuft eigentlich erst ab zweiundzwanzig uhr. jakob, komm nochmal rein! hat er denn schon fertig moderiert? so, jetzt ist zweiundzwanzig uhr, jetzt kannste gehn. unser thema heute ist mitleid. ich bin ein mensch, der sehr, fast schon ein bisschen zuviel mitleid empfindet. mit welchem schicksal hattet ihr mitleid? oder findet ihr, dass mitleid nur geheuchelt ist, um sich ein gutes gefühl zu machen?&lt;br /&gt;jan phillip: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=hktuLJUQcJU"&gt;du hast deinen schatz gefunden, ohne lang zu buddeln.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: mit wem habt ihr mitleid und warum? ich baue auf eure soziale kompetenz.&lt;br /&gt;justin: ich hab mit hannover sechsundneunzig mitleid. die haben diese saison eines der härtesten lose gezogen. seit dem freitod von robert enke haben die kaum ein spiel mehr gewonnen. nicht soviel mitleid hab ich mit den hertha-fans, ich bin halt für union.&lt;br /&gt;kathrin: ich ooch.&lt;br /&gt;justin: eisern! naja. mitleid, finde ich, ist ein wichtiges gefühl. geheucheltes mitleid ist verarsche.&lt;br /&gt;kathrin: warum findest du mitleid wichtig?&lt;br /&gt;justin: ich finde das eine grosse menschliche eigenschaft.&lt;br /&gt;kathrin: ist es korrekt, wenn man behinderte bemitleidet?&lt;br /&gt;justin: ich finde das vollkommen in ordnung.&lt;br /&gt;kathrin: ich möchte heute gern einen weltrekord anzetteln. das habe ich vor mit euch. kajetan, kommst du rein, bitte, zackzack. erstmal brauch ich dich und dann die hörer. es wird ja bestimmt schonmal 'ne gruppe von sechs leuten gegeben haben, die &lt;em&gt;alle vögel sind schon da&lt;/em&gt; gesungen haben. heute brauchen wir aber noch unseren zeige- und mittelfinger. die stecken wir in unsere nase. machst du das mal bitte!&lt;br /&gt;kajetan: ja, ich hab's jetzt gemacht. da ist doch hoffentlich jetzt kein popel dran.&lt;br /&gt;kathrin: kajetan, das ist ein absolut seriöser weltrekord.&lt;br /&gt;kajetan: wir sind ja auch ein seriöser sender.&lt;br /&gt;kathrin: ich schmeiss dich gleich raus. mensch, das kann doch nicht so schwer sein! dieser weltrekord wird jetzt durchgezogen.&lt;br /&gt;kajetan: ist dir die idee beim popeln gekommen?&lt;br /&gt;kathrin: du bist wirklich bescheuert! hallo paul.&lt;br /&gt;paul: ich hab den text von &lt;em&gt;alle vögel sind schon da&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;kathrin: du bist bis jetzt der einzige.&lt;br /&gt;karin: ich dachte, eigentlich soll es um mitleid gehen. dazu wollte ich was sagen. ich frage mich gerade, was das soll. für mich gibt es ja einen unterschied zwischen mitleid und mitgefühl. ich finde, auf dieser welt gibt es viel zu wenig mitgefühl. mitleid gegenüber behinderten finde ich überheblich, weil man auch von behinderten etwas lernen kann.&lt;br /&gt;kajetan: das war auch endlich mal ein vernünftiger beitrag in dieser sendung.&lt;br /&gt;kathrin: ihr könntet mich wahnsinnig glücklich machen mit finger in der nase…&lt;br /&gt;kajetan: …kathrin, du musst was verlosen, damit die anrufen.&lt;br /&gt;kathrin: paul, thilo und leo, finger inne nase, wir machen das jetzt!&lt;br /&gt;alle: &lt;em&gt;alle vögel sind schon da, alle vögel, alle. welch ein singen, musiziern, pfeifen, zwitschern, tiriliern. frühling will nun einmarschier'n, kommt mit sang und schalle.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;kathrin: jetzt macht das leben wieder sinn.&lt;br /&gt;paul: ich fühl mich wunderbar, sowohl körperlich als auch geistig.&lt;br /&gt;thilo: ich war eben etwas verstört, aber jetzt fühle ich mich traumhaft.&lt;br /&gt;leo: ich hatte in dem einen nasenloch den daumen und im anderen zwei finger gehabt.&lt;br /&gt;kathrin: aber so kann ich das doch nicht beim kommittee einreichen! eure gedanken zum thema mitleid sind gesucht.&lt;br /&gt;clemens: mitleid ist ein gefühl, das wir selbst erzeugen oder das von anderen erzeugt wird. das kommt auf die situation an. mitleid hat also keinen mehrwert. es bringt niemandem etwas. aber es ist nichts schlechtes.&lt;br /&gt;paul: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=Y1gdvfLzUKo"&gt;qui dit crise te dis monde dit famine dit tiers-monde.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;karo: ich glaube, dass kaum ein menschliches gefühl zu etwas führt, also auch nicht liebe oder hass. das kann nur der anlass zu etwas sein. man kommt als mensch gar nicht da herum, mitleid zu empfinden. ich denke aber auch, dass es nicht immer ein positives gefühl ist, weil es eben auch ein urteil sein kann.&lt;br /&gt;clemens: ich find das prima, was du gesagt hast. man kann sich vor gefühlen gar nicht wehren. die frage aber ist, warum spenden wir denn nicht alle, wenn wir sowas im fernsehen oder ähnlichem sehen.&lt;br /&gt;karo: mitleid zu empfinden heisst nicht zwangsläufig auch zu handeln.&lt;br /&gt;clemens: ich frage mich dann halt, wenn ich mitleid habe, was ich als nächstes tun kann.&lt;br /&gt;karo: wenn man sich in die person hineinversetzt, kann man ihr wahrscheinlich eher helfen.&lt;br /&gt;axel: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=hO6Oq-v_gD4"&gt;rotes fell, dicker kopf, sehe aus wie'n junger gott.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;raul: ich bin ein kollege von kathrin bei fritz und rollstuhlfahrer.&lt;br /&gt;clemens: ich hab raul mal bei fritz gehört. interessant fand ich, als er erzählte, wie er seinen alltag gestaltet. ich hatte das gefühl, dass er mitleid nicht braucht.&lt;br /&gt;kathrin: raul, hast du mitleid?&lt;br /&gt;raul: ich würde es eher empathie nennen. manchmal denke ich, so wie der sich fühlt, würde ich mich gern nicht fühlen, oder anders herum. ich persönlich kann mir von mitleid aber nix kaufen.&lt;br /&gt;kathrin: das ist ja schon klar. aber ist es nicht trotzdem nicht so eine anteilnahme, die man da spürt?&lt;br /&gt;raul: das ist wohl eher mitgefühl.&lt;br /&gt;kathrin: wann bist du denn mit mitleid konfrontiert?&lt;br /&gt;raul: im alltag sehe ich das schon gar nicht mehr. manchmal lächeln einen irgendwelche menschen einfach an, die man gar nicht kennt. die müssen das mit sich selbst ausmachen.&lt;br /&gt;kathrin: das empfindest du nicht als nett?&lt;br /&gt;raul: nee, eigentlich nicht. es ist ein unterschied, wenn jemand lächelt, weil er mich nett oder lustig findet, oder bloss weil ich im rollstuhl sitze.&lt;br /&gt;heiko: ich bin heute durch berlin gefahren. in marzahn stand ein zirkus. und ich hatte mitleid mit den eingepferchten elefanten.&lt;br /&gt;kathrin: das kann ich nachvollziehen.&lt;br /&gt;raul: grundsätzlich setzt mitleid ja immer leid voraus. das muss man erstmal feststellen.&lt;br /&gt;fridtjof: ich bin fast blind seit geburt an. dazu kommt noch lichtempfindlichkeit. durch mitleid bekommt man immer auf's auge gedrückt, man sei anders. da wird mir hilfe untergeschoben, ohne dass ich danach frage.&lt;br /&gt;jens: mitleid ist in unserer gesellschaft nicht angebracht. leute, die mitleid haben, wollen immer nur ihr schlechtes gewissen beruhigen. die, die kein mitleid haben, die handeln lieber. leute in sozialen berufen können das gar nicht gebrauchen. mitleid wird von den eltern beigebracht.&lt;br /&gt;kathrin: und was tust du dann?&lt;br /&gt;jens: also ich bin ehrenamtlich in der freiwilligen feuerwehr. ich beruhige mein gewissen auf die weise.&lt;br /&gt;jan/udo: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=QyrubRqDa6g"&gt;ich hab so viel termine, in der disko, vor gericht und bei der bank, da schick ich einfach meine vize-egos.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: olle jan delay, hier mit'm udo.&lt;br /&gt;thomas: was die anderen alle nicht gesagt haben, ist, dass mitleid eigentlich gar nicht böse gemeint ist. in der diskussion hatte ich so das gefühl. sicherlich sollte man sich nicht aufdrängen, aber an sich sollte man die hilfsbereitschaft erkennen.&lt;br /&gt;axel: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=x5YjlB5UwDQ"&gt;aber so lang mein leben rock'n'roll ist, kommst du wahrscheinlich nicht.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: gloria, magst du das lied?&lt;br /&gt;gloria: doch, find ich ganz schön, muss ich sagen. ich bin ja ganz schockiert, dass mitleid so negativ wahrgenommen wird. ich finde, man muss sich nicht schlecht fühlen, wenn man jemanden bemitleidet. mir können ja dinge leid tun, an denen ich nichts ändern kann, weil es vielleicht nicht in meiner macht steht. aber ich kann mir auch vorstellen, dass es für die betroffenen total nervig sein kann.&lt;br /&gt;kathrin: empfindest du oft mitleid?&lt;br /&gt;gloria: nee, eigentlich nicht. häufiger kommt mir das bei tieren vor. was mir aber fremd ist, ist selbstmitleid. das finde ich wesentlich schlimmer.&lt;br /&gt;thomas: richtiges leid kriegt man nur ausserhalb europas mit. mitleid habe ich mit den leuten, die nichts zu essen und zu trinken haben. mein mitgefühl gegenüber deutschen hat sich geändert, seitdem ich im kosovo war.&lt;br /&gt;martin/boris/björn: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=UZbDPXtv508"&gt;also ich will den erfolg und zwar den maximalen.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: ich merk schon, ihr seid ooch kaputt und müde. deshalb entlasse ich euch jetzt. hammer wieder alle wat jelernt. schlaft schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des abends:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/rZv9R-KWcJM"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/rZv9R-KWcJM" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;massive attack &lt;em&gt;unfinished sympathy&lt;br /&gt;(the curiousness of your potential kiss has got my mind and body aching)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8293690881010600700?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8293690881010600700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8293690881010600700'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/03/sympathetic-character-of-kathrin.html' title='the sympathetic character of kathrin thuering&apos;s blue moon'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-6350856276663973412</id><published>2010-03-19T00:00:00.004+01:00</published><updated>2010-03-19T00:12:58.086+01:00</updated><title type='text'>kathrin thuerings blue moon goes on its first date</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;kathrin: heute geht's um dates, die ihr schon hattet, von denen ihr sagt, die werde ich nicht vergessen. das kann auch ein date sein, das man mit einer freundin hat, die ihr schon zwei jahre habt. was mich auch noch interessiert: der magnet-club öffnet ja heute in kreuzberg und ich überlege, ob ich da heute noch hingehen soll. also wenn jemand vor zwölf schon dort ist, da kann der gern auch anrufen. also wenn ein mann sagen würde, er hat mit kathrin thüring ein rendez-vous, dann würde ich den sofort heiraten. rendez-vous ist ja ein so schönes wort.&lt;br /&gt;steffen: mein letztes date hatte ich im februar. wir haben uns erst bei mir getroffen, und dann sind wir zusammen ins kino.&lt;br /&gt;kathrin: was habter gekuckt?&lt;br /&gt;steffen: 500 days of summer. da beschreibt ein mann fünfhundert tage mit einem mädchen namens summer.&lt;br /&gt;kathrin: wie ging's dann weiter?&lt;br /&gt;steffen: wir sind dann was essen gegangen und dann in ihre wohnung. wir kannten uns online ja schon länger.&lt;br /&gt;kathrin: ingo, du gehst heute noch in den neu eröffneten magnet-club.&lt;br /&gt;ingo: ich bin mir noch nicht sicher.&lt;br /&gt;kathrin: ich war ja gerne im alten magnet in der greifswalder. ich würde, bevor ich in den neuen gehe, erst noch wissen wollen, ob das lohnend ist.&lt;br /&gt;onkel berni: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://my.sputnik.de/flashplayer/show?w=213&amp;amp;h=166&amp;amp;dsh=120&amp;amp;layout=1&amp;amp;t=a&amp;amp;ids=68394"&gt;wir feiern mit der bullenpolizei, ja, hier geht was.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: ich hatte noch nie 'n date. klar mal so 'ne verabredung, aber nie so mit aufbrezeln.&lt;br /&gt;felix: ich komme bei dieser auslegung auf drei. eins war nicht der burner. zuerst waren wir im kino, danach noch was essen. das war aber dann so der flopp. wir sassen fast schweigend nebeneinander.&lt;br /&gt;kathrin: sag nicht, ihr habt beim essen übers essen geredet.&lt;br /&gt;felix: nee, so schlimm war's nicht. aber fast. und dann musste ich trotzdem alles bezahlen, obwohl's für sie auch nicht schön war. wenn's ein schönes date ist, dann zahl ich auch gerne.&lt;br /&gt;kathrin: wie habt ihr euch verabschiedet?&lt;br /&gt;felix: tschüss und 'ne kurze umarmung.&lt;br /&gt;kathrin: wenn jemand von euch schon mal'n blind date hatte, würde ich das gern wissen, ob ihr dann mit so 'nem halben schwein unter der laterne stehen musstet.&lt;br /&gt;karsten: in früheren jahren habe ich das so gehandhabt, dass ich die rechnung übernommen habe. aber jetzt klär ich das vorher.&lt;br /&gt;kathrin: wie klärt man denn sowas? sag doch mal.&lt;br /&gt;karsten: schwer zu sagen.&lt;br /&gt;kathrin: siehste, so einfach isses nämlich nicht.&lt;br /&gt;felix: ich zahl einfach immer aus anstand. ich weiss ja nicht, wie man das anspricht, wie man ihr vernünftig beibringen könnte, dass sie auch was zahlt.&lt;br /&gt;kathrin: ich kenn so frauen, die den typ gleich abschiessen, wenn der am ersten date nicht zahlt.&lt;br /&gt;kati: also ich bin ein grosser fan von hälfte/hälfte, ansonsten zahl ich eigentlich ganz gerne. ich möchte nicht gern in der schuld stehen. da denke ich, ich müsste irgendwas zurückgeben, oder der typ fordert dann was ein.&lt;br /&gt;christopher: also ich glaube, dass fünfundachtzig prozent der frauen das erste date gezahlt bekommen wollen.&lt;br /&gt;kati: dann hattest du noch kein date mit mir.&lt;br /&gt;christopher: dann gehörst du zu den restlichen fünfzehn prozent.&lt;br /&gt;kati: das tun doch männer auch für ihr ego, oder?&lt;br /&gt;christopher: na irgendjemand muss ja mal handeln und zur bar bezahlen gehen. frauen haben vielleicht auch ein bisschen angst zuzugeben, dass sie gern eingeladen werden. es sollte doch auch das bedürfnis da sein, selbst zu zahlen.&lt;br /&gt;matze: ich gehe meist davon aus, dass ich bezahlen werde, bin dann aber positiv überrascht, wenn die eine oder andere doch mal zahlt.&lt;br /&gt;christopher: eine weitere theorie ist ja, dass je schöner die frau ist, desto weniger die chance besteht, dass sie zahlt.&lt;br /&gt;kathrin: christopher, du und deine theorien!&lt;br /&gt;matze: wenn ich die frau einlade, dann muss ich auch zahlen.&lt;br /&gt;christopher: aber so funktioniert das heutzutage doch gar nicht mehr, da trifft man sich irgendwo und dann schaut man mal gemeinsam.&lt;br /&gt;kati: wenn das euch männer so stört, warum sagt ihr dann eigentlich nichts?&lt;br /&gt;christopher: ach, so wichtig ist mir das nicht, dass ich dann an dem abend daraus ein thema mache.&lt;br /&gt;maxi: also ich nehme zu verabredungen immer genug geld mit, dass ich gegebenenfalls auch zahlen kann.&lt;br /&gt;max: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.mtv.de/videos/563334"&gt;träumst von nackten füssen im nassen rinnstein.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;clemens: wir haben an der fu eine studie begleitet, die zu dem ergebnis kommt, dass bei einem höheren bildungsstand und höherem einkommen, frauen und männer zu gleichen teilen bezahlen. die zwänge kommen alle aus der vergangenheit und der erziehung, die wir schon seit jahren mit uns rumschleppen. man sollte damit locker umgehen.&lt;br /&gt;lutz: das find ick ooch. bei mir is dit so, wir machen dit vorher aus, wo wir hinjehn. und dann bezahlt eener dis kino und die andere die drinks oder so.&lt;br /&gt;kathrin: mike?&lt;br /&gt;mike: endlich.&lt;br /&gt;kathrin: hör auf zu maulen. du hattest heut ein date?&lt;br /&gt;mike: ich war heute im jugendclub und da habe ein mädchen kennen gelernt. dann sind wir zusammen nach hause gegangen. und dann haben wir uns geküsst.&lt;br /&gt;kathrin: hooch. seid ihr jetzt zusammen?&lt;br /&gt;mike: das kann man doch nach dem ersten date noch nicht sagen.&lt;br /&gt;kathrin: wie habt ihr das gemacht mit dem küssen?&lt;br /&gt;mike: ich hab sie geküsst. ich hab mich erst zu meinem fahrrad runtergebeugt und dann waren unsere gesichter ganz nahe beieinander.&lt;br /&gt;kathrin: mike, ich hab dich gestern schon im blue moon gehört. du nuschelst wie sau.&lt;br /&gt;mike: soll ich kurz erklären?&lt;br /&gt;kathrin: nur wenns nicht zu depri ist.&lt;br /&gt;mike: ich hab adhs. und das ist bei mir logopädisch bedingt.&lt;br /&gt;kathrin: ich dachte da immer, ihr schreit ein bisschen lauter. ach, ich will mich hier doch nicht über dich lustig machen.&lt;br /&gt;mike: ich hab noch was, wohin man ein mädchen einladen kann: ins shopping center. da kann sie einkaufen und danach gibt's ein eis.&lt;br /&gt;danko: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=yGLwqtOF_XY"&gt;we're gonna do all the things all the couples like to do.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: ich würde gern die theorie verstehen, dass es eine studivz-gruppe gibt die heisst &lt;em&gt;date nie einen mann, der eine katze hat&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;steffen: ich glaube ja, dass katze etwas anderes bedeutet, zum beispiel, dass der typ schon 'ne freundin hat.&lt;br /&gt;theresa: es ist so, dass es eine studie gibt, dass katzenbesitzer intelligenter sind als hundebesitzer. vielleicht kommt das da her.&lt;br /&gt;kathrin: in einer beziehung dates zu haben, finde ich wunderschön.&lt;br /&gt;friedjof: ich hatte mal ein blind date. das war überraschend, aber nicht angenehm. wir haben uns über internet kennen gelernt. und dann war die frau ganz unattraktiv durch mangelndes selbstbewusstsein. das beste ist, man macht einen freien platz aus, da kann man von der ferne schon mal kucken und eventuell abhauen.&lt;br /&gt;max: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.dailymotion.com/video/x2bch8_freundeskreis-leg-dein-ohr-auf-die_music"&gt;wir spielten draussen fussball, als der erste regen kam.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: mich würde jetzt interessieren, wie der neue magnet-club ist. ingo ist dort.&lt;br /&gt;ingo: ich bin gerade im innenhof. das ist hier direkt hinter der oberbaumbrücke. es ist wirklich eine sehr sehr geile location. zwei bars. sehr gut besucht. wenn man reinkommt ist erstmal alles ein bisschen gedimmt. es hat so ein bisschen einen abgefuckten touch, den style des alten magnet. das haus sieht nach einem dienstleistungsgebäude aus. auf dem einen floor kam gerade electro, der andere ist standarddancefloor. viel standpublikum, eine mischung aus friedrichshain und kreuzberg. ich bin dreiunddreissig und komme mir ein bisschen alt vor. drei euro ist standardeintritt.&lt;br /&gt;kathrin: ingo, der kleene wichtigtuer, ist jetzt also im magnet.&lt;br /&gt;philipp: ich bleib heute zuhause.&lt;br /&gt;kathrin: bist schon im bett?&lt;br /&gt;philipp: ja.&lt;br /&gt;kathrin: bist du jemand, der nachtzeug trägt?&lt;br /&gt;philipp: ja.&lt;br /&gt;kathrin: was für eins?&lt;br /&gt;philipp: im moment hab ich einfarbiges schlafzeug an.&lt;br /&gt;kathrin: dann mal schnell noch raus mit deiner dategeschichte.&lt;br /&gt;philipp: es war am letzten schultag vor weihnachten. ich bin mit einem mädchen, das ich kannte, zur bushaltestelle gelaufen. und dann sagt sie, sie würde gern mal ins kino gehen, sie wüsste aber nicht mit wem. und dann hab ich mich angeboten. da bin ich am nächsten tag bei 20 grad minus mit dem fahrrad nach luckenwalde gefahren. dann hab ich sie auf's kino eingeladen. das war so schön, dass wir kurz nach weihnachten nochmal nach berlin gefahren. ab dem tag waren wir dann auch offiziell zusammen.&lt;br /&gt;kathrin: und heute seid ihr noch glücklich?&lt;br /&gt;philipp: nee, so lange hat das nicht gehalten.&lt;br /&gt;kathrin: welche farbe hat dein nachtzeug?&lt;br /&gt;philipp: so schwarzgrau.&lt;br /&gt;kathrin: hast du da auch passende bettwäsche?&lt;br /&gt;philipp: ja, meine sommerbettwäsche.&lt;br /&gt;kathrin: und ganz ehrlich, liegt da auch noch ein stofftier?&lt;br /&gt;philipp: nee, schon seit 'nem jahr nicht mehr.&lt;br /&gt;kathrin: bei mir schon noch. ich hatte heute einen brief in meinem fritz-postfach von thomas. der sitzt nämlich in der jva tegel. schöner eisbär-aufkleber drauf – da frag ich mich, woher man die im knast kriegt. lesen die brigitte? und der schreibt, wenigstens eine stunde am tag, die er schön findet. toll. euch eine gute nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des abends:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tUM5aQUW2og"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/tUM5aQUW2og" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;crystal castles &lt;em&gt;courtship dating&lt;br /&gt;(heaven should interfere, i'm coming from your tears)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6350856276663973412?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6350856276663973412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6350856276663973412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/03/kathrin-thuerings-blue-moon-goes-on-its.html' title='kathrin thuerings blue moon goes on its first date'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2882917006959529635</id><published>2010-03-18T00:00:00.005+01:00</published><updated>2010-03-18T00:07:42.740+01:00</updated><title type='text'>stimmen der u-acht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;– in dem zimmer, das mir von der agentur zugewiesen wurde, wohnen vier leute, und die kommen immer unterschiedlich, um eins, um zwei, um drei, um vier. jetzt hab ich in kreuzberg 'ne pension gefunden. da kostet die nacht einundzwanzig euro. mir fehlen noch zwölf. wenn der eine oder andere von ihnen eine kleine spende für mich übrig hätte, könnte ich heute nacht dorthin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;~*~&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– aber kuck doch mal, die hat voll die dicken beine.&lt;br /&gt;– ach quatsch, das ist einfach nur'n moderner schnitt.&lt;br /&gt;– goldener schnitt wohl eher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;~*~&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– kann ich mal eine pommfritz von dir naschen?&lt;br /&gt;– nein, das ist meins.&lt;br /&gt;– aber lass doch die oma mal…&lt;br /&gt;– das is'n kids-club-menü, das schmeckt dir sowieso nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;~*~&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– lemma.&lt;br /&gt;– apomnemoneumata.&lt;br /&gt;– sylloge.&lt;br /&gt;– kalokagathie.&lt;br /&gt;– homoioteleuton.&lt;br /&gt;– ey, noch mehr wörter, alter, &lt;em&gt;noch mehr&lt;/em&gt; wörter!&lt;br /&gt;– mir fällt aber keins mehr ein! alter.&lt;br /&gt;– apophthegma.&lt;br /&gt;– arete.&lt;br /&gt;– dichotomie.&lt;br /&gt;– aber ey, weiss doch jeder, was das heisst. das gilt nicht. kann gar nicht gelten.&lt;br /&gt;– na dann erklär doch mal, du vogel!&lt;br /&gt;– die dichotomie zwischen apophthegmata und gnomen wird relativiert durch die gleichlaufende subkategorisierung unter die apomnemoneu- mata.&lt;br /&gt;– ey, verstanden hast du's, verstanden! respekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;~*~&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– it seems that the sixties are coming in style again.&lt;br /&gt;– the same as in boston.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;~*~&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/iAMA1kjP3zo"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/iAMA1kjP3zo" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;the avett brothers &lt;em&gt;will you return?&lt;br /&gt;(i don't wanna live, but i sure don't wanna die)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2882917006959529635?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2882917006959529635'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2882917006959529635'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/03/stimmen-der-u-acht.html' title='stimmen der u-acht'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2761217937249304</id><published>2010-03-02T20:52:00.005+01:00</published><updated>2010-03-02T23:42:14.781+01:00</updated><title type='text'>urlaub am kotti</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;da vawehren die mir doch einfach meenen urlaub, den ick mir hart erarbeitet hab, dit jeht so nich, hab ick den jesacht hab ick den dit, aber dit wolln die nich vastehn, vastehste, und dit vasauteste von den is, dat die mir so hinstellen, als wär ick unjemässt oder wie dit heest, jemässicht, nee unjemässicht, so als täte ick denen wat abvalangen, wo die eijentlich vapflichtet zu sin, nawennde mir frachst, dit is 'ne saubande ohnegleichen, aber wat soll ickn machn, ma mussja leben,&lt;br /&gt;holte johnny aus, ellenlang palavernd, und nicht nur der sitznachbar in der u-acht, sondern der ganze waggon wurde unterhalten und johnny sass da und machte weitschweifende bewegungen mit seinen armen, und immer wieder rutschte ihm dabei der träger des blaumanns von der schulter, und sein nachbar versuchte ihn runterzufahren, irgendwo seinen sleep-knopf zu finden,&lt;br /&gt;ach johnny, machma halblang, dit hasse sicher falsch vastanden, aba jetz machma kopp zu, du rechst dir immer viel zu sehr auf, ick hab ooch acht stunden jearbeitet, und dit geseier von dir jeht mir tierisch unter die jehirnhaut und kratzt dort an meene synapsen, und du weest doch, wie wichtig meene synapsen für meen wohlbefinden sin, und vor allem wie wichtig meen wohlbefinden für das jleichjewicht in meen autojenen training heut abend is,&lt;br /&gt;haette der sitznachbar sagen sollen, aber anstatt dessen gab er bahn frei für johnnys mambo durch die kaskaden der empörungen, und der nutzte seine freiräume geostrategisch perfekt zwischen u-bahn-türschnappern und behelfssitz.&lt;br /&gt;get a room, sagte &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.davidthomasbroughton.co.uk/"&gt;thomas david broughton&lt;/a&gt;, der zur offenen waggontür eintrat, und dann summte er und bewegte seine leisen lippen zu den worten &lt;em&gt;god loves a murderer, because there is so much sin to forgive, so much sin to forgive&lt;/em&gt;. und all das grenzte schon fast an unglaubliche formen des irrealismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mHggv60IUxc"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/mHggv60IUxc" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;hurts &lt;em&gt;wonderful life&lt;br /&gt;(driving through the city to the temple station)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2761217937249304?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2761217937249304'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2761217937249304'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/03/urlaub-am-kotti.html' title='urlaub am kotti'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5743600041637376269</id><published>2010-02-19T00:00:00.003+01:00</published><updated>2010-02-19T00:13:09.400+01:00</updated><title type='text'>kathrin thuerings blue moon's coming home</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;kathrin: &lt;em&gt;geliebte zwischen himmel und hoelle, zwischen meer und meer; mutter zwischen wiesen und watt, zwischen teich und strom; engel zwischen wachen und schlaf, zwischen nebel und wind: hamburg!&lt;/em&gt; so schreibt wolfgang borchert ueber seine heimatstadt hamburg. und ueber eure heimat moechte ich heute mit euch sprechen. ist das ein gefuehl, ist das ein land, ist das ein kleiner landstrich, ist das ein berg, ist das eure oma? ich war am wochenende seit langem wieder mal in meiner heimat in seehausen. da hab ich neunzehn jahre gelebt; und danach bin ich wieder nach hause, also nach berlin gefahren. also ist da wohl jetzt meine heimat. wie ist das so, wenn man laenger von der heimat weg ist? wollen wir zuerst versuchen zu klaeren, was heimat ueberhaupt ist.&lt;br /&gt;jacques: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=KDD5o630vVc"&gt;ich liebe die traeume, die aufbruchsgeister.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: ist heimat auch immer gleichzeitig das zuhause? ich hab mich natuerlich vorher ein bisschen kundgetan: heimat ist unuebersetzbar. kann heimat ueberhaupt das werden, wo man nicht seine kindheit verbracht hat? lisa?&lt;br /&gt;lisa: ja.&lt;br /&gt;kathrin: mensch, biste maulig oder wat?&lt;br /&gt;lisa: nee, ich bin erkaeltet.&lt;br /&gt;kathrin: ach das freut mich an brandenburgern; das erinnert mich gleich an meine heimat, das maulige.&lt;br /&gt;lisa: heimat ist nicht unbedingt dort, wo man aufgewachsen ist, sondern dort, wo menschen leben, die einen lieben und verstehen, dorthin, wo man gerne hinkommt.&lt;br /&gt;kathrin: willst du aus brandenburg mal weggehen?&lt;br /&gt;lisa: ja, schon. hier ist auf'm dorf und schon ein bisschen oede.&lt;br /&gt;kathrin: kannst du dir auch mal vorstellen, dass du zum beispiel in muenchen oder stuttgart oder paris zuhause bist?&lt;br /&gt;lisa: ja, wenn man wie ich weg will, dann schon.&lt;br /&gt;kathrin: ist heimat eigentlich gleich zuhause? unser lieber theodor fontane sagte: &lt;em&gt;erst die fremde lehrt uns, was wir an der heimat besitzen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;mike: also meine heimat ist fuer mich berlin.&lt;br /&gt;kathrin: fuehlst du dich in berlin zuhause, oder eher in hohenschoenhausen?&lt;br /&gt;mike: fuer mich ist berlin heimat, hohenschoenhausen ist mein zuhause. zuhause ist, wo ich mich zuhause fuehle, heimat dort, wo ich herkomme.&lt;br /&gt;kathrin: glaubst du, dass du woanders eine heimat finden koenntest?&lt;br /&gt;mike: nee, meine heimat bleibt immer berlin, zuhause kann ich auch woanders sein.&lt;br /&gt;kathrin: heimat muss ja dann aber nicht immer was positives sein. was ist mit den kindern, die nicht in rosaroten umstaenden gross werden?&lt;br /&gt;tina: ich glaube nicht, dass heimat dort ist, wo man geboren wurde. heimat haengt immer von den menschen um einen herum ab.&lt;br /&gt;cosmic dj: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=d4Gpb6JESNg"&gt;one day you return the one love leaving home.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;franzi: ich bin in potsdam geboren. ich weiss nicht, wie ich heimat definieren soll. ich bin sehr oft im ausland, verspuere aber kein heimweh. ich fuehle mich nicht richtig verbunden.&lt;br /&gt;jule: ich bin hundertprozent nationalist. ich wuerde niemals meine heimat im stich lassen oder ins ausland gehen.&lt;br /&gt;kathrin: hoere ich da einen hintergrund, der politisch nicht korrekt ist?&lt;br /&gt;jule: ich bin auf jeden fall kein nazi. ich bin patriot. fuer mein vaterland wuerde ich sterben.&lt;br /&gt;kathrin: franzi, wie hoert sich das fuer dich an?&lt;br /&gt;franzi: also, es soll jeder seine meinung haben. ich fuehle mich hier nicht wohl. ich habe immer fernweh. ich bin ueberall gluecklicher als hier.&lt;br /&gt;kathrin: macht dich das nicht unglaublich frei?&lt;br /&gt;franzi: es macht mich auf jeden fall mobiler. ich glaube, dass ich woanders gluecklicher werden kann.&lt;br /&gt;jule: fuer mich ist die hoechste prioritaet die heimat. wenn die franzi schon sagt, sie habe kein heimatgefuehl, dann finde ich das schrecklich. jedes volk soll seinen nationalstolz haben. auslaender sollen bitte hier nicht arbeitslos und kriminell sein.&lt;br /&gt;kathrin: aber das thema auslaender hat doch mit unserem thema nun ueberhaupt nichts zu tun.&lt;br /&gt;jule: ich lasse nichts ueber mein land kommen. ich wuerde fuer mein land leben, kaempfen und sterben.&lt;br /&gt;franzi: also ich finde so eine meinung ganz schoen krass.&lt;br /&gt;kathrin: jetzt kommt erstmal der nachrichtensprecher und seiert hier rum.&lt;br /&gt;toni: meine heimat ist hauptsaechlich berlin-brandenburg.&lt;br /&gt;kathrin: ich will ja noch auf jule zurueckkommen, die meinte, dass sie fuer ihr land sterben wuerde, aber keinesfalls als nazi bezeichnet werden will.&lt;br /&gt;toni: fuer mich hat sich das absolut nach neonazi angehoert. genau solche sprueche kommen von neonazis.&lt;br /&gt;kathrin: wo lebst du jetzt?&lt;br /&gt;toni: in aachen, aber das ist mir zu klein. die mentalitaet im rheinland ist nicht so meins. ich habe berlin und brandenburg immer geliebt und gerne da gelebt. ich komme bestimmt zurueck.&lt;br /&gt;tina: ich muss noch was zu dieser angeblichen patriotin sagen. also ich habe ueberhaupt keinen nationalstolz entwickelt, weil deutschland fuer uns jugendliche ja auch nichts tut. bei mir im auto haben jetzt alle gebruellt, &lt;em&gt;uuh, olle nazisau.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;bianca: die jule hat ja so ueber kriminelle auslaender gesprochen, aber wir haben doch heute erst von diesem deutschen spast gehoert, der einen amoklauf durchgefuehrt hat.&lt;br /&gt;kathrin: ein titel, den ich fast vergessen hatte:&lt;br /&gt;fred: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=bPD6YiBFG1Q"&gt;beatin on my mind every second with my fists.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;arne: hallo?&lt;br /&gt;kathrin: mussteste frueher auch immer den witz anhoeren: arne-banarne?&lt;br /&gt;arne: ja, aber das hat mich nicht gestoert. als ich geboren wurde, war das'n cooler name. ich komme aus ziesar, autobahnabfahrt 76 zwischen berlin und magdeburg. ich arbeite hier als schweisser, aber zurzeit auf kurzarbeit. auch fuer geld geh ich hier nicht weg. 'n arne braucht doch jeder.&lt;br /&gt;kathrin: 'n arne braucht auch jeder blue moon, aber 'n arne muss auch wieder gehn.&lt;br /&gt;arne: sag doch einfach, dass ich raus aus der leitung soll.&lt;br /&gt;kathrin: mensch arne, verfatz dir, hier sind noch andere hoerer. jens?&lt;br /&gt;jens: ja, bin ich dran?&lt;br /&gt;kathrin: jens, haste dir jetzt noch'n ei gebraten?&lt;br /&gt;jens: kann ich mit dir ueber lautsprecher reden? ich rauch gerade.&lt;br /&gt;kathrin: ja kannst dir doch nebenher was durchziehen. du kommst aus cottbus?&lt;br /&gt;jens: ja natuerlich. wenn ich mal in den urlaub weggefahren bin, dann freue ich mich am bahnhof von cottbus wieder in meiner heimat zu sein. cottbus wird immer meine heimat bleiben. ich will dennoch schon mal irgendwann weg, du kennst ja cottbus. aber ich liebe cottbus und die menschen.&lt;br /&gt;kathrin: aber das ist doch eine verklaerung der tatsachen, die menschen in cottbus oder bei mir in seehausen sind doch nicht immer nett. da gibt's ueberall idioten und wendeverlierer.&lt;br /&gt;jens: heimat ist das, wo ich aufwachse, was ich mag und was ich liebe. ich werde, wohin ich auch ziehe, immer mit cottbus verbunden bleiben.&lt;br /&gt;kathrin: heimat scheint immer etwas erhabenes und tolles zu sein. oder ist heimat vielleicht immer auch ein bisschen utopie der kindheit?&lt;br /&gt;christa: heimat ist fuer mich ganz eng verbunden mit der kultur, den ansichten und erfahrungen, die der mensch ueber jahrhunderte erlangt hat. ich finde, jeder sollte seine heimat haben. ich beziehe das nicht auf die deutsche kultur, sondern auf alle.&lt;br /&gt;kathrin: wo bist du geboren?&lt;br /&gt;christa: ich bin waehrend des zweiten weltkrieges in berlin geboren worden. dann ist meine familie mit mir nach pommern gegangen. wenn ich heute wieder dorthin fahre, fuehle ich mich noch immer zuhause. ich bin keine revanchistin. ich unterhalte mich in pommern mit den chausseebaeumen, die noch immer dort stehen, und ich glaube, dass die mich verstehen.&lt;br /&gt;felix: ich komm aus forst. ich kann absolut nicht stolz auf meine heimat und mein land sein. ich haette genausogut zwanzig kilometer weiter oestlich in polen geboren werden koennen. ich versteh das einfach nicht.&lt;br /&gt;kathrin: findest du, dass das wort heimat schon eine komische bedeutung hat?&lt;br /&gt;felix: da schwingt immer so ein moment der abgrenzung mit.&lt;br /&gt;joerg: geboren in stendal, nie woanders gewohnt. die traeume waehrend meines schlafes spielen immer um diesen wohnblock, in dem ich in meiner kindheit gewohnt habe. das fasziniert mich. das ist dann fuer mich heimat.&lt;br /&gt;kathrin: ernst bloch hat geschrieben: &lt;em&gt;die wurzel der geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die gegebenheiten umbildende und ueberholende mensch. hat er sich erfasst und das seine ohne entaeusserung und entfremdung in realer demokratie begruendet, so entsteht in der welt etwas, das allen in die kindheit scheint und worin noch niemand war: heimat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;robert: ich lebe in genf. dass ich hier fritz hoere, ist ja schon ein stueck heimat. diese witzig-poebelhafte art, so geht man ja in anderen radiosendern nicht mit seinen hoerern um. meine schwestern sind in berlin geblieben, mir fehlt ein bisschen die sesshaftigkeit.&lt;br /&gt;kathrin: ihr seid doch pfiffig – ich suche naemlich ein lied, ich weiss aber nur'n paar woerter: &lt;em&gt;meine heimat, das sind nicht nur die&lt;/em&gt; punktpunktpunkt.&lt;br /&gt;pablo: wir sind gerade hier zu sechst und essen spaghetti. was mich an der sendung stoert, ist, dass die meisten hoerer das heimatgefuehl territorial einschraenken. aber heimat ist dort, wo ich lebe und wo meine familie ist. ernst bloch bezieht heimat ja auf das gedankengut des menschen. das ist nicht lokal. das auf einen landstrich zu beziehen, ist beschraenkt. freunde und familie kann auch auf einen anderen landstrich bezogen werden. mein heimat ist die welt. ich fuehle mich wohl in der umgebung, wo ich gerade wohne. ich bin auf gewisse weise mit allen menschen verbunden. die frage nach heimat finde ich sowieso eher beschraenkt. heimat wird von vielen menschen schnell lokal definiert.&lt;br /&gt;kathrin: pablo, was macht ihr heute noch?&lt;br /&gt;pablo: kiffen.&lt;br /&gt;kathrin: das merkt man gar nicht.&lt;br /&gt;frank: ich wohne in emden. meine heimat ist eigentlich rostock. ich verstehe aber auch die territoriale eingrenzung von heimat nicht. ich wuerde den begriff viel einfacher zusammenfassen; goethe hat einmal gesagt, &lt;em&gt;heimat ist da, wo man liebt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;kathrin: wo liebst du?&lt;br /&gt;frank: na hier in emden. meine freundin.&lt;br /&gt;oskar: ich studiere seit oktober in passau. das thema kommt in letzter zeit oft bei uns auf, weil fuenfundneunzig prozent der leute hier nicht in passau geboren wurden. ich muss jetzt feststellen, dass ich ueberhaupt keine heimat habe, weil ich so oft umgezogen bin. kathrin, ich hab noch was fuer dich – &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=Idw1Ub32qjU"&gt;unsere heimat, das sind nicht nur die staedte und doerfer.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;konstantin: ich komme aus bischofswerda. viele leute verbinden die heimat mit einem bestimmten ort, weil dort die leute sind, die man kennt. deswegen verbinden die das mit einem ort.&lt;br /&gt;enrico: heimat ist nicht da, wo man liebt oder lebt, sondern da, wo man sich wohl fuehlt.&lt;br /&gt;kathrin: ich ende mit den worten von herrn groenemeyer: &lt;em&gt;heimat ist kein ort, heimat ist ein gefuehl.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des abends:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZEn9UfOEqqA"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/ZEn9UfOEqqA" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;bloc party &lt;em&gt;where is home (burial remix)&lt;br /&gt;(and i just sigh and i pretend that there's nothing wrong)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5743600041637376269?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5743600041637376269'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5743600041637376269'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/02/kathrin-thuerings-blue-moons-coming.html' title='kathrin thuerings blue moon&apos;s coming home'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-6158075646648629402</id><published>2010-02-15T23:30:00.001+01:00</published><updated>2010-02-15T23:30:40.085+01:00</updated><title type='text'>u-acht – oder: 30 sekunden aussenwelt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;zwischen heinrich-heine-strasse und moritzplatz strahlen, wenn die u-acht ganz gemaehlich uebers gleisbett knattert, neonroehren durch den schacht. tief im dumpfen lichtschein prangen bunte graffiti an den russigen waenden, erzaehlen aneinandergeperlt und uebertagt ihre draufgaengerischen geschichten von wagnis und ruedem leichtsinn und unbekuemmertem wetteifer.&lt;br /&gt;und an einer winzigen, abgeschwaechten leiste haengen ploetzlich unerwartete, gruene plastezeichen, auf denen mit weisser schrift das uebermass der tiefe geschrieben steht: &lt;em&gt;uebermut, ueberschwang, uebermannt&lt;/em&gt;. und die schilder an den schachtwaenden ziehen wie grobe etiketten hinter den koepfen der u-bahn-gaeste hinweg und stechen wahllos willkuerliche eigenschaften in die unbekannten, fremden gesichter.&lt;br /&gt;unbekannt, weil sie nicht wie der werner sind, von dem meine fuenfzigjaehrige sitznachbarin ihrer nur minder juengeren freundin erzaehlt; den sie jestern jefracht hat, wie denn sein tach jewesen waere. der werner, der dann echt jesacht hat, beschissen isser jewesen, hat der jesacht. und dat der auch den janzen liebenlangentach nich weess, watter denn machen soll. der sitzt ja bloss zuhause un wartet, dat der tach verjeht. seitdem der nich mehr arbeitet, da weess der nichts mehr mit sich anzufangen, da sitzt der vorm fernsehen und dann sachter, dat der tach beschissen jewesen is. na wat soll ick denn da sachn?&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0V-6YCc-V5U"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/0V-6YCc-V5U" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;kasper bjørke &lt;em&gt;young again&lt;br /&gt;(i was making a mess for the better i guess with a desire to be understood)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6158075646648629402?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6158075646648629402'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6158075646648629402'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/02/u-acht-oder-30-sekunden-aussenwelt.html' title='u-acht – oder: 30 sekunden aussenwelt'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5038271026255994220</id><published>2010-02-11T01:12:00.002+01:00</published><updated>2010-02-15T22:25:01.148+01:00</updated><title type='text'>fake - oder: fame 2010</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;hatte diese cremig mit ananas versetzte schmelzkaesezubereitung zum morgen. im radio las jemand den &lt;em&gt;faust&lt;/em&gt; von helene hegemann vor, was als satire zwar eindeutig nicht einfallsreich, aber dennoch lustig war. und dieses goethesche &lt;em&gt;was glaenzt, ist für den augenblick geboren, das echte bleibt der nachwelt unverloren&lt;/em&gt; schien dabei auch nur die klassische variante der hegemannschen scheindichotomie von echtheit und originalitaet zu sein. aber mit solchen gedankenspielen wollte radio fritz seine hoerer freilich nicht vergraulen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;~*~&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;die derzeitige eisschicht auf berliner fusssteigen habe eine siebenmal hoehere dichte als normalschnee und sei durchschnittlich acht zentimeter dick, verkuendete die gefaehrliche stimme im radio. als ob es auf die dicke ankommt, wenn nur die oberen zwei millimeter fuer den moeglichen beinbruch ausschlaggebend sind.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;~*~&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;in der s-bahn hatte dieser junge mann das aufgeklappte notebook auf seinem schoss und an den fuessen dunkelblaue frotteepantoffeln; solche, die in stereotypen romantischen komoedien staendig aus den hotelzimmern geklaut werden. dunkelblaue frotteepantoffeln. ganz selbstverstaendlich. morgens halb zehn in berlin. bekloppers – das fruehstueckchen. und als ob das noch nicht genug der groteske fuer den gewinn der tagesaktuellen goldmedaille im ueberdurchschnittlichen irrsinn gewesen waere, wechselte er kurz vorm oranienburger tor diese schlappen gegen dunkelbraune wildlederwinterschuhe, die er die gesamte fahrt ueber unter seinem sitz versteckt hatte, und verstaute die latschen neben das notebook in seine umhaengetasche. anscheinend brauchte er sie wieder für die rueckfahrt nach der arbeit. oder im hoersaal. und der umstand, dass der junge mann unverkennbar asiatische vorfahren hatte, setzte dem ganzen auch noch die plastene klischeekrone aus bunten zuckerbonbons auf.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;~*~&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;das wartezimmer beim arzt wurde zwischen schicksal und erloesung unterhalten, als die schwester im vorraum am telefon eine patientin, frau sirumluc, fragte, wie sie, frau sirumluc, denn darauf komme, krebs zu haben. die frau doktor habe doch vor zwanzig minuten in der sprechstunde erst die ergebnisse der untersuchung erklaert. die mikrobiologische ueberpruefung ihrer, frau sirumlucs, gewebeproben habe doch ergeben, dass sie keinen krebs habe. wie sie denn auf so etwas komme, also wirklich. und ich dachte, dass es frau sirumluc sehr gut getroffen hatte: lieber 'ne ruede schwester am telefon als krebs auf der haut.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;~*~&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;wieder einen tag ohne fraktur ueberstanden.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/jmLJVKzlinY"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/jmLJVKzlinY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;hockey &lt;em&gt;too fake&lt;br /&gt;(but watch out, i've got too much soul for the world.)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5038271026255994220?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5038271026255994220'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5038271026255994220'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/02/fake-oder-fame-2010.html' title='fake - oder: fame 2010'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-6548409217832438954</id><published>2010-01-29T00:02:00.003+01:00</published><updated>2010-02-15T22:28:09.621+01:00</updated><title type='text'>the city, the temptress</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;woke up way too early and treated myself to that pretty delicious salmon sesame bagel. later on i completed my palavering conversation with the pension fund that lately took too much of my spare time. spare time i rather had spent on wasted things like doing the dishes, calling a help line for misanthropic graduates, or simply finding a way to get the people around me caned.&lt;br /&gt;anyhow, later i got down to the subway where they for once sold dr pepper in 12oz longneck glass bottles. no one but me purchased one. just for the style. or a token gesture. and i thought how it would be if i was down at gare montparnasse in paris right at that moment. panhandlers were asking for valid rail tickets and stereotypical frechas reigned over groups of adolescent baggy pants. i walked by this stand where they displayed a couple of flyers entitled &lt;em&gt;not in haiti&lt;/em&gt;, and i thought, yeah right, better to be &lt;em&gt;not in haiti&lt;/em&gt; right now, and i got ashamed cause obviously behind the leaflet there were better intentions than i anticipated.&lt;br /&gt;at night someone from ploetzensee prison called the fritz blue moon talk and surprisingly though for two and a half years now he does time for extortionate robbery and establishing a gang he can't tell inmates if they have ponged breath cause he doesn't want &lt;em&gt;to show them disrespect&lt;/em&gt;. i always knew that the world outside's too meshugge.&lt;br /&gt;today's song:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/FSJANzThWnU"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/FSJANzThWnU" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;the parlotones &lt;em&gt;giant mistake&lt;br /&gt;(and eloquently said the phrase that pays)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6548409217832438954?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6548409217832438954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6548409217832438954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/01/city-temptress.html' title='the city, the temptress'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2477893079518541504</id><published>2010-01-16T02:10:00.002+01:00</published><updated>2010-01-16T02:14:38.975+01:00</updated><title type='text'>nur eine frage der zeiten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;wachte zeitiger auf als mir lieb war. unachtsam hatte ich mir mit dem rasiermesser ins ohr geschnitten und es blutete unaufhoerlich, und es war nur unangenehm gewesen, wie sich ein roter rand entlang der ohrmuschel bildete. dunkle dicke tropfen besprenkelten das lavabo. zum morgen hatte ich diesen sanften italienischen kochschinken mit knackenden panini. die stadt lag grau und schemenhaft, das herz war erzen, die gedanken aus reinem stahl. voll von kraft hatte ich drei wuensche, zu keiner zeit herb, stets ergoetzlich zu sein, und den letzten aufgespart fuer eine regnerische nacht. in der bahn hoerten dicht gedraengt die menschen zu, wie einer den beginnenden tag hofierte. wie waehrend einer bewetterung zog der kalte schachtwind durch die offenen tueren des waggons, wenn die bahn taktgemaess halt machte. in &lt;em&gt;the rules of attraction&lt;/em&gt; erzaehlte stump, dass sodomie in einer computerisierten welt ein ausdruck der renaturalisierung sei, und aus neugierde entdeckte sean im badezimmerschrank seines literaturprofessors blutstillende mittel, haarprodukte, zahnpolitur, muskelsalbe, abfuehrmittel und librium. kurz dachte ich, waehrend ich das las, an die bert-stern-fotografie von marilyn monroe ueber meinem kuehlschrank. ich hoerte den pre-release von beach house' &lt;em&gt;teen dream&lt;/em&gt; und war fasziniert von der hinreissenden zierde des songs &lt;em&gt;walk in the park&lt;/em&gt;, der in aehnlicher weise wie das freundliche und grandiose &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=s2YiUTh9dj4"&gt;&lt;em&gt;master of none&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; des debuetalbums &lt;em&gt;beach house&lt;/em&gt; beginnt, aber die allbekannte geschichte noch weiterdreht, mit ihr dann einen taenzelnd-koketten ausflug ueber die tonleiter dreht, und mit filigranem hall entlang schwerer gobelins gestickt aus verdruss und verehrung streift. gitarre, synthesizer, orgel und percussions verwandeln herzschlaege in strophen und lassen wellen der erinnerung am grossartig mantrischen refrain brechen. beach house sind mit der schoenheit ihrer songs die derzeit vielleicht unerhoerteste band.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/3ElJ9uXZmM0"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/3ElJ9uXZmM0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;beach house &lt;em&gt;walk in the park&lt;br /&gt;(you go for a walk in the park 'cause you don't need anything)&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2477893079518541504?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2477893079518541504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2477893079518541504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/01/nur-eine-frage-der-zeiten.html' title='nur eine frage der zeiten'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-156681783653837423</id><published>2010-01-10T20:53:00.005+01:00</published><updated>2010-01-10T22:17:58.036+01:00</updated><title type='text'>grand marnier fuer die ohren</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/S0oxmha14pI/AAAAAAAAAk0/2rYZnibUHo0/s1600-h/mixtape09.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 303px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/S0oxmha14pI/AAAAAAAAAk0/2rYZnibUHo0/s400/mixtape09.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5425203238996927122" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-156681783653837423?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/156681783653837423'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/156681783653837423'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/01/grand-marnier-fuer-die-ohren.html' title='grand marnier fuer die ohren'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/S0oxmha14pI/AAAAAAAAAk0/2rYZnibUHo0/s72-c/mixtape09.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-9031349391781462040</id><published>2010-01-01T01:39:00.008+01:00</published><updated>2010-01-01T02:26:34.684+01:00</updated><title type='text'>dekadenwechsel</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;selbstbestimmt habe ich heute einen fabelhaften letzten abend nullneun verbracht. die wahrheit ist mein zeuge. im kleinsten kreise gibt es rucolasalat mit lachs im blaetterteig, der haeppchenweise in den schlund traeufelt, danach wuerzige putenrouladen im rotwein-rosmarin-nelken-fond, dazu gruene kloesse und saures apfelrotkraut, am schluss selbst gebrannte walnuesse auf suessen birnen. im weinglas steht in seiner angenehmen frische ein tief purpurner merlot aus dem herzen des languedoc. im kleinsten kreise heisst: allein. die logische konsequenz am ende eines jahres, das so gar nichts in sich hatte und das ungeschrieben und unerinnert sein wird und bleiben soll.&lt;br /&gt;fast pathetisch laeuft im nebenzimmer birgit nilssons gewaltige met-interpretation der straussschen elektra. &lt;em&gt;was sie ins ohr dir zischen, trennt dein denken fort und fort entzwei, so gehst du hin im taumel, immer bist du als wie im traum.&lt;/em&gt; derweil harrt der norwegene im nordlaendischen mosjøen, der torinese in milano, a. in addis abeba, der schwabe in stuttgart, in alle winde zerstreut. und in meinen hinterhof leuchten die fenster der wohnungen, und dahinter werden tischfeuerwerke gezuendet, und zwischen luftschlangen sprenkeln wunderkerzen, &lt;em&gt;lachsalven und juxraketen&lt;/em&gt; flimmern vor die familien und das dritte &lt;em&gt;dinner for one&lt;/em&gt; am abend, und alle warten auf die wiederkehrende tigerkopfszene und das ungewollte lachen von freddie frinton, wenn er aus versehen das glas umstoesst. standardprogramm mit sekt und blei und kleeblaettern, hufeisen und gluecksschweinen, waehrend frau merkel kurz nach acht eine prosperierende nation fuers kommende jahr herbeiwuenscht. und drueben singt elektra &lt;em&gt;nun muessen du und ich hingehn und das weib und ihren mann erschlagen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;der dunkelgraue himmel versperrt die wahren sterne. kuenstliche schnuppen streifen blau und gelb und weiss drueben ueber pankow, und kleine supernovae zerspringen am horizont in alle richtungen wie aus der hand geglittene glaeser auf dem fliesenboden. im park vorm amtsgericht tropfen fontaenen bengalischer feuer nach oben zwischen die kahlen baeume und drumherum stehen kinder in ihren schwarzen anoraks im weissen schnee. und dazwischen, winzig und vielleicht vierjaehrig, huepft dieser kleine bub in seinem hellblauen skianzug und sieht mit seinem schal und den roten backen aus wie die miniatur eines schneemanns. und er erfreut sich der lichter und feuerspiele, des heulenden pfeifens und der knallenden boembchen; und sie alle stieben auseinander, wenn das getoese unter ihren fuessen anfaengt, und sie ueberrennen beinah den kurzen schneemann, der mit ausgestreckten armen nicht annaehernd so fix von dannen ist wie seine grossen geschwister.&lt;br /&gt;und ich stehe, wie es sich gehoert, mit krawatte und weste in meiner loggia unterm dach, und vor und unter mir kracht und pafft das schwarzpulver dunkle spuren in den weissen grund. meine gedanken der letzten wochen sind ausgeblendet, und aus den kopfhoerern daempft den naechtlichen laerm das atemraubende&lt;br /&gt;lied des jahres:&lt;br /&gt;&lt;embed src="http://www.blogcastone.net/audio/player.swf?soundFile=http%3A%2F%2Fc.wrzuta.pl%2Fwa1105%2F59e0c367002d67114a809175%2F0%2Fmew%2520-%2520sometimes%2520life%2520isn%2527t%2520easy.mp3&amp;playerID=10&amp;bg=0x999999&amp;leftbg=0x000000&amp;lefticon=0xffffff&amp;rightbg=0xffffff&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x000000&amp;righticonhover=0xcccccc&amp;text=0xcc0000&amp;slider=0xffffff&amp;track=0xcccccc&amp;border=0xcc0000&amp;loader=0xffcccc&amp;loop=no&amp;autostart=no" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="40" width="290"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;br /&gt;mew &lt;em&gt;sometimes life isn't easy&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(&lt;em&gt;isn't that how it goes, when you're lovesick? thinking about everything.&lt;/em&gt;)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-9031349391781462040?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/9031349391781462040'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/9031349391781462040'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2010/01/dekadenwechsel.html' title='dekadenwechsel'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2241296302091661001</id><published>2009-12-24T11:58:00.002+01:00</published><updated>2009-12-24T12:02:02.326+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: vierundzwanzigster dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SzEiIb61VTI/AAAAAAAAAks/hEsLbr9t-04/s1600-h/a24.jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; DISPLAY: block; HEIGHT: 263px; CURSOR: pointer" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5418149355032237362" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SzEiIb61VTI/AAAAAAAAAks/hEsLbr9t-04/s400/a24.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: center"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Seid gegruesst, nun kommen wir zum&lt;br /&gt;Weihnachtsabend. Heuer wird es keinen&lt;br /&gt;Christbaum geben und das Fest in aller&lt;br /&gt;Stille begangen, in gebündelten Gedan-&lt;br /&gt;ken an das, was uns lieb ist auf der&lt;br /&gt;Welt. Geniesst, ihr Lieben, offenen&lt;br /&gt;Herzens die grosse Festlichkeit der&lt;br /&gt;stillen Stunden und lasst euch von ih-&lt;br /&gt;ren sanften, kräftigen Händen alle&lt;br /&gt;Sorgen aus den Herzen nehmen.&lt;br /&gt;Euer Sebastian (24. Dezember)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2241296302091661001?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2241296302091661001'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2241296302091661001'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/gruesse-nach-hause-vierundzwanzigster.html' title='gruesse nach hause: vierundzwanzigster dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SzEiIb61VTI/AAAAAAAAAks/hEsLbr9t-04/s72-c/a24.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8811960616723045642</id><published>2009-12-23T08:40:00.001+01:00</published><updated>2009-12-23T08:40:27.356+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: dreiundzwanzigster dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SzEg__JoKdI/AAAAAAAAAkk/LZER1Tq5B30/s1600-h/a23.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 230px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SzEg__JoKdI/AAAAAAAAAkk/LZER1Tq5B30/s400/a23.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5418148110359079378" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;font size="2"&gt;&lt;font face="verdana"&gt;Meine Lieben, das halbe Mond-&lt;br /&gt;gesicht liegt soeben auf dem&lt;br /&gt;Hinterkopf und kehrt seine Nase&lt;br /&gt;ab vom nasseisigen Berlin, in&lt;br /&gt;dem die Lampen und Leuchten&lt;br /&gt;verschwommen im trüben Nebel-&lt;br /&gt;dunst treiben; und hin und wie-&lt;br /&gt;der knallen vereinzelt Raketen ihre&lt;br /&gt;violetten und gelben und blauen&lt;br /&gt;Schweife in den schwarzen Himmel.&lt;br /&gt;Farben der Nacht… euer Seb. (23. Dez.)&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8811960616723045642?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8811960616723045642'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8811960616723045642'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/gruesse-nach-hause-dreiundzwanzigster.html' title='gruesse nach hause: dreiundzwanzigster dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SzEg__JoKdI/AAAAAAAAAkk/LZER1Tq5B30/s72-c/a23.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3923276458146369062</id><published>2009-12-22T18:12:00.001+01:00</published><updated>2009-12-22T18:12:43.086+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: zweiundzwanzigster dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy_34A4PnMI/AAAAAAAAAkc/w9OmpjwxVmc/s1600-h/olympia.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy_34A4PnMI/AAAAAAAAAkc/w9OmpjwxVmc/s400/olympia.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417821418430635202" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Meine Lieben, heute am&lt;br /&gt;Weihnachtsmarkt hinterm Kronprinzen-&lt;br /&gt;palais war dieser erzgebirgische Bäcker-&lt;br /&gt;stand, der eingequetscht zwischen&lt;br /&gt;rotbäckig glasierten Äpfeln und grob&lt;br /&gt;gestrickten Fausthandschuhen seine&lt;br /&gt;Waren feilbot: in Pfünder geschnittene&lt;br /&gt;Mohn-, Mandel- und Butterstollen, mild-&lt;br /&gt;bitterne Pfefferkuchen und der zuckrige&lt;br /&gt;Kartoffelkuchen, warm und als Stück&lt;br /&gt;vom grossen Rad. Gegessen habe ich aus&lt;br /&gt;Vorfreude aber nichts… euer Seb. (22. Dez.)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-3923276458146369062?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3923276458146369062'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3923276458146369062'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/gruesse-nach-hause-zweiundzwanzigster.html' title='gruesse nach hause: zweiundzwanzigster dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy_34A4PnMI/AAAAAAAAAkc/w9OmpjwxVmc/s72-c/olympia.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-8366203411163021370</id><published>2009-12-21T23:07:00.003+01:00</published><updated>2009-12-21T23:10:58.892+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: einundzwanzigster dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy_yaU3VqiI/AAAAAAAAAkU/UhWvpHf4iUo/s1600-h/a21.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy_yaU3VqiI/AAAAAAAAAkU/UhWvpHf4iUo/s400/a21.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417815410841332258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Seid gegrüsst, bis ich bei euch&lt;br /&gt;sein werde, sind es nur noch&lt;br /&gt;wenige Tage, während derer&lt;br /&gt;Berlin aus allen bisher schon&lt;br /&gt;gespannten Nähten und Stras-&lt;br /&gt;sen und Bahnen zu platzen scheint,&lt;br /&gt;und Menschen wie Ameisen durch&lt;br /&gt;die Häufen stürmen, in denen&lt;br /&gt;sie eine Erfüllung ihrer Präsente-&lt;br /&gt;suche erhoffen. Und ich selbst&lt;br /&gt;benötige nur kleinste Kleinigkei-&lt;br /&gt;ten, die aber jede Menge Zeit&lt;br /&gt;rauben. Euer Sebastian (21. Dez.)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-8366203411163021370?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8366203411163021370'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/8366203411163021370'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/gruesse-nach-hause-einundzwanzigster.html' title='gruesse nach hause: einundzwanzigster dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy_yaU3VqiI/AAAAAAAAAkU/UhWvpHf4iUo/s72-c/a21.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7577098456751985384</id><published>2009-12-20T15:37:00.002+01:00</published><updated>2009-12-20T15:49:20.693+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: zwanzigster dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy45aI20GQI/AAAAAAAAAkM/bDsHZlNwMRY/s1600-h/a20.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 252px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy45aI20GQI/AAAAAAAAAkM/bDsHZlNwMRY/s400/a20.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417330522990057730" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Seid gegrüsst, und gestern Abend&lt;br /&gt;fotografierte dieser Typ die Bett-&lt;br /&gt;gestelle im Schaufenster des Ma-&lt;br /&gt;tratzengeschäfts Pank- Ecke Bad-&lt;br /&gt;strasse; und er trug kniehohe&lt;br /&gt;Nietenstiefel, die nahtlos in einen&lt;br /&gt;schwarzen Latexoverall übergingen,&lt;br /&gt;der die Scheinwerfer der Autos in&lt;br /&gt;die Nacht reflektierte. Darüber&lt;br /&gt;trug er einen offenen, dunkelblau-&lt;br /&gt;en Lodenmantel; suchende Augen&lt;br /&gt;stachen aus der wollnen Sturmmas-&lt;br /&gt;ke – auch eine Art, der Kälte zu&lt;br /&gt;trotzen… euer Sebastian (20. Dez.)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-7577098456751985384?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7577098456751985384'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/7577098456751985384'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/gruesse-nach-hause-zwanzigster-dezember.html' title='gruesse nach hause: zwanzigster dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy45aI20GQI/AAAAAAAAAkM/bDsHZlNwMRY/s72-c/a20.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2771116984945652659</id><published>2009-12-20T15:19:00.002+01:00</published><updated>2009-12-20T15:24:47.161+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: neunzehnter dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy4znB55FLI/AAAAAAAAAkE/ZjILZeu0WUA/s1600-h/DSCF0045.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy4znB55FLI/AAAAAAAAAkE/ZjILZeu0WUA/s400/DSCF0045.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417324147392451762" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Meine Lieben, die Sonne führt&lt;br /&gt;heute ihr gefährliches Spiel auf,&lt;br /&gt;eine Meisterin der Täuschung,&lt;br /&gt;wenn sie mir durchs geschlossene&lt;br /&gt;Fenster beinah horizontale Strah-&lt;br /&gt;len ins Zimmer wirft, die gol-&lt;br /&gt;den und warm die Szenerie ein-&lt;br /&gt;decken und mich glauben ma-&lt;br /&gt;chen, der Frost draussen wäre&lt;br /&gt;nur eine vom winter bestellte&lt;br /&gt;Kulisse. Euer Sebastian (19. Dez.)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2771116984945652659?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2771116984945652659'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2771116984945652659'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/gruesse-nach-hause-neunzehnter-dezember.html' title='gruesse nach hause: neunzehnter dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sy4znB55FLI/AAAAAAAAAkE/ZjILZeu0WUA/s72-c/DSCF0045.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-4310990134487687962</id><published>2009-12-18T00:35:00.003+01:00</published><updated>2009-12-18T00:36:36.395+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: achtzehnter dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyrAfJRq2CI/AAAAAAAAAj8/06BYA_bcvX0/s1600-h/a18.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyrAfJRq2CI/AAAAAAAAAj8/06BYA_bcvX0/s400/a18.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5416353143164950562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyrAbHXROGI/AAAAAAAAAj0/lpypN02BWuY/s1600-h/b18.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 342px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyrAbHXROGI/AAAAAAAAAj0/lpypN02BWuY/s400/b18.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5416353073932089442" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-4310990134487687962?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4310990134487687962'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4310990134487687962'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/gruesse-nach-hause-achtzehnter-dezember.html' title='gruesse nach hause: achtzehnter dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyrAfJRq2CI/AAAAAAAAAj8/06BYA_bcvX0/s72-c/a18.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3701471814550597918</id><published>2009-12-17T00:09:00.002+01:00</published><updated>2009-12-17T00:11:36.369+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: siebzehnter dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SylpDWw4zWI/AAAAAAAAAjs/RT9I3ZxkDFc/s1600-h/a17.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SylpDWw4zWI/AAAAAAAAAjs/RT9I3ZxkDFc/s400/a17.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5415975533260885346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sylo_8ZGaiI/AAAAAAAAAjk/1DHGWADHz0s/s1600-h/b17.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 301px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sylo_8ZGaiI/AAAAAAAAAjk/1DHGWADHz0s/s400/b17.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5415975474642184738" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' 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zwoelfter dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyVhUrMxIoI/AAAAAAAAAic/1MT-NDsphiE/s1600-h/a12.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyVhUrMxIoI/AAAAAAAAAic/1MT-NDsphiE/s400/a12.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5414841134804443778" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyVhQ_aH-BI/AAAAAAAAAiU/FBLOvSR92p0/s1600-h/b12.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 314px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyVhQ_aH-BI/AAAAAAAAAiU/FBLOvSR92p0/s400/b12.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5414841071509698578" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2104358496420763829?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2104358496420763829'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2104358496420763829'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/gruesse-nach-hause-zwoelfter-dezember.html' title='gruesse nach hause: zwoelfter dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail 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hause: elfter dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyF9DmRRhfI/AAAAAAAAAiM/zobcFElo9vw/s72-c/b11.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-7886499933442278709</id><published>2009-12-10T00:04:00.003+01:00</published><updated>2009-12-10T00:05:10.124+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: zehnter dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SyAtHeC4qnI/AAAAAAAAAh8/FmQIk4KiPIc/s1600-h/a10.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; 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type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxzkzUmdlbI/AAAAAAAAAe0/9am-GCDWnjU/s1600-h/a7.jpeg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxzkzUmdlbI/AAAAAAAAAe0/9am-GCDWnjU/s400/a7.jpeg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5412452422546986418" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sxzkv3JDL7I/AAAAAAAAAes/2w-FJYLN8rc/s1600-h/b7.jpeg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 353px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/Sxzkv3JDL7I/AAAAAAAAAes/2w-FJYLN8rc/s400/b7.jpeg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5412452363099385778" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img 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hause: sechster dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxvTz94mzJI/AAAAAAAAAek/ApEM0nGRqik/s72-c/a6.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-1687119898791572424</id><published>2009-12-05T00:26:00.003+01:00</published><updated>2009-12-05T00:27:15.532+01:00</updated><title type='text'>gruesse nach hause: fuenfter dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxmayU9hyNI/AAAAAAAAAeU/IWnnqNQKjeQ/s1600-h/a5.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; 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cursor: pointer; width: 400px; height: 317px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxhJiLL10AI/AAAAAAAAAd8/BvdZixOos6E/s400/b4.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5411155803752484866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-4815353165534055984?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4815353165534055984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4815353165534055984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/gruesse-nach-hause-vierter-dezember.html' title='gruesse nach hause: vierter dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image 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src="http://4.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxeqK-IfRrI/AAAAAAAAAds/phMiIEaFd14/s400/a3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410980582762956466" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxeqGzlmW9I/AAAAAAAAAdk/8H1IPY0fA74/s1600-h/b3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 303px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxeqGzlmW9I/AAAAAAAAAdk/8H1IPY0fA74/s400/b3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410980511212788690" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-1439185521259761880?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1439185521259761880'/><link rel='self' 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dezember</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxYuHEmg_pI/AAAAAAAAAdE/Q_EnYJD-qns/s1600-h/A2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxYuHEmg_pI/AAAAAAAAAdE/Q_EnYJD-qns/s400/A2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410562701361479314" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxYuCu3uqcI/AAAAAAAAAc8/n5yzDdQC05g/s1600-h/B2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 298px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxYuCu3uqcI/AAAAAAAAAc8/n5yzDdQC05g/s400/B2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410562626808621506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6148974248909414269?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6148974248909414269'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6148974248909414269'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/12/zweiter-dezember.html' title='gruesse nach hause: zweiter dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' 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href="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxOyg0lM-_I/AAAAAAAAAc0/4wCv3Y4rLiM/s1600/B1.12..jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 314px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxOyg0lM-_I/AAAAAAAAAc0/4wCv3Y4rLiM/s400/B1.12..jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5409863854342339570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2298918678145365822?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2298918678145365822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2298918678145365822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/11/erster-dezember.html' title='gruesse nach hause: erster dezember'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SxOyWOEf2CI/AAAAAAAAAcs/N1ZP8zRNlIk/s72-c/A1.12.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3322423927835246814</id><published>2009-11-20T11:44:00.004+01:00</published><updated>2009-11-20T12:06:39.825+01:00</updated><title type='text'>alphabet unserer zusammenkuenfte</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;A&lt;/span&gt;pfelbaum, an dem du mit den armen pendelst, nur eine handbreit ueber den kurzen, violetten schatten auf dem grausilbernen schimmer von tau, und du sagst, auf diese weise werde das warten auf mich nicht langweilig.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;B&lt;/span&gt;ahndamm, nachts, wenn die gleise brummen und die erde federt, stoebern hinter deinem schwarzen schatten ueber dem verbrannten stoppelacker funken, fliegen fenster vorueber, und kopffoermige scherenschnitte in den blauen abteilen reissen dein haar mit.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;C&lt;/span&gt;hevrolet, mit dem du durch die ganze nacht faehrst, nur um am naechsten morgen hier zu sein, und du sagst, alles habe sich veraendert und du fuehltest, als seist du eben erst erwacht wie am ersten tag.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;D&lt;/span&gt;orfschaenke, und zwischen den halbleeren flaschen schliessen sich vorsichtig finger und knoechel ueber die kratzspuren am handruecken, die langsam verlorengehen, und der duft von lindenblueten weht sachte durchs offene fenster.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;E&lt;/span&gt;mailleschild am gatter, abgebrannter rasen im vorgarten, schmiedeeiserne schranken fuer den umzaeunten besitz, und dahinter, im fenster unterm dachgiebel, steht eine silhouette im blauen flackern und waermt mit der hand die eisblumen von der scheibe.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;F&lt;/span&gt;riedhofsmauer, auf der wir abends sitzen und das fluechtige paar drunten unter der birke beobachten; das maedchen steht auf seinen zehen und der junge schaut im kuss an geschlossenen lidern vorbei auf die zeit an seinem handgelenk.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;G&lt;/span&gt;eschlenkter gang eines torinesen, mit dem du zu spaet in die sitzung irrst, und als du neben mir platz nimmst (im fremden land und der fremden sprache) willst du nur von mir, sebastino, wissen, was eigentlich genau mit dir passiere.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;H&lt;/span&gt;alblicht schimmert mattbunt auf den lack unterm staub, und ich setze kaffee an, den du dankend ablehnst, und du weisst nicht, was du nunmehr sagen sollst, weil alles nur nach kruder ausrederei klingen wuerde; und auf dem herd verkohlt kartoffelkuchen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;I&lt;/span&gt;fflandstrasse, und ich sehe, wie du mit grossen gelben schuhen die weiten eispfuetzen zu zersprungenen matten spiegeln schlaegst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;J&lt;/span&gt;argon im hinterhof, der zwei koepfe aus zwei fenstern schiessen laesst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;K&lt;/span&gt;inobesuch, den wir verheimlichen, und im neckischen fluestern konspiration schwelt, weil dein kleines maerchen, das du woanders lebst und nun in szenen vorbeifliegt, brueche erfaehrt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;L&lt;/span&gt;attengelaender an der holzbruecke ueberm fluesschen, der duft von kastanienblueten, und deine hand am lauf, dein staubig gepudertes motorrad am wegrand neben dem gemaehten kornfeld und die pieksenden stoppeln unter den nackten fuessen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;M&lt;/span&gt;orgenluft, in der hellblaue streifen durch strassenzuege und kiefernstaemme ziehen und ein windchen wie kaltes wasser die schlaefen benetzt, und wir schneiden vorm schlafengehen gemusterte unterlegdeckchen aus weissem papier.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;N&lt;/span&gt;eulinge, die sich einander vorstellen, und dieser stetson-hut, diese stiefel, die speckige lederjacke, die stimme, laessig aber eindringlich, die rolle eines helden, norwegische wildtoeterromantik, und heimlich lachen wir und zucken unsere schultern wegen der musik ueber der polyterrasse.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;O&lt;/span&gt;P-bereich, und auf dem regal am rand steht diese kleine plasteschuessel mit roten und blauen und gelben und gruenen liebesperlen, die, so erfahre ich spaeter, fuer mich gedacht sind.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;P&lt;/span&gt;lattennadel, die sich gemaehlich aufs vinyl senkt, und wir fallen mit grossen starken armen ohne widerstand zu &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=TULZ-pwTNoY"&gt;frankenstein&lt;/a&gt; in eine schlucht zwischen redlichkeit und der furcht vor konsequenzen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Q&lt;/span&gt;uerulanten, hausbackene, die wir abschaetzig mit verschwoererisch zugeworfenen blicken im bloeden blumenbeet sich selbst ueberlassen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;R&lt;/span&gt;ing, der dir mattsilbern am finger glaenzt und meine blicke an sich zieht, und in dem moment ueberspringe ich landesgrenzen, sprachbarrieren und die furcht vor der ewigen, eintraechtigen abhaengigkeit.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;S&lt;/span&gt;perlingswolken stieben ueber den kleinen park am landesmuseum, dort wo limmat und sihl zusammenfliessen, und ich male mir und dir die buchstaben deiner sprache ueber die sinne: सुन्दरं दृश्यसे.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;T&lt;/span&gt;opaskreuzchen ueber der brust, bei der umarmung ins fleisch und die unverwuestliche haut gepresst, einfaeltig haengt gesicht ueber gesicht, und der vergessene schmerz im gekroese, und das erinnern, und die bejahung des gegenwaertigen augenblicks.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;U&lt;/span&gt;nterholz, aufknackendes, im mischwald, und wir gehen ueber wurzelauslaeufer und stockausschlaege zur altbekannten lichtung, und die strahlen begiessen den boden aus rotbuchenblaettern und fichtennadeln.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;V&lt;/span&gt;oliere im schlosspark gleich hinterm najadenbassin; unterm kupfernen kuppeldach die gemauerten nischen fuer den taubenschlag, und die drahtgitter mustern dein gesicht in licht und schatten.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;W&lt;/span&gt;ilde blaue orchideen bilden unser dach zum himmel, daneben die dicken gruenen staengel vom frauenschuh, das giftige weiss der grossen windroeschen, die gruenblauen blattspreiten des schoellkrautes und die gelben traubenblueten des faerberginsters, und&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;X&lt;/span&gt;-foermig liegen wir gekauert an diesem letzten sommertag nacken an nacken zwischen himmelmiezeln und lachsrot gefaerbten bluetenfackeln, und die vergoldeten maehnen auf der koppel glaenzen vom matten sonnenlicht.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Y&lt;/span&gt;psilon, das sich aus haeuserschlucht und zyklamenrotem horizont bildet, und du stehst am strassenrand und sagst, wie gluecklich es mache, sich den letzten akt eines theaterstuecks zu ersparen, und die szenerie den traeumen und einer welt ohne kriege, gift und dolch zu ueberlassen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Z&lt;/span&gt;ettel, klein und bluetenweiss, den ich dir unbemerkt als mein brandmal ins kopfkissen schiebe, in der hoffnung, dass er nicht &lt;em&gt;von dir&lt;/em&gt; gefunden werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied einer begegnung:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/MKL-BYhRJu8"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/MKL-BYhRJu8" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;the gaslight anthem &lt;em&gt;meet me by the river's edge&lt;br /&gt;(you wore audrey hepburn pearls)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-3322423927835246814?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3322423927835246814'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3322423927835246814'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/11/alphabet-unserer-zusammenkuenfte.html' title='alphabet unserer zusammenkuenfte'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-1962345882112971324</id><published>2009-11-13T00:00:00.002+01:00</published><updated>2009-11-13T00:10:20.294+01:00</updated><title type='text'>kathrin thuerings blue moon goes rural/urban</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;kathrin: jenuch jeschrammelt. und heute habe ich die wundervolle begleitung philip meinhold. was ist der fritz blue moon eigentlich?&lt;br /&gt;philip: die zwei sprechstunden.&lt;br /&gt;kathrin: wir wuerden gern eure meinung hoeren: stadt oder land? ich bin ja vom lande. naja, wir hatten ja mal fuentausend einwohner.&lt;br /&gt;philip: wir hatten mal zwei millionen, jetzt drei.&lt;br /&gt;kathrin: ich hab 'ne freundin, die hat 'nen bauernhof. die hat agrarwissenschaften studiert, jetzt ist der hof ihrer. du aus berlin, du lebst ja jetzt schon immer hier. war fuer dich noch nie die option aufs land zu ziehen?&lt;br /&gt;philip: nee, vielleicht als ich mal vierzehn war. da haett ich das ganz gut gefunden auf'm dorf, aber jetzt nee.&lt;br /&gt;kathrin: wie isses bei euch, fuehlt ihr euch wohl, wo ihr wohnt? der naechste song macht auf jeden fall gute laune, fuer die, die auf'm land wohnen.&lt;br /&gt;jacques: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=qMuPoiZzUuU"&gt;in finsterwalde, sagt man, leben noch freunde, die halten noch aus, die bleiben dabei.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: ach, ein wunderschoener titel. wo wuerdet ihr gern leben? philip, wie stellst du dir denn eigentlich landleben vor?&lt;br /&gt;philip: ich hab mit dem redakteur vorher gesprochen, der kommt aus forst, zwanzigtausend einwohner, und der reklamiert stadtrecht fuer sich.&lt;br /&gt;kathrin: martin, komm mal rein. das ist doch'n witz, ihr habt 'n netto und 'n kaufland und nich mal 'n kino.&lt;br /&gt;martin: wir hatten aber mal 'n kino.&lt;br /&gt;kathrin: alex, du wohnst in stendal?&lt;br /&gt;alex: ja, und meine freunde sind alle weggegangen zum studieren. am wochenende besuchen alle ihre eltern, und da ist es spannend, deren sicht jetzt zu sehen.&lt;br /&gt;kathrin: irgendwann hoert dieses leben auf montage ja auch mal auf.&lt;br /&gt;alex: es hat schon vorteile, zuhause zu sein. mich zieht's momentan nicht weit raus.&lt;br /&gt;kathrin: wo siehst du die vorteile?&lt;br /&gt;alex: ich kenn meinen kiez und muss mich nicht anpassen. einen neuen freundeskreis aufbauen muss ich momentan nicht.&lt;br /&gt;philip: aber der freundekreis duennt sich doch aus.&lt;br /&gt;alex: ich hab meinen freundeskreis aus vorrangig daheimgebliebenen.&lt;br /&gt;kathrin: ich hab in seehausen gewohnt, fuenfzig kilometer weg, und ich kenn trotzdem jeden in stendal. jeder kennt einfach jeden. und auch bei den paaren, jeder mit jedem. da kennt man sich, ach kuck, du ooch grade scheidung?&lt;br /&gt;marcel: ich wohn in berlin. berlin ist zwar ziemlich vielfaeltig, aber in der bahn fragt man sich schon mal, was mache ich eigentlich hier.&lt;br /&gt;kathrin: das war bei uns auf'm dorf so, mit achtzehn hatte man einfach die fleppen.&lt;br /&gt;marcel: meine ganze familie ausser ich wohnt auf'm dorf, in straussberg und binde.&lt;br /&gt;kathrin: kenn ich, das ist bei ritzleben und ritze, hab ich jedes mal gelacht, wenn ich durchgefahren bin.&lt;br /&gt;marcel: in binde ham die ihre dorfdisco, da hat sich das in fuenf minuten auch erledigt. das ist einfach erholung.&lt;br /&gt;philip: ist man auf dem dorf einfach mit allem zufrieden?&lt;br /&gt;marcel: berlin und dorfdisco zu vergleichen, das geht nicht. man ist auf'm dorf einfach zufrieden.&lt;br /&gt;philip: aber stadtanbindung ist dann trotzdem wichtig, oder?&lt;br /&gt;marcel: ja, stadt bietet einfach ziemlich viel.&lt;br /&gt;manuel: ich bin aus forst. das ist das kaff kurz vor'm wegballern.&lt;br /&gt;kathrin: was machst'n da beruflich?&lt;br /&gt;manuel: ich hab gerade in dresden mein studium abgeschlossen, bin jetzt erstmal wieder in forst, ich will aber dann doch wieder weg, nach hamburg oder berlin. hier ist eigentlich nichts.&lt;br /&gt;kathrin: bei uns in seehausen gibt's zu karneval immer sekt aus plastebechern ohne kohlensaeure. da hamse sich was ganz tolles einfallen lassen. christian?&lt;br /&gt;christian: ich wohn hier eigentlich mehr auf'm dorf: in pritzwalk.&lt;br /&gt;kathrin: is halt auch nicht sehenswert.&lt;br /&gt;philip: bist du da geboren?&lt;br /&gt;christian: leider ja, hier ist ja auch nix los.&lt;br /&gt;kathrin: dann mach was los!&lt;br /&gt;tobias: ich wohn in trebbin, im speckguertel. man kommt von da aus easy ueberall hin.&lt;br /&gt;jeans team: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=RIxiaZCJpMo"&gt;wenn du aufstehst, musst du wissen, was das tier frisst.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: och, das ist ja schoen, ich dachte jetzt, das singt hier ilke von &lt;em&gt;bauer sucht frau&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;philip: inka bause.&lt;br /&gt;kathrin: da kennste dich wieder aus. amos, biblischer name, hm?&lt;br /&gt;amos: ich komm vom dorf, es koennte noch weniger los sein. ich bin jetzt nicht so der unbedingte partygaenger, da brauch ich auch nicht soviel.&lt;br /&gt;kathrin: was schaetzt du denn am meisten am dorfleben?&lt;br /&gt;amos: dass es so schoen ruhig ist und alles 'n bisschen langsamer.&lt;br /&gt;sinda: ich bin in berlin geboren. ich wohn in reinickendorf in so 'ner kleinen siedlung. ich hab frueher in tunesien auf dem dorf gewohnt und fand's eigentlich ganz schoen. was ich nicht so schoen fand, dass, weil jeder jeden kennt, viel gelaestert wird. das gefaellt mir nicht. hier in berlin interessiert's niemanden, was du machst, das ist ein bisschen besser.&lt;br /&gt;daniel: ich wohne derzeit in havelberg.&lt;br /&gt;kathrin: havelberch, an der elbe, da gibt's auch'n bundeswehrstuetzpunkt. daniel? telefonieren kann man da auch nicht. ach, nee, die ganze telefonanlage ist kaputt. spielen wir erstmal musik, bis die menstruationsstoerungen beseitigt sind.&lt;br /&gt;peter: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=CS2bwkcg6IY"&gt;ich singe auf dem fahrrad, mal bass und mal tenor.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: also dickes bernburg isses nich gewesen, binde auch nich. berlin isses gewesen.&lt;br /&gt;karo: ich bin aus neustrelitz. das is in mecklenburg. ich hab hier 'ne ausbilung, die mir sehr viel spass macht, und gute freunde. das ist dann ein schoener ausgleich fuer die stadt. und die schoene natur.&lt;br /&gt;manuel: ich bin auch der meinung, dass man anders gepraegt wird als in der stadt, dass nicht alles so privat und anonym ist.&lt;br /&gt;philip: stoert dich das?&lt;br /&gt;manuel: ach noe, man hilft sich halt gegenseitig.&lt;br /&gt;kathrin: das war auch frueher so aetzend, wenn meine beste freundin und ich wein gekauft haben und dann sass an der kasse eine, die uns kannte, und am montag wusste das dann meine mutter. philip, das kannste dir gar nicht vorstellen.&lt;br /&gt;robert: ich bin stadtrandkind: zeuthen. nach koenigs-wusterhausen, endstation.&lt;br /&gt;kathrin: ist das auch sonst endstation?&lt;br /&gt;robert: nee, komm ja noch zwei stationen.&lt;br /&gt;philip: man kann ja hier in berlin im bademantel einkaufen gehen und keinen interessiert's.&lt;br /&gt;kathrin: ich mach das ja nicht, ich geh gleich nackt.&lt;br /&gt;robert: meine grosseltern haben ein wassergrundstueck, da geh ich dann immer runter ans wasser und hoere fuer zehn minuten der stille zu.&lt;br /&gt;moritz: ich bin aus perleberg.&lt;br /&gt;kathrin: und gehste da auch ins &lt;em&gt;miami&lt;/em&gt;, oder wie das da heisst?&lt;br /&gt;moritz: nee, ich bin nicht so der elektroniker. ich fahr dann lieber auf'n rockkonzert nach berlin. und hier gibt's einmal im monat 'n punkkonzert, und das reicht mir. ich will also eine lanze fuer's land brechen. ich glaube, die anonymitaet in der stadt ist ein problem. ich hab kein problem damit, jeden zu kennen.&lt;br /&gt;kathrin: was glaubst du hat jemandem gefehlt, der in der stadt grossgeworden ist?&lt;br /&gt;moritz: morgens aufstehen, und tauwiesen und den perfekten sonnenaufgang geniessen. und die cliquen auf'm dorf.&lt;br /&gt;kathrin: dafuer kennen die stadtkinder belegte brote vom baecker.&lt;br /&gt;philip: ja, aber die krieg ich ja auch auf'm dorf.&lt;br /&gt;kathrin: nee, da kriegst du ein geschmiertes brot von mutti.&lt;br /&gt;philip: na, das hatte ich auch, so unmenschlich sind wir dann auch nicht. schulbrote gab's auch.&lt;br /&gt;kathrin: mit'm arschtritt raus.&lt;br /&gt;philip: und vergiss deine kippen nicht.&lt;br /&gt;kathrine: ja, morgen wirst du ja zehn. und jetzt nochmal mein aktuelles lieblingslied.&lt;br /&gt;jacques: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=qMuPoiZzUuU"&gt;und der wald schweigt sich aus, und dann ist irgendwann ruhe.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: das ist zum weinen schoen. aber ich kann ja jetzt nicht losplaerren.&lt;br /&gt;philip: wenn's da so ist, dann wuerd ich auch nach finsterwalde ziehen.&lt;br /&gt;kathrin: aber es ist ja nicht so. das ist noch'n grund zum weinen.&lt;br /&gt;julia: ich wohne in strehla, das ist in der naehe von riesa, viertausend einwohner. ich wohne in einem ortsteil, und wir haben ungefaehr fuenfzig einwohner. durchschnittsalter fuenfundsechzig. ich komme mit vielen ansichten hier nicht zurecht. riesa ist zum beispiel eine nazihochburg.&lt;br /&gt;kathrin: hast du das gefuehl, dass sich niemand dagegen auflehnt?&lt;br /&gt;julia: ja, die akzeptanz ist zu gross. ich versuche hier rauszukommen und andere leute kennenzulernen.&lt;br /&gt;luisa: ich komme mit dem landleben ganz gut klar. ich wohne in krakow am see. die jugendlichen kennen sich alle untereinander.&lt;br /&gt;philip: gibt's da auch einige, denen du lieber aus dem weg gehen wuerdest?&lt;br /&gt;luisa: das problem habe ich eigentlich nicht, weil ich unter der woche sowieso in guestrow zur schule gehe.&lt;br /&gt;kathrin: bei mir ham immer gleich alle gewusst, wenn ich an der alten ziegelei war. das hat mich wirklich richtig angekotzt. ich wuerd jetzt gern nochmal so'n typischen dorfhit spielen. darf ich das?&lt;br /&gt;oliver: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=6njIXnWiQaU"&gt;und wir bleiben stecken zwischen kotti, tag und spree.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: kai?&lt;br /&gt;kai: was?&lt;br /&gt;kathrin: wat?&lt;br /&gt;kai: ach, guten abend, ich bin ein bisschen durcheinander. ich komme aus goettingen. meine eltern und ich sind vor einem halben jahr vom dorf hierher gezogen.&lt;br /&gt;philip: das heisst, du hast ganz frisch den vergleich.&lt;br /&gt;kai: bis ich fuenfzehn war, war es schoen, auf dem dorf zu wohnen. jetzt finde ich es schoen, wie offen das leben hier ist. ich habe viele kontakte geknuepft. ich habe hier also viel zu tun.&lt;br /&gt;philip: was sind so ganz praktische unterschiede?&lt;br /&gt;kai: du hast einen bus, der bis vierundzwanzig uhr faehrt.&lt;br /&gt;kathrin: hast du denn schon menschen kennengelernt, die du auf dem dorf nicht kennengelernt haettest?&lt;br /&gt;kai: ja, sehr viele. ich schaetze die vielfalt und offenheit hier.&lt;br /&gt;kathrin: vielen dank fuer eure anrufe.&lt;br /&gt;philip: mich hat's auch gefreut.&lt;br /&gt;kathrin: und jetzt, weil wir gerade beim wuenschen sind, alex, was moechtest du jetzt hoeren?&lt;br /&gt;alex: pantera, das ist 'ne hardcore-metal-band.&lt;br /&gt;kathrin: passt denn das zum tschuess?&lt;br /&gt;philip: ich glaube ja, das ist richtige dorfmusik.&lt;br /&gt;kathrin: philip, da kuckste jetzt einfach mal bei der bahn, wiede jetzt nach hause kommst. tschuess.&lt;br /&gt;terry: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=0Yuq_btOBfQ"&gt;don't try and save what is all meant to be.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des abends:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_j-Tji1DueU"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/_j-Tji1DueU" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;urban cookie collective &lt;em&gt;the key, the secret&lt;br /&gt;(i've got the key to another way)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-1962345882112971324?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1962345882112971324'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1962345882112971324'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/11/kathrin-thuerings-blue-moon-goes.html' title='kathrin thuerings blue moon goes rural/urban'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5422418155476714757</id><published>2009-11-12T00:00:00.003+01:00</published><updated>2009-11-12T00:57:20.917+01:00</updated><title type='text'>alphabet meiner abschiede</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;A&lt;/span&gt;prilschauer auf dem heimweg gehen mir ueber kopf und schultern, und die sonne schlaegt ein buntes rad von horizont zu horizont: ein parabelbogen mit negativem vorzeichen, dessen nullstellen meilenweit auseinander liegen, von denen jede einen glaenzenden goldschatz (fuer sich allein genommen) birgt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;B&lt;/span&gt;-fifty-two mit grand marnier, kahlúa und carolans trinken wir dutzendweise und man muesste uns an die kandare nehmen, bei diesem temperament und dem bazillus der rebellion, der so drollig den kalender auszuwischen versteht; dieses bleibt fuer immer.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;C&lt;/span&gt;harisma, mit dem du zuversichtlich anbringst, der spaetsommer sei keine eintagsfliege.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;D&lt;/span&gt;reiecksverhaeltnis, eben das uebliche, allerdings nicht fuer lineare saeulenheilige wie dich und mich, die aussprachen fordern und fuehren, erst unter vier augen, und dann die romanze zum laxen diskussionsgegenstand von traenen und tuerenschlagen machen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;E&lt;/span&gt;insprechen und zugleich dem einspruch das sinnlos schwarzwimprige unterfangen beimischen, mich gegen die verneinung zu bekehren.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;F&lt;/span&gt;rontreihe im kino, die finger unergriffen schuechtern in die plueschlehne gebohrt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;G&lt;/span&gt;lashaus, durch dessen fassade ich dich an der tramstation unter der strassenlaterne im grau des morgens beobachte, an der decke ueber mir brennen neonroehren und ich kuehle die stirn am fenster: von aussen ein mitleidiges stillleben.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;H&lt;/span&gt;afen von arles, huebsch ausgerichtet, haengt als bild ueber kissen, matratze und unkeuschen traeumen, zum ausnuechtern winkelst du den arm unter deine haare, und in der stellung eines unfertigen, ungerahmten aktes haelst du den blick zur kahlen wand.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;I&lt;/span&gt;nitial einer unweigerlichen ereignisabfolge: wegschieben des tisches; danach aufstehen, tuer oeffnen, blick zurueckwerfen, in andere staedte gehen, in andere laender, neue freunde bekommen, die tiefen, anderen augen nicht unbemerkt lassen, und dennoch nichts vergessen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;J&lt;/span&gt;ahreswechsel nullsieben, und im ornat stehen wir ueberm trondheimsfjord und schauen festverschmolzen auf die rotblaugelben lichter am himmel und haben die boesen gespenster der gegenwart ganz vergessen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;K&lt;/span&gt;linke, die du herunterdrueckst wie eine versehentliche entscheidung an einem herbstnachmittag, in deinen augen waldlichtung und sonnensprenkel, darueber der suesse und wilde geruch von blaubeeren und thymian, durch dein langsames, schlaefriges laecheln nickst du, anstatt zu sagen: zerbrechlich.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;L&lt;/span&gt;uecke im maisfeld, auseinandergebogen von meinen unterarmen, die rispen neigen sich ueber mir vom mond, und zuhause ist noch einen langen marsch ohne angst entfernt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;M&lt;/span&gt;elpomene und ihr tragisches laecheln, die duestere maske in ihrer hand zeichnet deine zuege nach, und ihr gesang verhallt in einer ungewohnt weiten sphaere zwischen dir und mir.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;N&lt;/span&gt;asenfluegel, bebende, die vom tiefen, zornigen atmen zeter und mordio schmerzschreien.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;O&lt;/span&gt;hnmacht, fuenf- oder sechsstuendige, in der gewissheit, dass greife den himmel verdunkeln und schwarze pferde lautlos die zaehne blecken.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;P&lt;/span&gt;arzival am ruppiner see, und auf der aussichtsplattform in siebzehn metern hoehe stehen wir einzeln und schmalschultrig im wind und blicken auf ein motorboot, das zwischen still bewaldeten ufern langsam in die lanke verschwindet.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Q&lt;/span&gt;ueen's park, glasgow, mit manikuertem rasen und ausgedehnten rosengaerten und dem see mit teich- und blesshuehnern, stockenten und lappentauchern, reiherenten und hoeckerschwaenen, und wir gehen am letzten sommertag ueber die pollokshaws road, mit der achtung der suesse der stunde.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;R&lt;/span&gt;enault, beifahrersitz neben der wuerzburgerin, und vor verschwommenen augenwinkeln und hinter der heckscheibe winkt die mamtschkia ihr betruebtes lebewohl.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;S&lt;/span&gt;chlussstrich durchs bett, entlang der diele, zerschneidet die stadt in dein und mein, die gartenstrasse als frische falz, unueberwindbar, und weder hier noch dort steht ein traenenpalast als kleine unmenschliche schleuse.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;T&lt;/span&gt;abakgeruch, kalter, folgt dir wie ein altes gewand, als du nach mehr als zwei jahren die wohnung verlaesst, und ich sitze wie eine vergessene marmorbueste am kuechentisch, ein altes inventar zwischen abgeranzten moebelstuecken.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;U&lt;/span&gt;nbeabsichtigte kinder, die uns in den koerpern liegen, in den zierlichen blicken und den gluehenden haenden, in der dunkelheit um deinen schein, aber nicht in unserer mitte.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;V&lt;/span&gt;erlust ohne namen, und es spielt zum tanz auf eine sinfonie aus bitteren huflattichblaettern, strahlend zitronengelben schmetterlingen, suesslich duftenden holzstufen, gedaempftem uhrgelaeut und blauen samtbaendern, so dass das verlorene, fuer augenblicke, ganz nahe ist.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;W&lt;/span&gt;olkenkuckucksheim, in dem ich die grossmutter hinterm fenster auf der kuechenbank sitzen und, die gardine ein wenig zur seite gezogen, mir zuwinken sehe, eine chimaere an jenem maitag, bis zu dem ich noch nicht das wort sterben hatte; oder nur als wort.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;X&lt;/span&gt;iu xius &lt;em&gt;fabulous muscles&lt;/em&gt; ergiesst sich aus den boxen, waehrend du mir vorwurfsvoll letztmalig lippen und hals einaescherst, und ich danach irgendwelche hoffnungen trotzdem mir und dir von arm und oberschenkel wische.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Y&lt;/span&gt;orckstrasse ecke mehringdamm, im chinesischen restaurant mit standardmoebeln und kunststoffgeruch stichst du mit den essstaebchen in der dicken gemuesesuppe, weil du gern, wie du mit seitwaerts zugewandtem gesicht sagst, ganz woanders sein wuerdest.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Z&lt;/span&gt;ueri, hauptbahnhof, und du steckst mir ungemerkt lindt-schoggis in die jackentasche, die ich erst entdecke, als die bahn unter aufgeraeumtem himmel schon an der thalwiler zueriseekueste entlangfaehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;leaving song:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/z5bu7lJ2x_Q"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/z5bu7lJ2x_Q" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;damien rice &lt;em&gt;accidental babies&lt;br /&gt;(is he dark enough, enough to see your light?)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5422418155476714757?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5422418155476714757'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5422418155476714757'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/11/alphabet-meiner-abschiede.html' title='alphabet meiner abschiede'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-1904430445101288146</id><published>2009-11-08T00:00:00.002+01:00</published><updated>2009-11-08T15:04:26.503+01:00</updated><title type='text'>kathrin thuering calls maus, fuenfundzwanzig, zierlich</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;kathrin: ich will doch nur 'n paar willige weiber.&lt;br /&gt;er: ja, schoenen guten abend.&lt;br /&gt;kathrin: schoenen guten abend, kathrin thuering von radio fritz hier. und zwar statten wir heute die aftershowparty fuer die europe music awards aus, haben sie vielleicht gesehen im fernsehen gerade bei mtv. und die ganzen stars, jay z. und bono und so, kommen jetzt hierher zu unserer kantine und jetzt brauchen wir halt noch, ja, billige weiber.&lt;br /&gt;er: hehe, aber ich hab ja nur eene, also eine einzige nur. da muessense 'ne andere agentur anrufen.&lt;br /&gt;kathrin: hier steht ja, maus besucht, zierlich, fuenfundzwanzig, kuessen, franz..., total.&lt;br /&gt;er: is nur eene einzige, und die is unterwegs. und, aeh, funktioniert nich. also groessere agentur anrufen.&lt;br /&gt;kathrin: ach so, die schafft's jetzt also gar nicht mehr. wo is'n maus unterwegs?&lt;br /&gt;er: ja, die is unterwegs, ja.&lt;br /&gt;kathrin: und, is das ihre tocher, nee?&lt;br /&gt;er: nee nee nee, ich fahre nur.&lt;br /&gt;kathrin: ach so, sie fahrnse nur. sie sind, aehm, na wie heisst das, zuhaelter?&lt;br /&gt;er: nojo, zuhaelter … 'n kumpel.&lt;br /&gt;kathrin: 'n kumpel, der dafuer sorgt, dat maus, fuenfundzwanzig, zierlich…&lt;br /&gt;er: …genau, damitse arbeiten kann.&lt;br /&gt;kathrin: ja, und laeuft das geschaeft?&lt;br /&gt;er: nee, laeuft nich.&lt;br /&gt;kathrin: laeuft nich?&lt;br /&gt;er: nee.&lt;br /&gt;kathrin: warum nich?&lt;br /&gt;er: weiss ich nich, naja, ham doch alle keen geld.&lt;br /&gt;kathrin: hm. und liegt's an maus oder liegt's an den maennern?&lt;br /&gt;er: na liegt an den maennern, die ham keen geld mehr, ham keen geld mehr.&lt;br /&gt;kathrin: gibt's ja nich.&lt;br /&gt;er: also das ist ganz schlecht hier so, in ganz berlin, berlin oestliche seite, alles schlecht. also im sueden ist es noch besser. in bayern und so ist es alles noch besser. aber is ueberall zurueckgegangen.&lt;br /&gt;kathrin: aber sag mal, wieviel auftraege hat denn maus so am tach?&lt;br /&gt;er: manchmal, manchmal gar nuescht, manchmal bis, aeh, bis mittwoch, donnerstag gar nix, manchmal, hattnwer schon gehabt.&lt;br /&gt;kathrin: aber sag mal, kriegtse dann aerger von dir?&lt;br /&gt;er: nee, wieso?&lt;br /&gt;kathrin: na weil ihr beide ja wahrscheinlich mit maus verdient, oder?&lt;br /&gt;er: noe, ach quatsch. sie macht dat, sie is doch alleine, sie macht das doch alleine.&lt;br /&gt;kathrin: hm.&lt;br /&gt;er: also, da muesste man ja, ich versteh ueberhaupt nicht, wie die anderen hier ueber die runden kommen, die jetzt hier drei, vier oder zehn maedels haben. also, das is ja, bei denen muss es ja organisiert sein. nee, wir machen das so, ich mach das nur so als gag.&lt;br /&gt;kathrin: als hobby.&lt;br /&gt;er: weil ich sowieso arbeitslos bin und deswegen, aeh, hatse mich mal angesprochen, war mal 'ne bekanntschaft gewesen und denn…&lt;br /&gt;kathrin: …aber sag mal, du selbst willst nicht mal hier so los, anschaffen? baer besucht? oder baer besucht dich?&lt;br /&gt;er: wie, ich selber soll sowas machen?&lt;br /&gt;kathrin: ja.&lt;br /&gt;er: nee, wuerd ich nie machen.&lt;br /&gt;kathrin: warum nich?&lt;br /&gt;er: na weil das mir nich liecht. also ich koennte das ja.&lt;br /&gt;kathrin: aber maus kann's? oder hat sich dran gewoehnt.&lt;br /&gt;er: naja, ja, sie hat zwei kinder und kriecht ja keene arbeit, hat'n freund, sie hat'n freund hier in berlin…&lt;br /&gt;kathrin: …ja…&lt;br /&gt;er: …und der freund is auch arbeitslos, hat keen auto, also kann nich fahrn, deswegen bin ich ja eingesprungen, und, aeh, sie hat noch zwei kinder in polen, und, aeh, kriecht, also sie hat jetzt keene arbeit, deswegen kriechtse keen arbeitslosengeld, und weilse, aeh, das is alles so'n hinundher, is dat alles.&lt;br /&gt;kathrin: aber sag mal, macht ihr dit denn spass?&lt;br /&gt;er: kann ick mir allet nich so richtig vorstellen, hihi. das kann ich mir nich vorstellen, aber sie kriecht hier, sie kriecht hier keene arbeit vom arbeitsamt, sie is angemeldet, sie is angemeldet beim freund und…&lt;br /&gt;kathrin: …sie wohnt hier also illegal und macht…&lt;br /&gt;er: …nee, gar nich, sie is angemeldet, also sie wohnt ja nich illegal hier.&lt;br /&gt;kathrin: aber da wirdse doch, steuerfrei wirdse hier anschaffen, oder?&lt;br /&gt;er: na das is ja noch erlaubt.&lt;br /&gt;kathrin: stimmt, ich bin jetzt nich so drin in der szene.&lt;br /&gt;er: das is ja noch erlaubt, das is ja seit, das letzte gesetz is zweitausendzwei is das letzte gesetz, mehr gesetze gibt's nich.&lt;br /&gt;kathrin: hm, du, sag mal, letzte frage: hier maeuschen is ja jetzt unterwegs, du sachst donnerstag oder freitag rufen dann die freier erst an, aehm, und hatse denn da schon mal zu dir gesagt, dasses keen spass macht? tutse dir da 'n bisschen leid?&lt;br /&gt;er: hatse noch nich gesacht. na klar tut's mir leid, sie tut mir ooch leid, also, im grunde genommen, ick glaub, alle, die dit machen, aeh, ich weiss nich, ob's da ueberhaupt welche gibt, denen dat spass macht. kann ick mir nich vorstellen.&lt;br /&gt;kathrin: hm.&lt;br /&gt;er: oder?&lt;br /&gt;kathrin: weesste wat, also ich, das war auch 'ne scheiss idee auf der aftershowparty, da werden die auch ohne maeuschen auskommen und ohne den rest, wenn's denen keenen spass macht. wir wollen auf der aftershowparty der ema's hier heute vor der fritz-kantine richtig spass haben, weisste.&lt;br /&gt;er: ja, aber, dit is allet nur jespielt, glaub ich. also ich bin der meinung, meine erkenntnisse sagn, dis is alles gespielt.&lt;br /&gt;kathrin: dass die das freiwillig machen?&lt;br /&gt;er: das ist 'ne schoene schauspielerin, weilse im grunde genommen, die wissen nich, wo se geld verdienen sollen, wo se, sie kommen nich klar, die ham hier jetzt keene arbeit, er hat auch keene arbeit, dann hamse noch zwei kinder und so weiter und so fort. aber das is 'ne moeglichkeit geld zu verdienen. das is die einzigste moeglichkeit. wennse die noch wegnehmen wuerden, dann koennten sich alle, dann koennten sich einige 'n strick nehmen, wa.&lt;br /&gt;kathrin: machs jut. wat machste heut abend noch?&lt;br /&gt;er: ich werd'n bier trinken, weil sie is ja unterwegs. heut passiert nix mehr. ich werd'n bier trinken und fernseh kucken, mehr kann ich ja nich…&lt;br /&gt;kathrin: …mach das mal.&lt;br /&gt;er: tanzen kann man auch nich mehr gehn.&lt;br /&gt;kathrin: ach nu hau nich durch. aftershowparty, wir machen hier alles umsonst. hau rinn.&lt;br /&gt;er: ja, also wir koennen auch noch weiterquatschen.&lt;br /&gt;kathrin: ach, reicht aus. aber wir hoern uns bald mal wieder. gruess mal maus.&lt;br /&gt;er: ja, alles klar.&lt;br /&gt;kathrin: tschuess.&lt;br /&gt;er: tschuess.&lt;br /&gt;kathrin: huuiiiii.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-1904430445101288146?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1904430445101288146'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/1904430445101288146'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/11/kathrin-thuerings-calls-maus.html' title='kathrin thuering calls maus, fuenfundzwanzig, zierlich'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-6832544381876038990</id><published>2009-11-04T22:32:00.002+01:00</published><updated>2009-11-04T22:36:01.411+01:00</updated><title type='text'>saturday, the last one</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;in her friedrichshain corner room i hum &lt;em&gt;as time goes by&lt;/em&gt; while the belle is trying not to look exhausted at all. outside we still can hear the rail's shrieking sound. the headlight's quickly reflected flares carve our skies of linen. underneath we treat ourselves to homemade biscuits and red candy beads, sugary kickshaw and munchies of the tray.&lt;br /&gt;the dark mauve mandrake blossoms are bowing before us. the crimson sun is crying farewell. the dim grey gondolas are hoisting their anchors. the aged apple trees of another time are bearing no harvest anymore. the herringbone parquet's pale goldenrod planks are creaking under the frail winter breeze that's almost upon our summer romance.&lt;br /&gt;through the ajar door she catches slight monologues of &lt;em&gt;gone with the wind&lt;/em&gt; which is aired in the adjoining room. the telly screen casts shadows and flickers greyish light through the crack in the door into the dark hallway. in the middle of the night she wishes there was an emergency lighting atop the exit or at least ticker help on one-one-two. she just thinks she didn't have a heart. a heart that could boost a feeling of missing. tomorrow she's gonna go away, whether lausanne or madrid or boston, she's got no preference. just to be somewhere else.&lt;br /&gt;and i for the last time let her prettiness outshine my misgivings. just once more she's allowed to twiddle with my and her fingertips, to flutter her stunning eyelashes and to whisper black thoughts into my wits. tragically i still am overwhelmed, and all my past attempts to stop my agony taught me lessons i always have been trying to avoid. i like watching how she is leaning her spine against the back board of her bed, how the red wine surface sloshes during her giggles, how her visage changes between front facial and semi-profile, how whimsically she smiles when she takes a drag from my smoke without asking. oh she's pure evil in shining a light on what makes her compelling. tomorrow she's gonna go away and at last i gonna run clear again.&lt;br /&gt;leaving song:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/4MVlPV7AF7k"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/4MVlPV7AF7k" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;shout out louds &lt;em&gt;tonight i have to leave it&lt;br /&gt;(i just want to be bothered with real love)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-6832544381876038990?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6832544381876038990'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/6832544381876038990'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/11/saturday-last-one.html' title='saturday, the last one'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5945468626522205805</id><published>2009-11-01T19:17:00.004+01:00</published><updated>2009-11-01T21:55:34.989+01:00</updated><title type='text'>and the hand made kites</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;und wir sitzen ueberm fussboden verteilt, einzeln und in kleinen gruppen, waehrend draussen, ohne dass wir es ahnen, der kurze, kalte tag, praedestiniert fuer den schoensten herbsttag seit langem, beginnt, sich allmaehlich die dunkelblaue kapuze des hereinbrechenden abends ueberzuziehen.&lt;br /&gt;wir schneiden die laenge der duennen holzleisten ins verhaeltnis von acht zu zehn, weil sonst die drachen, die wir bauen, so meinen wir, unfoermig, plump und haesslich erscheinen werden. das bunte papier liegt auftgeteilt und zugeschnitten unter den entstandenen leistenkreuzen und gibt eine vage ahnung von der ihm inneliegenden leichtigkeit und dynamik. ueber die boegen dreht leichter popwind von erobique und jacques palminger, und deren ungehemmte kreativitaet blaeht sie hoch und verschiebt sie entlang der dielen, und die bizarren metaphern, die wir hoeren, falten die blaetter ueber- und gegeneinander und saeuseln ohne beiss von der schoenheit finsterwaldes, dem november in berlin, von der unwegbarkeit von mauerseglern und der neuen, grossen liebe; so rein und liebreizend, als ob es das erste mal ist, dass wir von so etwas ungeheurem erfahren. die kaelte zieht durch die waende und wir schneiden die nylonfaeden und schnueren sie um die zweidimensionalen skelette und rahmen aus zwirn und knoten konstrukte, deren wirkungsweise wir als kinder wohl nicht verstanden hatten. vorm allianz-tower schwebt, von unseren zwoelf augen beobachtet, fast unerkannt ein kleiner punkt, ein drachen, weit oben setzt er sich nur schemenhaft vom grau des bueroturms und des horizonts dahinter ab. auf dem balkon dreht sich ein azurblaues windrad dazu, und es saugt den himmel in sich auf. wir umspannen die hoelzernen gerippe mit der papiernen haut, jedes in einer anderen farbe, gelb, gruen, blau, gescheckt und monochrom, mit applikationen und ohne, gemustert durch kreuzende linien, und bilden flache koerper, deren  fassons so heterogen sind, wie sie die jeweiligen homines fabri in ihrer abscheu jeglicher uniform schablonieren.&lt;br /&gt;und spaeter am abend stehen ueberm finstern goerlitzer park vier drachen. wie schoen sie waeren, wenn wir sie noch sehen koennten. aber von krieg will sowieso keiner etwas wissen.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/zW2p9YnUksk"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/zW2p9YnUksk" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;crystal castles &lt;em&gt;air war&lt;br /&gt;(a husky fifenote blew. blew. blue bloom is on the gold pinnacled hair)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5945468626522205805?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5945468626522205805'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5945468626522205805'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/11/and-hand-made-kites.html' title='and the hand made kites'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-126418162450782105</id><published>2009-10-26T00:00:00.002+01:00</published><updated>2009-10-26T00:17:50.730+01:00</updated><title type='text'>alphabet meiner hingabe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;A&lt;/span&gt;usloeschung, schneeweiss aschig und restlos, all dieser verkrankten rudimente der eigenen vergangenheit, die frueher waren und ehemals bekannt gewesen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;B&lt;/span&gt;ergmannsschnaps mit dem gekreuzten gezaehe auf dem etikett, den du ganz ohne zusammengekniffte augen forsch hinunterspuelst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;C&lt;/span&gt;ocktailglaeser, in denen einzelne margeriten unbewegt zwischen eiswuerfel drappiert sind, durch welche sonnenstreifen auf wand und laken fallen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;D&lt;/span&gt;unst, blauer, der hinter deiner schwarzen silhouette an den offenen fensterfluegeln durch die klirrende nacht kringelt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;E&lt;/span&gt;ntschlossenheit, zweideutige, die du mit aufschmetternden gedanken selbstanklagend entschuldigst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;F&lt;/span&gt;ingerzeig auf den nackten kaiser als deine willenskraftprobe, ohne selbstbetrug und intrigen und hofieren und die nutzlose hoffnung auf glueck.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;G&lt;/span&gt;ranatkreuz, das dir wie eine kleine rubine kratzwunde im ausschnitt glueht.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;H&lt;/span&gt;eimweh, anfluege dieser gemein-charmanten sehnsucht nach der alten welt, in der du nicht weisst, wie du ohne deine praechtige, immer fidele, immer hilfsbereite mutti auskommen sollst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;I&lt;/span&gt;nitialen, unsere, die du nachts langsam auf die schiefertafel des himmels schreibst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;J&lt;/span&gt;ohnny cash, von dem du meinst, in der stimme seines spaetwerks täusche er nur erfahrungen vor; das aber herzzerweichend.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;K&lt;/span&gt;onsequenzen, rohe, wenn ich ausserstande sein sollte, ueber zweifel und situationen und logik zu reden.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;L&lt;/span&gt;'eau par kenzo umhuellt dich leicht und bescheiden.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;M&lt;/span&gt;otorradfahrt, erste, im fruehsommer, auf dem weg zu einem der kibbuzim, auf der du wie in einem italienischen filmstreifen von hinten meine hueften haelst und in der geliebten geste deine hand mir auf den nacken legst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;N&lt;/span&gt;uechternheit und sachlichkeit deiner tagebuecher, die du stilistisch gegen deinen willen an jenen stellen verlierst, an welchen du von mir winzig und gewichtig schreibst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;O&lt;/span&gt;bstbaeume in deinem hinterhof, von deren aesten suesse spaetsommerfruechte abplumpsen und dumpf neben deinen golden geflochtenen sandalen landen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;P&lt;/span&gt;redigerwitwenhaus und unter der laterne an der linken frontseite erzaehlst du ploetzlich, ende oktober, von den anisplaetzchen deiner grossmutter.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Q&lt;/span&gt;uittenkompott, das rosenartige schaumbad in siebentausend suessen suenden, das mich zum eleganten panther macht, dir zu bebenden nuestern verhilft.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;R&lt;/span&gt;olllaeden im nachbarhaus, ansonsten halboffen, die, jetzt ploetzlich geschlossen, deine phantasie anregen, was dahinter wohl geschehen koennte.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;S&lt;/span&gt;chell-daus, mit dem du alle karten, eichel, herz und blatt, erhobenen hauptes ausstichst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;T&lt;/span&gt;extur der sprache, in der meine zartstaubig duennen wortblaetter leise verrascheln, wenn du meinen forderungen zuvorkommst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;U&lt;/span&gt;eberschuss auf der habenseite einer bilanz, die man gemeinhin &lt;em&gt;doppeltes glueck&lt;/em&gt; nennt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;V&lt;/span&gt;eraenderung, spuerbare und nachhaltige, bloss weil du dein kommen ankuendigst, wenn ich vor der stadt am friedhofsgatter warte.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;W&lt;/span&gt;einlaubengang aus herbstbunten blaettern, und du stehst an den holzlatten und liest, und niemand guckt sich auch nur nach dir um, und genauso wenig du dich nach anderen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;X&lt;/span&gt;enia&lt;/em&gt; des martial, die du metrisch vortraegst, als zeugen ihre kritischen distichen noch heute von progressiver aphoristik.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Y&lt;/span&gt;ou, appearing&lt;/em&gt;, dessen worte du umschwirrt von vierzehn elfen in glockenhellem hall mitsummst: it's your face, where are we? save me.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Z&lt;/span&gt;eltleinen, auf die der dicke gewitterregen trommelt und mit den schlaegen deines herzens und der duenung deines atems zum tanz aufspielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kSnxMdAB8MU"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/kSnxMdAB8MU" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;m83 &lt;em&gt;you, appearing&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-126418162450782105?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/126418162450782105'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/126418162450782105'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/10/alphabet-meiner-hingabe.html' title='alphabet meiner hingabe'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3371447352879845139</id><published>2009-10-23T00:00:00.000+02:00</published><updated>2009-10-23T00:03:29.824+02:00</updated><title type='text'>kathrin thuerings blue moon goes transcendental</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;kathrin: five finger death punch bad company. ihr koennt euch jetzt raussuchen, wo der bandname aufhoert und der songtitel beginnt. in den naechsten zwei stunden wird's bei uns uebersinnlich. ich hab solche geschichten noch nicht erlebt. was ist euch schon passiert, was ihr euch nicht erklaeren koennt?&lt;br /&gt;caleb: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=fMdPgJWKa6c"&gt;waging wars to shake the poet and the beat.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: die kings of leon, ach, ich seier immer so schoen rein. oft hoert man ja auch davon, dass so traeume wahr werden; ist euch sowas schon mal passiert? und da'wer grade so dabei sind, dann machenwer gleich weiter mit den kings of leon.&lt;br /&gt;caleb: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=qtamkr7UnKg"&gt;soft lips are open, the knuckles are pale.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: sex on fire hier im blue moon. erzaehlt mir von den uebersinnlichen dingen, von denen mama und papa sagen, jetzt muss er doch in die klapse. kai, du pflaume!&lt;br /&gt;kai: selber.&lt;br /&gt;kathrin: ach jetzt merk ich den witz erst selber. jessica? sechzehn jahr, blondes haar?&lt;br /&gt;jessica: nee. als mein urgrossvater gestorben ist, ist ungefaehr in demselben zeitraum unsere wohnzimmertuer zugeknallt und das glas zersprungen.&lt;br /&gt;kathrin: sebaestschn? ey, da faellt mir wieder ein, ich koennte ja wieder mal sin with sebaestschn spielen.&lt;br /&gt;sebastian: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=4upn3M4jtQY"&gt;don't be afraid of doing what you are best in.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: mensch, das is'n titel, den man zurecht einmal vergessen hat. sebaestschn, wie gefaellt dir dein song?&lt;br /&gt;sebastian: ach, geht schon.&lt;br /&gt;kathrin: glaubst du, dass es dinge gibt, die man nicht rational erklaeren kann?&lt;br /&gt;sebastian: ja das glaub ich schon, aber passiert ist mir das noch nicht.&lt;br /&gt;kathrin: janine? hast du 'ne katze?&lt;br /&gt;janine: bin ich schon drauf? oh, du hast mich jetzt voll verwirrt.&lt;br /&gt;kathrin: dann spiel ich erstmal noch'n stueck musik, okay.&lt;br /&gt;armin: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=PIY_TE3-NAY"&gt;we burn the summer down.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: da faellt mir wieder auf, ich war noch nie auf einem beatsteaks-konzert. janine? deine geschichte!&lt;br /&gt;janine: oh, die is jetzt so traurig, die kann ich nicht erzaehlen.&lt;br /&gt;kathrin: tina? aus dessau.&lt;br /&gt;tina: genau, ich bin eine der wenigen aus sachsen-anhalt, die fritz empfangen.&lt;br /&gt;kathrin: stimmt, der rest muss sputnik hoeren.&lt;br /&gt;tina: ja, der rest. ich war heute im supermarkt und musste so sortieren, und da waren uebelst wenig leute da und es war ganz ruhig, und dann hat es ein geraeusch gegeben, und ich bin hingegangen und da lag neben dem runtergefallenen orangennetz mein armband, das ich vorher verloren hatte.&lt;br /&gt;kathrin: roberto? du hast mal was erlebt, oder?&lt;br /&gt;roberto: ich hatte mal 'nen traum. es war inner alten wohnung und da war die tuer zum schlafzimmer auf, ich lag im bett mit gesicht zum fenster. ich habe getraeumt, dass hinter meinem ruecken jemand auf der anderen bettseite liegt. und ploetzlich hatte ich das gefuehl, dass jemand seinen arm um mich legt. und dann war ich hellwach und hatte die schwere eines armes auf mir, aber da lag niemand.&lt;br /&gt;bela: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=2IiKxnaykHk"&gt;macht euch nur zu.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: hast du auch'n geist in der wohnung?&lt;br /&gt;kevin: im moment vielleicht. man hat auf jeden fall das gefuehl, dass jemand da ist, aber es muss kein schlechtes gefuehl sein. das kann jemand sein, der vorher in der wohnung gelebt hat. jemand, der vielleicht gestorben ist.&lt;br /&gt;kathrin: du glaubst also an zwischenwelten?&lt;br /&gt;kevin: ja, das tue ich.&lt;br /&gt;kathrin: stoesst du damit auf unverstaendnis?&lt;br /&gt;kevin: ja.&lt;br /&gt;jan: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=0IP4JDOxRP0"&gt;dies ist für die traurigen, die zu tausenden da draussen sind.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: jan delay naeselt sich in mein herz.&lt;br /&gt;basti: ich bin im juni zweitausendacht in 'ne neue wohnung gezogen. in der tat: ich habe gestalten in meiner wohnung gesehen. es war ein altbau, zwei zimmer. ich lieg in meinem bett und kuck so zur wand. dann drehe ich mich um und sehe drei maenner in der ecke stehen. aber ich mache mir die sache nicht so leicht, dass ich sage, dass das geister waren. und dann habe ich erfahren, dass sich in diesem haus jemand erhangen hat.&lt;br /&gt;fine: ich bin altenpflegerin. in der berufsschule haben wir uns ueber sterben und tod unterhalten. es gab da ein pfelgeheim mit einer scheuen katze. aber sobald die zu einem der bewohner hingegangen ist, ist der binnen ungefaehr drei tagen gestorben.&lt;br /&gt;karoline: als ich ein kleines kind war, bin ich nachts aufgewacht, weil mir jemand ueber die wange gestreichelt hatte. und ein paar monate davor war mein kleiner bruder gestorben. das hat mich irgendwie getroestet, ich dachte, der kommt also klar.&lt;br /&gt;kathrin: paul?&lt;br /&gt;paul: ja.&lt;br /&gt;kathrin: du willst klugscheissen, ne?&lt;br /&gt;paul: ja, ein bisschen. das mit der katze: menschen geben ja vor gewissen ereignissen gerueche und elektromagnetische wellen ab. und vielleicht gesellt sich dann die katze zu denen.&lt;br /&gt;kathrin: arvid, du alte pfeife, dich hab ich ja schon hundert jahre nicht mehr gehoert.&lt;br /&gt;arvid: ach, ich hatte viel stress.&lt;br /&gt;kathrin: jetzt zu dem gruseligen. das ist erstmal die schulspeise, die du jeden tag kochst … da rufen dann in zehn jahren deine schueler hier an und reden davon.&lt;br /&gt;jan: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=CXb62wn84BE"&gt;doch hier klebt blut auf diesem kissen.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: sophie, du suesses ding du! bist du so suess wie deine stimme?&lt;br /&gt;sophie: da musst du meinen verlobten fragen.&lt;br /&gt;kathrin: und bescheiden ist sie auch, und ein glockenhelles lachen!&lt;br /&gt;sophie: mein verlobter ist mit dem hund gassi gewesen, und ich bin derweil duschen gegangen. auf einmal ging die badtuer auf und ich habe so einen schatten gesehen. ich hatte angenommen, dass das mein verlobter ist, und deshalb hab ich mit ihm geredet, gefragt, was ich morgen zum essen kochen soll. und der hat nicht geantwortet. und als ich mich nach dem duschgel gebueckt und dann wieder umgedreht hab, da war der schatten weg und die badtuer nur noch angelehnt. und dann hoerte ich erst, wie mein verlobter den schluessel ins schloss gesteckt hat. dann hab ich auch erst das klingeln des hundehalsbandes gehoert. und seitdem steht der mann immer mal im flur und kuckt mich an, der sieht aus wie mein freund und streicht sich wie er auch durch die haare.&lt;br /&gt;kathrin: sophie, ist gerade dein verlobter neben dir oder der andere typ?&lt;br /&gt;sophie: keiner, mein verlobter sitzt drueben in der kueche und hoert dem radio zu und lacht sich sicherlich schlapp.&lt;br /&gt;kathrin: pafft der?&lt;br /&gt;sophie: ja, der raucht.&lt;br /&gt;kathrin: dann sitzt der jetzt da und hoert dir rauchend zu. wie schoen! tschuess, sophie, viel spass mit deinen beiden maennern. da faellt mir ein: das wirklich schrecklichste in meinem leben, das mich auch gepraegt hat, das war die dvd von mario barth.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des abends:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/uMOO-sqZlaY"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/uMOO-sqZlaY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;dizzee rascal &lt;em&gt;paranoid&lt;br /&gt;(come to my own conclusions, i'm crazy, start thinking up all kinds of stuff)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-3371447352879845139?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3371447352879845139'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3371447352879845139'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/10/kathrin-thuerings-blue-moon-goes.html' title='kathrin thuerings blue moon goes transcendental'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3747794238100658988</id><published>2009-10-22T00:00:00.013+02:00</published><updated>2009-10-22T11:44:26.747+02:00</updated><title type='text'>alphabet meiner abscheu</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;A&lt;/span&gt;ugen, schludrig und feucht und uebergrell dir geschickt ins make-up eingesetzt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;B&lt;/span&gt;ravheit, ruehrend und zwecklos.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;C&lt;/span&gt;harismatisch, diese gelungene kopie eines beruehmten filmlaechelns, wenn du verruecktheit, eklat, laecherliches getuemmel ahnst und die audienz beendest.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;D&lt;/span&gt;estillen-milieu, in der der schluessel immer unter der fussmatte liegt und der strassenjargon durchs stiegenhaus bis zu dir kraucht.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;E&lt;/span&gt;xerzitien und ihre wiederkaeuenden betrachtungen der besinnungen, jeden sonntag morgen, stocknuechtern, wenn das gloeckchen dreimal klingelt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;F&lt;/span&gt;ingernaegel, mit denen du mir deinen willen und deine kraft schweigend durch stoff und haut und arm presst.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;G&lt;/span&gt;lory glory hallelujah&lt;/em&gt;, zu dessen quaekenden, quellenden klaengen du mit halboffenem mund und haengendem kiefer im takt nickst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;H&lt;/span&gt;omines novi, unter denen du neureich und beguenstigt aufbluehst, mit empire-moebeln und zwiebelmuster-services; solche, die nicht im ausland sind, sondern weilen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;I&lt;/span&gt;ntarsien wie aufgemalte neppereien von skurriler grazie, die du als hepplewhite-style verluegst.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;J&lt;/span&gt;ourney, sentimental&lt;/em&gt;, dessen letzten, bloeden satz du auswendig weisst; so that when i stretch’d out my hand i caught hold of the fille de chambre’s.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;K&lt;/span&gt;ittel, weiss und geschlechtlos fuer dein abziehbild einer tuechtigen frau.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;L&lt;/span&gt;einenkleid, das du gelb mit einer kette von sepiabraunen muscheln traegst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;M&lt;/span&gt;undwinkel, die verhunzt und ruiniert nach unten zucken.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;N&lt;/span&gt;achtmotten, pelzige, die neben der schneeweissen wand gegen das duenne licht deiner glastuer prallen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;O&lt;/span&gt;pferrolle, ausser der reihe ein zartgefuehl, dem mit nachsicht zu begegnen ist.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;P&lt;/span&gt;arlewu ist nichts fuer, verzeihung, gnaedige, einfache leute.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Q&lt;/span&gt;uatsch, mystischer, dessen abgelatschte lyrische vokabeln in deinem wortsammelsurium noch existent sind.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;R&lt;/span&gt;ahen und masten verschollener segelschiffe am horizont, die es nur in deinen grauweissen traeumen gibt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;S&lt;/span&gt;irene, aus deinen haesslichen, heulenden schimpfworten.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;T&lt;/span&gt;rottoir-cafés und du und dein mokka.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;U&lt;/span&gt;nflaetig, deine gekraeuselte stirn ueber den augenbrauen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;V&lt;/span&gt;ergeblichkeit dessen, was du mit innerem, zitterndem zorn gerade unternimmst.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;W&lt;/span&gt;underlicher gegensatz zwischen deiner scheuen, arglosen miene und dem von konturen einer gehaessigen welt verwischten gesicht.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;X&lt;/span&gt;-fach unverhohlene schlottricht- und knurrigkeit mit einem stich ins ordinaere.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Y&lt;/span&gt;ellowstone, in jedem zweiten satz, damals, ach damals im yellowstone-nationalpark.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Z&lt;/span&gt;eitungen, unachtsam in deine brusttasche geknifft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZIvEKA3ASi8"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/ZIvEKA3ASi8" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;the libertines &lt;em&gt;campaign of hate&lt;br /&gt;(poor kids dressing like they're rich, rich kids dressing like they're poor)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-3747794238100658988?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3747794238100658988'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3747794238100658988'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/10/alphabet-meines-hasses.html' title='alphabet meiner abscheu'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-3719701610901417071</id><published>2009-10-16T00:00:00.001+02:00</published><updated>2009-10-16T00:11:58.058+02:00</updated><title type='text'>kathrin thuerings blue moon kisses the nite away</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;kathrin: und ich hab noch'n halbes ei im mund, aber nicht so eins, wie ihr jetzt denkt. es ist 'ne kinderueberraschung. der jakob hat die grad in der redaktion verteilt, weil er geburtstag hat. ich hab &lt;em&gt;kinderfantasie&lt;/em&gt; drin und muss hier was zusammenbauen, was keenen sinn hat.&lt;br /&gt;jakob: eigentlich haste ja 'ne sendung.&lt;br /&gt;kathrin: ach ja. wir quatschen heute uebers knutschen. dieses thema hab ich mir selber ausgedacht. ich muss grad an meinen ersten kuss denken, auch ganz spannend. meiner war in ungarn mit gabor. der hat mir am balaton seine zunge in den mund gelegt. und ich wusste mit meinen vierzehn jahren nicht, was ich damit machen soll.&lt;br /&gt;ixi: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=MHZR1ngveuo"&gt;du darfst mich entfuehren in der nacht.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: heute geht's um schlabbi-schlabb.&lt;br /&gt;lucy: bei meinem ersten kuss war ich elf.&lt;br /&gt;kathrin: ihr fruehreifes pack!&lt;br /&gt;lucy: ich geh mit kuessen sehr vorsichtig um. sonst entstehen da ganz viele missverstaendnisse. ich will gar nicht von jedem gekuesst werden, ich will was besonderes sein.&lt;br /&gt;kathrin: christoph, hast du schon mal so 'nen ganz schrecklichen kuss hinter dich gebracht?&lt;br /&gt;christoph: ja, das war mein erster, das war auf so 'ner religioesen klassenfahrt.&lt;br /&gt;kathrin: wo war denn das?&lt;br /&gt;christoph: in sandau bei magdeburg.&lt;br /&gt;kathrin: wat? magdeburg ist hundert kilometer von sandau weg!&lt;br /&gt;christoph: na, ich hab heute auch schon einen drinne.&lt;br /&gt;kathrin: wat'n?&lt;br /&gt;christoph: so'n tequlia-shot.&lt;br /&gt;kathrin: is ja wahnsinn.&lt;br /&gt;claudia: meinen ersten kuss hatte ich mit zehn. das war aber 'ne peinliche sache. wir waren alles maedels in einem zelt und wir ham flaschendrehen gespielt. und da hatte ich meinen ersten kuss.&lt;br /&gt;kathrin: ey, ihr knutscht mit zehn alle mit maedchen? hab ich irgendwas verpasst?&lt;br /&gt;claudia: das war eher so neugier.&lt;br /&gt;kate: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=X024NEsDyC8"&gt;soft skin, red lips, so kissable.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: kajetan, mein redakteur, sagt gerade, an den ersten kuss erinnert sich doch kein schwein, an die erste mumu im kindergarten schon, aber nicht an den kuss. hallo, wer ist denn da?&lt;br /&gt;eugen: eugen.&lt;br /&gt;kathrin: wir machen erst nachrichten. siehste, kajetan, wegen dir zieht der eugen schon jetzt 'ne fresse.&lt;br /&gt;kajetan: die freuen sich doch alle auf nachrichten.&lt;br /&gt;kathrin: halt die fresse!&lt;br /&gt;kajetan: und nun zum wetter: frostig kalt wird's heute nacht, richtig schoen zum knutschen.&lt;br /&gt;kathrin: vielen dank, kajetan. das war rotzeoede. das war superlangweilig. du musst mal 'ne andere vortragsweise finden.&lt;br /&gt;farin: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=H8PcvB17QZg"&gt;du solltest wissen, ich bin intellektuell.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: stefan, drueckst du dir mit deinen kumpels auch immer 'nen kuss drauf?&lt;br /&gt;stefan: ja frueher mal. mit allen, aber auf die backe.&lt;br /&gt;kathrin: wen kuesst du?&lt;br /&gt;stefan: niemanden, ich bin single.&lt;br /&gt;kathrin: wie lange ist der letzte kuss her?&lt;br /&gt;stefan: so acht jahre.&lt;br /&gt;kathrin: ach, stefan!&lt;br /&gt;stefan: aber der war richtig schoen, das war 'ne richtig suesse.&lt;br /&gt;kathrin: warse als biene maja verkleidet, oder was? findest du kuessen wichtig inner beziehung?&lt;br /&gt;stefan: ja klar.&lt;br /&gt;kathrin: knutschen deine eltern?&lt;br /&gt;stefan: aber sicher.&lt;br /&gt;kathrin: ich hab meine eltern noch nie richtig knutschen sehen, boah, nee.&lt;br /&gt;stefan: ach meine eltern sind da gut bei der sache.&lt;br /&gt;kathrin: da musste aufpassen, wennde frueh in die kueche kommst, da liegt dann muddi aufm tisch.&lt;br /&gt;julia: ich hatte mal einen typen, in den war ich lange zeit verschossen, und den durfte ich dann kuessen, wir waren betrunken, und das war dann schnappschildkroetenartig. es war nicht so schoen.&lt;br /&gt;kathrin: wie bist'n da aus der sache wieder rausgekommen?&lt;br /&gt;julia: ich hab einfach gesagt, du wir muessen dann mal weitergehen.&lt;br /&gt;kathrin: und dieser mensch laeuft dann hier auf dieser welt rum, und keiner hat ihm je gesagt, dass er nicht kuessen kann. vielleicht koennen wir alle nicht kuessen!&lt;br /&gt;julia: mein jetziger freund und ich, wir lagen am ostseestrand, und er hat mich ungefaehr fuenfzig mal gefragt, ob er gut kuessen kann. und ich hab gesagt, dass es nicht schlecht ist. der muss ja keine hoehenfluege kriegen.&lt;br /&gt;kathrin: aber ist das nicht total unsexy, wenn 'n typ neben dir liegt und das staendig fragt.&lt;br /&gt;julia: na wir waren betrunken … oh, das klingt ja, ob ich staendig betrunken bin.&lt;br /&gt;kathrin: auch jetzt?&lt;br /&gt;julia: nee, jetzt nicht, ich bin immer so.&lt;br /&gt;sally: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=4uhiLCEmu-I"&gt;sometimes i think too much about things.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: manchmal hab ich echt grossartige ideen: ich wuerde spaeter gern topfschlagen spielen, kajetan. eierlaufen, sackhuepfen, was kann man denn noch so spielen? marcel?&lt;br /&gt;marcel: wie geht's?&lt;br /&gt;kathrin: eine schoene frage. nicht so gut eigentlich, ich muss morgen auf 'ne beerdigung gehen.&lt;br /&gt;marcel: von wem denn?&lt;br /&gt;kathrin: das ist mir aber zu persoenlich. wie geht's dir?&lt;br /&gt;marcel: gestern wurde ich entlassen.&lt;br /&gt;kathrin: wo haste denn gesessen?&lt;br /&gt;marcel: na im gefaengnis.&lt;br /&gt;kathrin: wie lang warste da?&lt;br /&gt;marcel: zwei jahre. ich bin jetzt achtzehn. am anfang war's schlimm, aber dann ging's gut.&lt;br /&gt;kathrin: was hast'n am meisten vermisst?&lt;br /&gt;marcel: freiheit. familie, freunde, sex.&lt;br /&gt;kathrin: wie oft hast'n besuch bekommen?&lt;br /&gt;marcel: alle zwei monate.&lt;br /&gt;kathrin: wo genau haste gesessen?&lt;br /&gt;marcel: in tegel.&lt;br /&gt;kathrin: ist das 'ne zeit, in der du was gelernt hast?&lt;br /&gt;marcel: jetzt denk ich immer zuerst nach.&lt;br /&gt;kathrin: was hast'n den ganzen tag gemacht?&lt;br /&gt;marcel: ich war in der tischlerei.&lt;br /&gt;kathrin: jetzt schon mal wieder geknutscht, seitdem du raus bist?&lt;br /&gt;marcel: ja gestern. war'n schoenes gefuehl.&lt;br /&gt;kathrin: marcel, du laberst ja wie'n wasserfall. die in tegel werden jetzt denken, wo is'n der marcel hin … mensch leute, ich stellt fotos von euren schamlippen auf facebook, aber ruft hier nicht an, wenn's nur ums kuessen geht.&lt;br /&gt;norman: ich hatte ueber drei jahre 'ne gute beziehung. ich hab da viel ueber frauen und beziehungen lernen koennen. wennde das kuessen gut kannst, dann kannste auch in die zweite etage gehen.&lt;br /&gt;kathrin: oh, du teilst frauen in stockwerke ein, schoen. kuesst du gerne, oder nervt's dich, dassde erst in der ersten etage anfangen musst?&lt;br /&gt;norman: ehrlich gesagt, manchmal nervt's schon.&lt;br /&gt;kathrin: wie lang mussteste da erstmal kuessen, eh du ran durftest? in stunden.&lt;br /&gt;norman: naja, so fuenfzehn minuten.&lt;br /&gt;kathrin: boah, mann, ich hab 'n neues kleid, und das mufft jetzt schon unterm arm.&lt;br /&gt;florence: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=tpsDegqioVA"&gt;so let's sit back and watch the bed burn.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;corinna: kuessen ist schon 'ne geniale geschichte. viel koerperkontakt.&lt;br /&gt;kathrin: ingo, du bist'n ganz cooler.&lt;br /&gt;ingo: ja ganz cool. meine art, mein aussehen.&lt;br /&gt;kathrin: wie siehst'n aus?&lt;br /&gt;ingo: gut gebaut, gebraeunt.&lt;br /&gt;kathrin: findeste dich gut aussehend?&lt;br /&gt;ingo: ja, schon. also die maedels stehen alle auf michl&lt;br /&gt;kathrin: wie oft kuesst du so?&lt;br /&gt;ingo: tagtaeglich, und dann den halben tag.&lt;br /&gt;kathrin: und dann suchst du dir deine maedels an der bushaltestelle?&lt;br /&gt;ingo: ich kenn die meistens schon aus der schule oder treff die im club.&lt;br /&gt;kathrin: also, ingo, du musst wahnsinnig gut aussehen, weil reden kannst du ueberhaupt nicht.&lt;br /&gt;gloria: also ich hatte mal einen, der sich fuer den tollsten hielt und ueberhaupt nicht kuessen konnte. ingo, hattest du schon mal so'n erlebnis?&lt;br /&gt;ingo: nee, hatte ich nicht, ich hab ja auch schoen weiche lippen. mein spitzname ist auch lecki-peng.&lt;br /&gt;kathrin: also, ingo, ich hoffe, du hast heute schon viel getrunken und verarschst uns hier, weil du sonst kreuzdaemlich bist. wo kann ich dich denn treffen? aber ich werd dich ja einfach erkennen, weil ich dich ja sofort kuessen will.&lt;br /&gt;jan: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=0IP4JDOxRP0"&gt;dies ist für die traurigen, die zu tausenden da draussen sind.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: samma, jan delay, du alte pfeife, warum singst'n du jetzt nicht weiter? ich bin nicht schuld! das kann ich euch nicht antun. nochmal, na, geht doch.&lt;br /&gt;jan: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=0IP4JDOxRP0"&gt;dies ist für die traurigen, die zu tausenden da draussen sind.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: das gibt's doch nicht. kajetan, immer wenn du mir auf die kopfhoerer seierst, springt der song hier aus. wir probieren das jetzt nochmal.&lt;br /&gt;jan: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=0IP4JDOxRP0"&gt;dies ist für die traurigen, die zu tausenden da draussen sind.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: spike, endlich, wa?&lt;br /&gt;spike: ja, was man nicht fuer die kathrin wartet! mit meiner ex-freundin war ich drei monate zusammen. und beim kuessen hat die mich immer gebissen.&lt;br /&gt;kathrin: und was haste dann zu ihr gesagt?&lt;br /&gt;spike: na beim ersten mal nichts, da hatte sie sich auch entschuldigt. aber danach hat sie das immer noch gemacht.&lt;br /&gt;kathrin: aber hast du dann nicht gedacht, die ist grad geil?&lt;br /&gt;spike: am anfang schon, aber spaeter nicht mehr.&lt;br /&gt;kathrin: alex.&lt;br /&gt;alex: hallo.&lt;br /&gt;kathrin: oh nee, nicht dass ich jetzt auch dir alles aus der nase ziehen muss.&lt;br /&gt;alex: nein, ich wollte nur zu dem hoerer vorhin sagen, dass man als jugendlicher nicht in tegel im knast sitzt. das kann nicht sein.&lt;br /&gt;mike: servus.&lt;br /&gt;kathrin: servus gruezi und hallo.&lt;br /&gt;mike: wenn du so ran gehst, dann treffen wir uns am besten am freitag zum oktoberfest am alex.&lt;br /&gt;kathrin: du hobel, das ist seit zwei wochen vorbei.&lt;br /&gt;mike: zum knutschen bin ich erst spaet gekommen. da sass so'ne schoene blonde dame auf meinem schoss und unserere interessen haben sich gekreuzt.&lt;br /&gt;kathrin: und dann kam's zum knutschen?&lt;br /&gt;mike: du hast es erfasst, kathrin. es war natuerlich fantastisch und machte lust auf mehr.&lt;br /&gt;kathrin: jetzt hamwa jenuch jequatscht, jetzt wird jeknutscht. tschuess, kuesschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des abends:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OODVK5ThWIE"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/OODVK5ThWIE" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;jens lekman &lt;em&gt;and i remember every kiss&lt;br /&gt;(but i would never kiss anyone who doesn't burn me like the sun)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-3719701610901417071?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3719701610901417071'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/3719701610901417071'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/10/kathrin-thuerings-blue-moon-kisses-nite.html' title='kathrin thuerings blue moon kisses the nite away'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-462927010471720367</id><published>2009-10-09T00:00:00.001+02:00</published><updated>2009-10-09T00:05:11.060+02:00</updated><title type='text'>kathrin thuerings blue moon work it, baby!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;kathrin: ihr seid nicht berlin, da fuehl ich mich gleich 'n bisschen persoenlich angegriffen. ich bin sachsen-anhalt. heute geht's um arbeit, um eure jobs. ich hab das glueck, dass ich meine arbeit nicht als solche empfinde, das moderieren. redaktionelle arbeit schlaucht umso mehr. seid ihr eigentlich zufrieden in euerm job? und um ins thema reinzukommen, jetzt &lt;em&gt;ode an die arbeit&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;judith: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=8mu4_6jVkis"&gt;du bis preussen.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: die meisten von uns gehen ja vierzig stunden in der woche dahin. das nimmt ja schon 'nen riesigen teil in unserem leben ein. wat weess denn ick? patrick? paetrick?&lt;br /&gt;paetrick: paetrick natuerlich. ich hasse dieses patrick.&lt;br /&gt;kathrin: zu mir sagen ja leute manchmal kathi, das kann ich ueberhaupt nicht ab, das klingt wie 'ne klopapierrolle. und in schweden gibt's die sorte wirklich.&lt;br /&gt;paetrick: klingt wie 'ne vergewaltigte katze.&lt;br /&gt;kathrin: na das muss ja nicht das schlimmste sein fuer die katze.&lt;br /&gt;nachlader: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=8mu4_6jVkis"&gt;von wegen dass ich hier fuer irgendwas meine finger krumm mache.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: nadine. nadine aus berlin.&lt;br /&gt;nadine: ich bin in einer drogerie taetig, und das seit zehn jahren, seitdem ich sechzehn bin. und jetzt hab ich 'n kind bekommen, und denke nun, dass ich gern was mit kindern machen wuerde. aber da sagen die mir am arbeitsamt, dass ich schon 'ne ausbildung hab und ich mir das, wenn ich das will, selbst finanzieren muesste. aber meine intention [sic] liegt eben woanders. das macht mich grad ein bisschen ungluecklich. mir bleibt halt nix anders uebrig, als da haengen zu bleiben. die einzige moeglichkeit ist dann wohl erstmal die arbeitslosigkeit, aber ich hasse arbeitslose.&lt;br /&gt;kathrin: du hasst arbeitslose?&lt;br /&gt;nadine: na das macht mich halt wahnsinnig, dass ich nicht das machen kann, was ich moechte, und die schlafen frueh aus und kriegen dreihundertsechzig euro und 'ne wohnung bezahlt.&lt;br /&gt;daniel: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=QP0aF8kbj8o"&gt;ich gehe auf keinen fall zurueck, zurueck ins call center.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: maurice, hast du auch das gefuehl nur noch zu existieren, seitdem du arbeiten gehst?&lt;br /&gt;maurice: nee, eigentlich nicht, ich hab ja am montag erst mit was neuem angefangen. davor war ich ausbilder in der bundeswehrgrundausbildung. dort hab ich mich unterfordert gefuehlt und habe mich in berlin und brandenburg fuer den gehobenen dienst in der polizei beworben.&lt;br /&gt;kathrin: wie lief das ab?&lt;br /&gt;maurice: da gab es tests. diktat und sport. in brandenburg auch eine psychologische untersuchung.&lt;br /&gt;kathrin: und kurzum, du hast 'n job bei den…bei der polizei angefangen. ich wollt grad bullen sagen.&lt;br /&gt;maurice: ja, ich bin auf dem weg zum polizeikommissar, dann waere ich beamter auf lebenszeit.&lt;br /&gt;kathrin: vor allem kannste da machen, wasde willst. dir ist es also wichtig, einen job auf lebenszeit zu haben. ist das eigentlich auch ein beklemmendes gefuehl, zu wissen, dass du das bis siebzig machst?&lt;br /&gt;maurice: nee, ueberhaupt nicht. die polizeiarbeit ist abwechslungsreich. da gibt es eine bandbreite an moeglichkeiten.&lt;br /&gt;kathrin: die eigene kreative leistung fehlt dir da auch nicht?&lt;br /&gt;maurice: nee.&lt;br /&gt;kathrin: also, wenn olle maurice mich da irgendwann mal anhaelt, da gibt's 'n langes gespraech. machense ihre scheibe mal runter. lukas, was arbeitest du?&lt;br /&gt;lukas: ich hab den geilsten job der welt. aber ich wollt aber gar nicht, dass mein name genannt wird.&lt;br /&gt;kathrin: martin schneider, reinkommen! der dieter wollte nicht, dass sein name genannt wird.&lt;br /&gt;martin: das hab ich doch nicht gewusst. mensch, dieter, das musst du doch sagen!&lt;br /&gt;lukas: ich bin im oeffentlichen dienst, und jeden tag hoer ich ab achtzehn. ey, ich werd dafuer bezahlt, ab achtzehn zu hoeren. ich bin zehn jahre durch die hoelle gegangen. ich hab 'ne gebaeudereiniger-ausbildung gemacht. ich bin eigentlich die beste putze der welt. ich hab jetzt aber 'n andern job im oeffentlichen dienst, weil mich der job als reiniger angekotzt hat. ich bin jetzt pfoertner.&lt;br /&gt;kathrin: von wann bis wann geht deine schicht?&lt;br /&gt;lukas: ey super, ich hab von zwoelf bis acht dienst. ich hab jeden tag wochenende. ich haeng jeden abend im cookies rum, ich ueberleg mir auch heute noch hinzugehen. ich les' gala, ich bin ueberall informiert. das geilste ist ab achtzehn, das highlight des tages. da wart ich den ganzen tag drauf.&lt;br /&gt;kathrin: aber lukas, hast du dir…&lt;br /&gt;lukas: …ey ich bin dieter. ich hab immer davon getraeumt, nuescht zu tun. ey deine lache find ich so geil. krass, dass wir on air sind.&lt;br /&gt;kathrin: da kannste auch saufen.&lt;br /&gt;lukas: nee, ich drink ja keine alkohol, jedenfalls nicht den schlechten. nur das gute zeug. ich bin ja concierge.&lt;br /&gt;kathrin: so lukas, letzte frage…&lt;br /&gt;lukas: …dieter!…&lt;br /&gt;kathrin: …ach ja, dieter. ach scheisse.&lt;br /&gt;woog riots: &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=Ba0rNyUO8I8"&gt;some like dancing, some do not.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;kathrin: otto, was machste denn?&lt;br /&gt;otto: ich bin bei der bahn. ich bin bei der auskunft. da sind die leute meistens freundlich. ich wollte nur sagen, dass ich waehrend meiner pause jeden tag ab achtzehn hoere. ich werde also auch dafuer bezahlt. also da sitzen und kucken.&lt;br /&gt;kathrin: kucken? da kuckste das radio an, ne.&lt;br /&gt;otto: genau, kucken.&lt;br /&gt;kathrin: robin, also, wo biste unterwegs?&lt;br /&gt;robin: ich fahr grade nach berlin auf arbeit. ich bin hotelfachmann. aber vom arbeiten her hab ich richtig probleme. ich kam in 'nen grossen konzern, der international aufgestellt ist. ich hab dann halt ein bisschen 'ne grosse klappe gehabt, und das ham die kollegen nicht gemocht. da kommt jetzt jemand, der ist klein und sieht halbwegs gut aus und erzaehlt dann den eingesessenen irgendwas.&lt;br /&gt;kathrin: bist du so'n klugscheisser?&lt;br /&gt;robin: ja, schon.&lt;br /&gt;kathrin: eine gute nacht und bis morgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des abends:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Vgne2IT6bYc"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Vgne2IT6bYc" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;mos def &lt;em&gt;workers comp.&lt;br /&gt;(work is scarce competition is fierce)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-462927010471720367?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/462927010471720367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/462927010471720367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/10/kathrin-thuerings-blue-moon-work-it.html' title='kathrin thuerings blue moon work it, baby!'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-4975285823286070298</id><published>2009-10-04T01:24:00.003+02:00</published><updated>2009-10-04T16:42:44.064+02:00</updated><title type='text'>an end has a start</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;i’m crazy about you. you know that, don’t you? right from the start i have been. the first day i walked into your sight i thought you were the most wonderful thing i’d ever seen. you did know that, didn’t you?&lt;br /&gt;it’s not that i ever tried to push you or to get mad at you. it’s just that now my feelings already are overwhelming me, and i know that with these feelings there’ll definitely come some fears. fears of opening into the nothing combined with fears of getting hurt. is it just me or is &lt;em&gt;hurt&lt;/em&gt; one of the heaviest words there is? it has been this wonderful summer romance with wine and strawberries and endless kisses. and despite all these i always recognised your lack of commitment. i thought i could handle your mind's state of play, but now it seems i don’t want to anymore. the more i think about it the more i see that autumn is gonna take its toll. first i wasn't sure and perhaps because of that it is why i dreamt about something called &lt;em&gt;hereafter&lt;/em&gt; once in a while in the past weeks. even when i lay with others. but now it seems that i have to stop an agony that'll obviously drive me mad, and madness is the least i could handle by now.&lt;br /&gt;you don’t have to pretend with me cause that'd be the worst to do. and you don’t have to worry. i won’t embarrass you. don’t look so crestfallen. it can’t be the first time a boy has fallen for you.&lt;br /&gt;well then. you needn’t worry. i won’t get heavy about it. i’ll never mention it again. to be true: i’ll never gonna see you again. i just wanted you to know.&lt;br /&gt;today's song:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bVCQdIHY-cM"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/bVCQdIHY-cM" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;pete yorn &lt;em&gt;ever fallen in love&lt;br /&gt;(i can’t see much of a future unless we find out who’s to blame)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;freely based on faulks' &lt;em&gt;a fool's alphabet&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-4975285823286070298?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4975285823286070298'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4975285823286070298'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/10/end-has-start.html' title='an end has a start'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-5332131081746919531</id><published>2009-10-03T01:28:00.001+02:00</published><updated>2009-10-03T01:33:59.383+02:00</updated><title type='text'>astra und der patrick wolf</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;b&gt;ein musikalisches maerchen. die andere nachkritik&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;es war einmal in einem dorf ein kleines maedchen, das huebscheste, das man sich vorstellen konnte. jedermann, der es sah, hielt es fuer das gerechteste kind der welt und des himmels. und da ihm die klaren augen wie gestirne leuchteten, nannte man es daher ueberall nur &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.astra-berlin.de/"&gt;astra&lt;/a&gt;. eines tages gab sein manager ihm wein und wasser, um beide unter die voelker dieser stadt zu bringen. astra solle huebsch sittsam sein und nicht vom rechten wege abkommen. es will schon alles richtig machen, sagte astra zum manager und gab ihm die hand drauf.&lt;br /&gt;und da stand es allein im friedrichshain, zwischen baeumen nahe der spree, und es fluesterte unentwegt vor sich hin &lt;em&gt;i saw, i saw my star tonight, mama, the stars are burning bright.&lt;/em&gt; und die worte trugen sich wie ein stossgebet langsam durch die nacht, solange bis sie aus der ferne den gevatter wolf anlockten.&lt;br /&gt;er trat langsam und wuerdevoll in die szenerie, um den hals ueber seinem gestreiften pelz wuchsen schwarze glaenzende federn, ein ledernes diadem sass auf seiner finstern stirn. er sprach kein guten tag, sondern fragte zuallererst nur lasziv &lt;em&gt;who will penetrate the tightening muscle? who will cut across the thickening fuckin skin?&lt;/em&gt; und allein mit diesen zwei saetzen hatte er astra und auch mich gepackt und beschwichtigt und gegen den willen zu sich gezogen. vielleicht war es seine tiefe, verherzte stimme, vielleicht seine blosse erscheinung zwischen ziggy stardust und anni-frid lyngstad, vielleicht auch einfach nur, dass er den &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=fqWWGEAsNvM"&gt;schoensten anti-love-song&lt;/a&gt; seit langem sang. er hatte grosse lust zu fressen, das konnte man sehen, aber astra ahnte nicht, wie gefaehrlich er war, das junge, zarte ding, ein fetter bissen. der wald roch nach herbst, &lt;em&gt;the fires of fungus and the rotting leaves&lt;/em&gt;, und der wolf brach alles mit einem mal auf und krallte sich die sinne. astra hatte seine freude daran, haselnuesse zu sammeln und straeusse aus den &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=89yEOAapoMc"&gt;glockenbluemchen&lt;/a&gt; zu binden, die es fand und die der wolf an diesem abend in der gewiss besten aller seiner weisen besang. und ab da war das schicksal astras verloren, es gab keinen ausweg mehr; der &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=Z9J8RIzX_vA"&gt;wuestling&lt;/a&gt; war nicht &lt;em&gt;locked in jail&lt;/em&gt;, sondern hatte freiste oberhand. und in seiner gier schrieb er das maerchen um, in dem es keine grossmutter mehr gab. und in jenem neu geschaffenen mythos haette er seinen &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=xS4tBqvfPko"&gt;tristan&lt;/a&gt; freilich kraftvoller und wuchtiger und ganz ohne die leiernde geige vortragen koennen, als er es an diesem abend tat, ganz wie es seine zweigesichtigkeit verlangt haette: &lt;em&gt;i am the victim and the murderer.&lt;/em&gt; aber lieber schrie er auf astra ein, so dass es ihm nur so aus den augen quoll: &lt;em&gt;battle! battle! &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=jjfdyxbtrvM"&gt;battle!&lt;/a&gt; it’s your time to join the tribe!&lt;/em&gt; und dem maedchen schwante, dass es schon lange in seinen armen verloren gegangen war. und er legte sich ins bett, in das dann auch astra kroch, wo es zu seinem allergroessten erstaunen erkannte, wie der wolf ohne kleider nur im jockstrap beschaffen war. und er fluesterte leise, aber mit voller inbrunst &lt;em&gt;count my stitches, as these are &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=VH5vgng9LAg"&gt;hard times&lt;/a&gt; we'll work harder, harder through these hard times&lt;/em&gt;. kein leuchtturm in der naehe, keine sonne, die am ende doch noch aufgehen wuerde. und im grossen finale, kurz bevor ein hauch von moral einsetzen haette koennen, schwang sich der wolf ueber astra, die adorierend seinen spielen ergeben lag, und eine verschmelzung setzte ein. &lt;em&gt;take my dead meat, my dead meat, your dead meat&lt;/em&gt;, und der wolf, in jenen aasfressenden &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://www.youtube.com/watch?v=HqWIfysVR_A"&gt;geier&lt;/a&gt; verwandelt, machte der agonie ein fantastisches ende.&lt;br /&gt;und wo bleibt die moral? die gibt es nicht und gab es nie. ein jeder weiss, gerade sie, die zaertlich werben, gerade diese woelfe locken ins verderben. aber einem verderben, das so wohlkingend, so ueber und ueber mit wehenden fahnen auf den endgueltigen untergang zusteuert, dem schaut man gerne zu und laesst sich liebend fressen.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/VVqKPNlxWIc"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/VVqKPNlxWIc" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;patrick wolf &lt;em&gt;the sun is often out&lt;br /&gt;(i have overcome my demons)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;frei nach charles perrault.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-5332131081746919531?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5332131081746919531'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/5332131081746919531'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/10/astra-und-der-patrick-wolf.html' title='astra und der patrick wolf'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-4393964242232416910</id><published>2009-09-30T00:02:00.002+02:00</published><updated>2009-09-30T01:10:44.107+02:00</updated><title type='text'>unzulaenglichkeiten am bahnsteigrand</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;und er sass auf der kalten eisenbank am zugigen bahnsteig, waehrend die zuege ein- und wieder ausfuhren, die menschen mit verglasten blicken voruebereilten, und selbst die kinder ohne aufzuschauen an ihm vorbeigezogen wurden. manchmal betrachtete er gedankenlos die auslage des standes, in dem sich fischbroetchen neben trockenem kuchen kruemmten, und er horchte nicht auf die stimmen hinter seinem ruecken, die schwaebisch miteinander toenten. der wind klatschte den regen aufs milchglasige bahnhofsdach. er war hineingesunken zwischen seine warmen kleider, den kopf auf der brust. und dann starrte er auf seine knie und versuchte die schon viel zu oft gelesenen saetze zu verinnerlichen. &lt;em&gt;ach, wo bist du vor einem jahr gewesen, wo vor drei jahren? welche strassen bist du gegangen, in welchen fluessen hast du gebadet?&lt;/em&gt; freilich, er hatte zuletzt in anderen federn gelegen, in federn, die nicht im geringsten mit hinneigungen angefuellt waren, und er straeubte sich gegen das gefuehl, etwas unrechtes getan zu haben. doch schon das straeuben liess ihn erschauern. &lt;em&gt;wiederholst du nur eine geuebte geste, wenn du mein ohr kuesst oder die armbeuge?&lt;/em&gt; ein rothaariges maedchen spielte karten mit sich selbst und gruebelte ueber jede hand und jeden stich, und bald stach die dame, bald der bube, und ihr gesicht war in sich gekehrt vor konzentration.&lt;br /&gt;er dachte daran, wie es gewesen war, als er vor vier jahren am bahnsteig sass und auf den zug in ein unbekanntes land wartete, um dort zu leben in einer art zweiten geburt, die ihn herausschaelte aus seiner alten kulisse in eine neue gegenwart. &lt;em&gt;aber deine erinnerungen, gegen die ich mich nicht wehren kann, die bilder in deinem kopf, die ich nicht sehen kann.&lt;/em&gt; damals hatte er angst. diese art angst, die ihn zuversichtlich machte und voller ungetruebter optimismen, die sofort in jenem moment –so sah er es  nun auf verklaerte weise– aufbrachen, als er die kupfernen alleen unter nur leicht getruebtem himmel am abteilfenster vorbeirennen sah. die kirschbaeume standen spalier und begruessten ihren neuankoemmling. die liebe, so dachte er, sei hier nur eine wohlfeile beigabe wie roter mangold auf gruenen saftigen holunderblueten oder wie erdbeermost am ende eines langen sommers.&lt;br /&gt;und nun sass er in der deutschen jetztzeit, in der das rothaarige maedchen neben ihm immer wieder ueber sich gewann und zugleich gegen sich verlor. kirschbaeume warfen die blaetter auf den boden. &lt;em&gt;ich moechte mein leben verdreifachen, um nachzuholen, die lange lange zeit.&lt;/em&gt; und gemocht zu werden, ist wohl das schoenste, was einem passieren kann; aber nicht von der richtigen gemocht zu werden, das wohl beklagenswerteste, dachte er, als der zug langsam die schienen im bahnhof unter sich verschwinden liess.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mrw_rDwFAJY"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/mrw_rDwFAJY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;klez.e &lt;em&gt;madonna&lt;br /&gt;(und sie ist, was uns treibt in jede unzulaenglichkeit)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-4393964242232416910?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4393964242232416910'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4393964242232416910'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/09/unzulaenglichkeiten-am-bahnsteigrand.html' title='unzulaenglichkeiten am bahnsteigrand'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-4869216863672429508</id><published>2009-09-22T22:36:00.000+02:00</published><updated>2009-09-22T22:37:17.777+02:00</updated><title type='text'>nullzwei, paris. nullneun, berlin.</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;und erst kam der herbst und dann auch noch sein metaphorischer nachklang. der sommer war sehr gross, riefen die feldlerchen von den birken, die lang und duenn den rain entlangragten. wer jetzt allein sei..., und dann gebe ich rilke eine maechtige backpfeife, dieser melancholische &lt;a style="color: rgb(102, 102, 102);" href="http://rainer-maria-rilke.de/06b012herbsttag.html"&gt;herbsttag&lt;/a&gt;, den es so doch gar nicht gibt und geben soll, nicht heute und nicht bei diesen wettern. in paris vielleicht, vor hunderten von jahren, als es nur kutschen und droschken gab und pelzmuffe und schwarze zylinder ohne kaninchen aus der kiste. aber hier und heute geht das gute und schoene einhand.&lt;br /&gt;jahreszeiten sind einfach symbolisch aufgeladen. punkt. wenn gesagt werden wuerde, der sommer sei jetzt offiziell fuer beendet erklaert, dann wuergt in den gedanken zugleich jenes ungute gefuehl herauf, das gewahr werden liesse, es stecke viel mehr in diesem satz als meteorologisch eigentlich zugetragen werden sollte. ein ende steckt drin, in allem.&lt;br /&gt;und dann, wenn nichts zu schreiben uebrig bleibt, dem begehren widerstehen muessen, nur gedankenfetzen aneinanderzureihen und sie als syllogismen zu verkaufen und dann die leeren blaetter zu fuellen mit leeren worten und leeren sinnen, die man schwer meint und schwer macht, und die vollen boegen mit den grossen buchstaben, die keiner mehr entziffern kann, um sich zu werfen, als ob sie in der stille treiben koennten mit irgendeiner meinung und irgendwelchen ansichten, diese rueckgratlosen ungetueme ohne bestimmtheit und doppelten boden. abwarten koennen, abwarten. und verschmitzt die brauen heben, wenn es hart auf hart und gesicht auf gesicht kommt.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/hccr1KWFbrY"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/hccr1KWFbrY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;patrick wolf &lt;em&gt;who will&lt;br /&gt;(who will lay me down in green pastures)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-4869216863672429508?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4869216863672429508'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/4869216863672429508'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/09/nullzwei-paris-nullneun-berlin.html' title='nullzwei, paris. nullneun, berlin.'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-9174134339136769483</id><published>2009-09-18T00:00:00.005+02:00</published><updated>2009-09-18T00:46:56.008+02:00</updated><title type='text'>falschrum II</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;er: warum sagst du denn nichts und schaust immer nur?&lt;br /&gt;sie: &lt;em&gt;(leise)&lt;/em&gt; i..ich ich ku..kuck ich kuck dich eben so gerne an.&lt;br /&gt;er: kannst du nicht auch mal anders sein, als immer nur so..so blah?&lt;br /&gt;sie: was willst du? willst du mich burschikos? du antwortest mir halt auch nicht. es ist doch so offensichtlich, dass ich dich mag. du kannst doch gar nicht so scheuklappenblind sein.&lt;br /&gt;er: warum sollte ich mit worten auf etwas reagieren, das nur von deinen blicken ausgeht?&lt;br /&gt;sie: mensch, ich hab dich gefragt, ob ich vorbeikommen und dir eine suppe kochen kann! und das ist dir keine antwort wert? ausser diese bloede feststellung, dass ich sehr nett sei. ich hab dich gern, nicht so sexfantasiegern, sondern tagebuchgern...&lt;br /&gt;er: ...oh nee, und dann schreibst du das wieder da rein, weil du wohl im kopf nicht mit allem klarkommst, oder was?&lt;br /&gt;sie: ich werd halt meschugge.&lt;br /&gt;er: was bedeutet meschugge?&lt;br /&gt;sie: meshuga! matto! cinglée! chiflado! bonkers! was du willst! such dir's aus!&lt;br /&gt;er: ich wollt dir das ja nicht sagen, aber manchmal bist du, versteh das jetzt bitte nicht falsch!, nervig.&lt;br /&gt;sie: und was ist jetzt daran falsch zu verstehen? ey, wir haben ein wenig gedated und so, und es ist ja nicht so, dass ich mir schon buecher mit kindernamen durchlese. also wenn ich verknallt bin, dann will ich halt jede minute freiraeumen, um irgendwas zu unternehmen. und dann frag ich eben, ob wir was gemeinsam machen wollen...&lt;br /&gt;er: ...eben...&lt;br /&gt;sie: ...eben. ach weisste was, lass es doch einfach sein! ich hab mich nicht aufgedraengt, weder mutwillig noch zufaellig. &lt;em&gt;(schreit)&lt;/em&gt; wir haben uns sein zwei wochen nicht mehr gesehen! &lt;em&gt;(ruhig)&lt;/em&gt; und das ist nicht schlimm, aber das normale an irgeneiner frischheit und gaensehaut waere doch, wenn dann die kleine sehnsucht wachsen wuerde.&lt;br /&gt;er: aber ich hab doch gar nicht behauptet, dass dem so nicht waere.&lt;br /&gt;sie: aber es fuehlt sich so an, und das kostet mich viel geduld.&lt;br /&gt;er: na wer gefuehle hat, zahlt immer drauf.&lt;br /&gt;sie: &lt;em&gt;(schnippisch)&lt;/em&gt; oh ja, schreib dir das in dein poesiealbum!&lt;br /&gt;er: warum kannst du das nicht ganz locker angehen? ich brauche keine festlegungen.&lt;br /&gt;sie: ich habe doch nie was von festlegungen gesagt. ich will hier nicht die grosse liebe propagieren. das ist selbst mir zu bloed. wir koennen doch einander einfach kleine freuden bereiten. was dann in einzwei monaten ist, spielt doch jetzt ueberhaupt keine rolle. wo du dann bist oder ich dann bin, steht doch in den sternen eines jeden einzelnen. ich will doch gar kein &lt;em&gt;wir&lt;/em&gt; hoeren!&lt;br /&gt;er: na dann sind wir doch auf einer wellenlaenge.&lt;br /&gt;sie: ja aber zurzeit habe ich das gefuehl, dass wir uns auf verschiedenen kurven bewegen. du unterstellst mir ein commitment, das ueberhaupt nicht exisitiert. ich flirte mit anderen, und du sollst das freilich auch.&lt;br /&gt;er: aber ich tue das doch gar nicht.&lt;br /&gt;sie: potato-potato.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/b94beDQQtWI"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/b94beDQQtWI" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;dizzee rascal &amp;amp; armand van helden &lt;em&gt;bonkers&lt;br /&gt;(a heavy bass line is my kind of silence)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-9174134339136769483?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/9174134339136769483'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/9174134339136769483'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/09/falschrum-ii.html' title='falschrum II'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-441614730849940364</id><published>2009-09-10T00:00:00.002+02:00</published><updated>2009-09-10T00:01:52.722+02:00</updated><title type='text'>falschrum, oder: oben ist das postmoderne unten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;der lauwarme regen dreht diese eine welt herum, in der er steigt anstatt zu fallen. dann zieht sich langsam das wasser am boden zusammen und bildet kleine lachen am unteren ende der grasnarbe. feucht und schwer liegt dort die krume. es loest sich die schwerkraft von der erde und mit ihr die einzelnen tropfen aus dem feinen, flachen meer.&lt;br /&gt;sie reihen sich entlang der duerren staengel und perlen aufwaerts. die herbstlichen lichtstrahlen spiegeln sich an den oberflaechen der kleinen spritzer, und es scheint, als stiegen viele winzige sterne ueber die wiese empor. die einen verbinden sich zu groesseren lichtpunkten, andere gehen auseinander, indem sie an volumen verlieren. diese gestirne sammeln sich eines nach dem anderen an den spitzen der graeser und biegen sie in die aufrechte. jene stehen wie alte kraene in den blauen himmel, die nicht wissen, wie weit sie vom horizont eigentlich noch entfernt sind. an ihren koepfen verfaengt sich das wasser und buendelt sich zusammen. die wiese liegt gleich der milchstrasse.&lt;br /&gt;solange bis der seidene, feuchte hauch seine spannung verliert, sich einschnuert, in die laenge zieht und zugleich nach oben verjuengt, einen duennen faden unter sich bildet, an dessen oberem ende kugelfoermig die tropfen dicken, bis sie sich aufgeweckt vom gruen lossagen und senkrecht auf den himmel zusteigen. falschrum tragen sie ihre sonnen gegen den horizont.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/selvOy0m4t8"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/selvOy0m4t8" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;feist &lt;em&gt;inside and out&lt;br /&gt;(you're driving me insane and i'm hanging on)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-441614730849940364?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/441614730849940364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/441614730849940364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/09/falschrum-oder-oben-ist-das-postmoderne.html' title='falschrum, oder: oben ist das postmoderne unten'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22694989.post-2695128163960698725</id><published>2009-09-07T00:07:00.002+02:00</published><updated>2009-09-07T00:23:26.134+02:00</updated><title type='text'>lass uns erinnerung werden</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;wie im gesamten letzten jahr darf ich mich auch heute nicht melden. ich verdraenge nicht, dass der siebte september seine pforten eben oeffnet und die nacht beginnt leise zu durchfluten. und dieses unbarmherzige &lt;em&gt;vielleicht&lt;/em&gt; haengt in den angeln und quietscht bei jedem tuerschlag mehr. vielleicht. vielleicht fehlen. in einer welt, in der das eine nicht ohne das andere geht. vielleicht der andere sein, immer wieder dieser andere. vielleicht verstehen. oder vielmehr einsehen muessen. vielleicht eindeutigkeit (als ob es eine vage eindeutigkeit ueberhaupt gaebe). vielleicht irgendjemandem zuliebe. kommt zuliebe eigentlich von liebe? vielleicht mit unbeabsichtigten babies. before one of us has accidental babies.&lt;br /&gt;meine guten gratulationen ueberfluten mich; segenswuensche von gesundheit, glueck und liebe schlagen weisse gischt ins warme herz. der gezeitenzaehler steht auf sturmflut. the tide is high but i'm holding on. es ist egal, denn um mich geht es hier schon lange nicht mehr. und auch weder um glueckwuensche noch wuensche. sie muessen nicht ausgesprochen werden, sie sind und waren immer einfach da. ich will mich gar nicht melden, nicht um den hohen preis eines moeglichen verhaengnisses. aber eines ist sicher: wir werden nicht erst erinnerung, wir sind es schon laengst. vielleicht sind wir einander auch schon solche, die wir irgendwann einmal kannten. oder solche, die wir beinah zu kennen glaubten. unter der wogenden flaeche verschwimmt der klare blick, und salz brennt von innen heraus in den augen. und die bunten herbstblueher schlagen wieder ihre staengel und blueten, solange bis sie das meer zu verdraengen verstehen.&lt;br /&gt;lied des tages:&lt;br /&gt;&lt;object height="25" width="300"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/EyOhUXsGqak"&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/EyOhUXsGqak" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="25" width="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;lauryn hill &lt;em&gt;i gotta find peace of mind&lt;br /&gt;(i know now i have to face the temptations of my past)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22694989-2695128163960698725?l=der-antiheld.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2695128163960698725'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22694989/posts/default/2695128163960698725'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://der-antiheld.blogspot.com/2009/09/lass-uns-erinnerung-werden.html' title='lass uns erinnerung werden'/><author><name>Seb</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06109354832089987887</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://1.bp.blogspot.com/_N4-PVYlM1sA/SdySJudQQXI/AAAAAAAAASQ/_oJfT1VdAiQ/S220/memememe.JPG'/></author></entry></feed>
